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bei schlechtem Wetter die See brandet. „Höchster Pik des Cap Marsh, der
[Insel Russel, in N'/2O ungefähr 4 Seem. entfernt.“
Neu Georgia Inseln.) — Cap Pitt, dessen Gipfel gewöhnlich von
Wolken eingehüllt ist, ist das SO-Ende der östlichsten und kleinsten der drei
[nseln, die Neu Georgia benannt sind; dasselbe liegt ungefähr in 8° 53‘ Süd-Br.
und 158° 14‘ Ost-Leg.
Die mittlere und grösste dieser Insel heisst Cousagie und die westlichste
Rendezvous; zwischen beiden befindet sich das Blanche-Fahrwasser, welches eine
durchschnittliche Breite von 3 Seem. hat. ;
Vor dem Cap Pleasant, dem südlichen Ende der Insel Rendezvous erstreckt
sich die Küste ungefähr WzN, 8 Seem. weit bis zur Spitze Bluff. ‚Hinter dieser
Spitze tritt dieselbe zurück und bildet eine Bucht, die Banyeita Bucht, welche
sich ungefähr 1 Seem. weit in das Land hineinstreckt, und in deren NO-Ecke der
Ort Banyetta liegt, Diese Bucht ist nach Westen zu offen und das Wasser
derselben scheint, so weit als sich das Küstenriff erstreckt, zu tief zu sein um
daselbst ankern zu können.
Zwischen dem Cap Pleasant und der Spitze Banyetita, in ungefähr
3° 34‘ Süd-Br. und 157° 7‘ Ost-Lg., erstreckt sich das Küstenriff nirgends
weiter als 46 Met. und im Allgemeinen nur 18 Met. von der Küste, anscheinend
öhne weitere Untiefen,
Nachdem man die Spitze Banyetta passirt hat, erblickt man eine Anzahl
niedriger Inseln die sich nach Osten zu erstrecken, und zwischen denen und den
Neu Georgia Inseln mehrere Fahrwasser sich befinden. Von hier kann man den
Pik Koulangbangra, welcher ungefähr 762 Met. hoch ist und ungefähr 28 Seem.
nördlich liegt, sehen. Etwas weiter nach Norden kommend, erblickt man den
Berg Rendova im SO, welcher ungefähr 762 Met. hoch, dicht bei dem Rendova
Hafen liegt und Aehnlichkeit mit dem Pik Koulangbangra hat.
An der NO-Seite von Rendova liegen drei kleine Inseln, welche Hammond
Inseln heissen. Nähert man sich Koulangbangra so tritt niedriges Land dazwischen
auf, dasselbe heisst Wanna Wanna und besteht aus einer grossen Anzahl kleiner
Inseln, zwischen welchen sich Bootsfahrwasser befinden, und welche zusammen
wie eine lange Insel aussehen.
Das Land östlich von Wanna Wanna heisst Moonda, woselbst ein guter
Ankerplatz ist, sobald man zwei kleine durch ein Riff verbundene Inseln
passirt hat. Auf diesem Riffe befinden sich 4.6 Met. Wasser. Nachdem man
das Riff passirt hat varlirt die Wassertiefe zwischen 5.5 und 25.6 Met. Die
Tiefe von 5.5 Met. kommt nur auf flachen Stellen vor.
. Wasser kann man zu Moonda ungefähr 1 Seem. vom Ankerplatz ent-
Fernt erhalten. Grosse Schiffe müssen in der Rendova Bucht ankern, welche
angefähr 0SO 10 Seem. von Moonda entfernt liegt.
Wenn man Moonda verlässt und das Süd-Ende von Wanna Wanna
passirt hat, muss man längs dem einschliessenden Küsten-Riff ungefähr 6 Seem.
weit steuern, woselbst es allmälig nach Westen zu umbiegt und ein kleines
Inselchen an seiner Südkante hat; ungefähr 1 Seem. von diesem Inselchen ist
ein circa '/a Seem. breites reines Fahrwasser. Das Riff liegt bei Niedrigwasser
im Meeresspiegel und kleine Inseln welche mit dem Riffe in Verbindung stehen,
liegen an jeder Seite des Fahrwassers.
Die Insel Rubiana liegt ungefähr 7 Seem. nördlich der Rendova Bucht
und es erstrecken sich von ihr in nordwestlicher Richtung nach der Insel Keso
zu, mehrere kleine Inseln.
Die Eingeborenen der Insel Rubriana sollen die kriegerischesten der ganzen
Salomo-Gruppe sein; dieselben sind völlig gefühllos gegen Güte, und grosse
Vorsicht ist nothwendig, wenn man mit ihnen verkehrt. Eine kleine Quantität
von Provision und Wasser kann man hierselbst erhalten. (Auch sollen Kupfer-
gruben hierselbst vorhanden sein s. Meinicke, a. a. O. pag. 369).
Die Insel Eddystone (Simbo)?) liegt ungefähr 5 Seem. südlich von
Konongo, ganz vereinzelt; wenn man dieselbe in einer Entfernung von circa 20 Seem.
sieht, hat es den Anschein, als ob es vier Inseln wären. Am südlichen Ende
1) Findlay a. a. O. pag. 680; Meinicke, a. a. O0. pag. 155
?) Findlay a, a. O. pag, 681.