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Führen wir die Gauss’sche Bezeichnung ein und nennen die so gefunde-
nen Summen bezw. [ab], [ac], [bb], [be] und [ce], so haben wir zunächst noch
zu berechnen [be]? = -} 2.914. Alsdann hat man für die wahrscheinlichsten
Werthe von x und y die Ausdrücke:
[cc] . [ab] — [bc] . [ac]
* — 7 Tbb] . [cc] — [be].
[bb] . [ac] — [be] . [ab]
Y =" Tbb] . [ce] — [be]%.
Wenn wir daher unsere Werthe einsetzen, so wird:
(4.101 . 417.094) — (1.707 . 1011.062)
lan (0.781 . dies) — Qo14.
= — 53.221
HE A
__._(O.781 . 1011.062) — (1.707 . 417,004)
y= (0.781 . 4.101) — 2.914.
= + 268.720.
Also
log 2 &:sin p =— 1.7208 n
log 2 & cos p == 2.429380
log tang p = 9.8 n pP = — 11° 48‘.
log cos p = 9.99164
log 2 & = 248166 2 8 = + 274%.
Diese etwas langwierige Berechnung stellt sich nun in der Praxis bedeu-
tend einfacher, da die Ausdrücke [bb], [be], [cc] und somit auch der ganze
Nenner obiger Ausdrücke, = 0.289, sich bei den verschiedenen Sextanten nicht
ändern, sondern wenn man stets dieselben Winkel misst, constant bleiben.
Man hat also diese Werthe nur ein einziges Mal zu berechnen und hat dann
bei jedem einzelnen Sextanten nur noch [ab] und [ac] jedesmal neu zu finden,
Will man nun aus den so gefundenen Werthen von & und p eine Cor
reetionstabelle für den betreffenden Sextanten, etwa wie auf der Seewarte ge.
schieht, von 10 zu 10° berechnen, so geschieht das in folgender einfache
tabellarischen Form,
Dei
10°
20°
30°
40°
50°
50°
70°
30°
90°
1100
o
120°
sin p = — 0,204.
a—p "sin (a—p)] sin (a —p) + sin p
CD
106
180
200
50
30°
350
40°
45°
500
50°
550
9 '
16° 48‘
21° 48"
26° 48‘
31° 48'
36° 48
41° 4°
46° 4°
51° 4
730 4
ic 4
od
0.289
0.371
0.451
0.527
7.599
1,667
\,729
786
1,837
“881
“919
950
U.085
0.167
0.247
0.323
0.395
0.463
0.525
0.582
0.638
0.677
0.715
0.748
:2E (sin (a—Pp) + sin p
23% = +0‘ 28”
46% — + 0 46“
68" = +1 8“
39% — +1 29“
‘08% — + 1‘ 48"
zT
LA4 — + 2 940
59 — | 2 394
173% — + 2 53“
185% = +3 5
1960 == + *! 180
24 —= LS 9‘
Die nicht erheblichen Abweichungen, welche einzelne beobachtete Cor-
rectionen von denen der berechneten Tabelle zeigen, sind bei diesem Verfahren
als zufällige Beobachtungsfehler angenommen worden. Es ist jedoch nicht
anmöglich, dass kleine Theilungsfehler, eine geringe Ellipticität des Theilkreises
oder auch eine geringe Beweglichkeit der Drehungsaxe innerhalb der Büchse
sie mit verursacht haben.
Bei Sextanten aus renommirter Werkstätte wird man indessen diese
Fehler in einem solchen Masse, dass ihr Betrag in Rechnung zu ziehen wäre,
nicht so leicht zu befürchten haben. Man kann daher bei diesen, wenn man
nicht auf sehr grosse Genauigkeit sieht und man auf eine durchgängige Prüfung
nicht zu achten hat, das abgekürzte Verfahren anwenden, die Kxcentricitäts-