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im ganzen westlich der Niederlassung von Punta Arenas gelegenen Theil der
Strasse auch bei Nacht gesichert sein, wie auch ein Ankern bei Punta Arenas
in der Nacht mit Hilfe des Feuers und des Lothes für alle von Westen kom-
menden Schiffe möglich ist. Für Schiffe, welche vom atlantischen Ocean her-
kommen, also eben den Queens-Channel mit letztem Tageslicht passirt haben,
würde das Leuchtfeuer von Punta Arenas zum Ankern in der Dunkelheit, wegen
der Sandy Point umgebenden Bank, allerdings nicht genügen: Diese müssten
für die Nacht nordwärts des Sandy Point ankern, wenn nicht noch ein zweites
Feuer auf dieser Landspitze oder weiter nordwärts errichtet wird.“
5) Punta Arenas (Sandy Point). Das auf der Landspitze Sandy Point
zu errichtende weisse feste Feuer 4. Ordnung mit Blinken, alle Minuten ein
Blink, würde das ebenfalls neu projectirte Feuer auf dem Hügel Cone (vergl.
sub 6) ergänzen. Die sich längs der Küste zwischen der chilenischen Nieder-
wassung (Punta Arenas) und der Landspitze Sandy Point erstreckenden Bänke
würden alsdann der Schifffahrt nicht mehr gefährlich sein; die Schiffe könnten
mithin ohne Gefahr zu dem Ankerplatz gelangen, welcher seinerseits durch
las Feuer von Punta Arenas, das ohne Veränderung beizubehalten ist (vergl.
oben), gekennzeichnet wird. .
6) Hügel Cone (Colina Cone). Auf diesem Hügel muss ein weisses Fun-
kelfeuer 2. Ordnung errichtet werden; dieses Feuer wird für das Passiren der
Inseln Magdalena, Marta und der bei ihnen befindlichen Bänke, sowie für die
Einfahrt in die „Second Narrows“ von Westen her ein Führer sein.
7) Cap Gregorio. Ein farbiges festes Feuer 2. Ordnung ist auf der Süd-
spitze dieses Caps zu errichten. Dieses Feuer soll in einem rothen Sector
von N 18° 40‘0 bis N 63° O, alsdann weiss von N63°O bis S 24° O leuchten,
so dass der erleuchtete Sector 137° 20‘ beträgt; der übrige Theil des Horizontes
bleibt dunkel. Dieses Feuer soll den vom Atlantischen Ocean her kommenden
Schiffen gestatten, bei Nacht die „Second Narrows“ zu passiren, indem sie als-
dann von den Bänken Triton und Tribune frei bleiben können. Der rothe
Sector (nach Nordost) wird den Ankerplatz der Gregorio-Bai kennzeichnen; der
weisse (nach Ost) wird sich mit dem Feuer von Morro Nuiez (vergl. sub 8)
kreuzen und im Verein mit dem Feuer von Punta Delgada (vergl. sub 9) die
Bank Satellite vermeiden lassen.
8) Morro Nuüez (Nunez MA). Hinter der Morro Nuüez muss ein weisses
Funkelfeuer 2. Ordnung, ungefähr 780 Met. in missweisend West von dem
äussersten Ende der Mole errichtet werden, damit es sein Licht mit dem des
Feuers von Punta Delgada (vgl. sub 9) in den Richtungen von N35°O bis
335° O vereinigen kann. Es soll dazu dienen, den von dem Atlantischen Ocean
herkommenden Schiffen den einzuschlagenden Kurs für die Einfahrt in die
„First Narrows“ anzugeben, und die von dem Stillen Ocean herkommenden
Schiffe von den Orange- und Narrow-Bänken frei zu halten. Dieses Feuer
muss einen Sector von 170° erleuchten, nämlich von N29°O durch Ost bis
S 18° 30‘ W, und darf bei klarem Licht nicht weniger als 20 Seem. weit sicht-
bar sein.
9) Punta Delgada (Point Delgada). Auf dem unteren und äussersten
Theile dieser Landspitze ist ein weisses festes Feuer 3. Ordnung mit Blinken,
alle 30 Secunden einen Blink, zu errichten. Der Leuchtapparat muss sich auf
einem Thurme befinden, dessen Höhe der Beschaffenheit des Lichtes entspricht,
damit dieses den grösstmöglichen Raum erleuchtet, nämlich über einen Sector
von 170°, zwischen N 29° 30‘O0. durch Ost bis S19° 45' W.
10) Dungeness. Eine Laterne mit weissem Lichte ist auf dem südlichen
und äussersten Theile der Spitze Dungeness zu errichten; der Laternenständer
kann zugleich bei Tage als Bake dienen,
11) Cap Virgins. Auf der hervorspringendsten Stelle dieses Caps ist
ein festes farbiges Feuer 1. Ordnung zu errichten. Dieses Feuer muss einen
Sector von 276° folgendermaassen erleuchten: mit weissem Lichte zwischen
N33° W durch Nord und Ost bis O10°S; mit rothem Lichte zwischen
580°0O und 815° W; endlich wieder mit weissem Lichte zwischen S 15° W
and S63° W.
; Alle hier (sub 5-—11) mitgetheilten Vorschläge gehen von der chilenischen Commission aus,