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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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bei schlechtem Wetter die See brandet. „Höchster Pik des Cap Marsh, der 
[Insel Russel, in N'/2O ungefähr 4 Seem. entfernt.“ 
Neu Georgia Inseln.) — Cap Pitt, dessen Gipfel gewöhnlich von 
Wolken eingehüllt ist, ist das SO-Ende der östlichsten und kleinsten der drei 
[nseln, die Neu Georgia benannt sind; dasselbe liegt ungefähr in 8° 53‘ Süd-Br. 
und 158° 14‘ Ost-Leg. 
Die mittlere und grösste dieser Insel heisst Cousagie und die westlichste 
Rendezvous; zwischen beiden befindet sich das Blanche-Fahrwasser, welches eine 
durchschnittliche Breite von 3 Seem. hat. ; 
Vor dem Cap Pleasant, dem südlichen Ende der Insel Rendezvous erstreckt 
sich die Küste ungefähr WzN, 8 Seem. weit bis zur Spitze Bluff. ‚Hinter dieser 
Spitze tritt dieselbe zurück und bildet eine Bucht, die Banyeita Bucht, welche 
sich ungefähr 1 Seem. weit in das Land hineinstreckt, und in deren NO-Ecke der 
Ort Banyetta liegt, Diese Bucht ist nach Westen zu offen und das Wasser 
derselben scheint, so weit als sich das Küstenriff erstreckt, zu tief zu sein um 
daselbst ankern zu können. 
Zwischen dem Cap Pleasant und der Spitze Banyetita, in ungefähr 
3° 34‘ Süd-Br. und 157° 7‘ Ost-Lg., erstreckt sich das Küstenriff nirgends 
weiter als 46 Met. und im Allgemeinen nur 18 Met. von der Küste, anscheinend 
öhne weitere Untiefen, 
Nachdem man die Spitze Banyetta passirt hat, erblickt man eine Anzahl 
niedriger Inseln die sich nach Osten zu erstrecken, und zwischen denen und den 
Neu Georgia Inseln mehrere Fahrwasser sich befinden. Von hier kann man den 
Pik Koulangbangra, welcher ungefähr 762 Met. hoch ist und ungefähr 28 Seem. 
nördlich liegt, sehen. Etwas weiter nach Norden kommend, erblickt man den 
Berg Rendova im SO, welcher ungefähr 762 Met. hoch, dicht bei dem Rendova 
Hafen liegt und Aehnlichkeit mit dem Pik Koulangbangra hat. 
An der NO-Seite von Rendova liegen drei kleine Inseln, welche Hammond 
Inseln heissen. Nähert man sich Koulangbangra so tritt niedriges Land dazwischen 
auf, dasselbe heisst Wanna Wanna und besteht aus einer grossen Anzahl kleiner 
Inseln, zwischen welchen sich Bootsfahrwasser befinden, und welche zusammen 
wie eine lange Insel aussehen. 
Das Land östlich von Wanna Wanna heisst Moonda, woselbst ein guter 
Ankerplatz ist, sobald man zwei kleine durch ein Riff verbundene Inseln 
passirt hat. Auf diesem Riffe befinden sich 4.6 Met. Wasser. Nachdem man 
das Riff passirt hat varlirt die Wassertiefe zwischen 5.5 und 25.6 Met. Die 
Tiefe von 5.5 Met. kommt nur auf flachen Stellen vor. 
. Wasser kann man zu Moonda ungefähr 1 Seem. vom Ankerplatz ent- 
Fernt erhalten. Grosse Schiffe müssen in der Rendova Bucht ankern, welche 
angefähr 0SO 10 Seem. von Moonda entfernt liegt. 
Wenn man Moonda verlässt und das Süd-Ende von Wanna Wanna 
passirt hat, muss man längs dem einschliessenden Küsten-Riff ungefähr 6 Seem. 
weit steuern, woselbst es allmälig nach Westen zu umbiegt und ein kleines 
Inselchen an seiner Südkante hat; ungefähr 1 Seem. von diesem Inselchen ist 
ein circa '/a Seem. breites reines Fahrwasser. Das Riff liegt bei Niedrigwasser 
im Meeresspiegel und kleine Inseln welche mit dem Riffe in Verbindung stehen, 
liegen an jeder Seite des Fahrwassers. 
Die Insel Rubiana liegt ungefähr 7 Seem. nördlich der Rendova Bucht 
und es erstrecken sich von ihr in nordwestlicher Richtung nach der Insel Keso 
zu, mehrere kleine Inseln. 
Die Eingeborenen der Insel Rubriana sollen die kriegerischesten der ganzen 
Salomo-Gruppe sein; dieselben sind völlig gefühllos gegen Güte, und grosse 
Vorsicht ist nothwendig, wenn man mit ihnen verkehrt. Eine kleine Quantität 
von Provision und Wasser kann man hierselbst erhalten. (Auch sollen Kupfer- 
gruben hierselbst vorhanden sein s. Meinicke, a. a. O. pag. 369). 
Die Insel Eddystone (Simbo)?) liegt ungefähr 5 Seem. südlich von 
Konongo, ganz vereinzelt; wenn man dieselbe in einer Entfernung von circa 20 Seem. 
sieht, hat es den Anschein, als ob es vier Inseln wären. Am südlichen Ende 
1) Findlay a. a. O. pag. 680; Meinicke, a. a. O0. pag. 155 
?) Findlay a, a. O. pag, 681.
	        
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