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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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geankert werden muss, doch ist es für ein kleineres Dampffahrzeug der einzige 
Weg, um während des jetzt wehenden Monsuns nach Norden zu gelangen. Es 
wurde während einer Nacht, als es nicht gelungen war, vor Einbruch derselben 
einen Ankerplatz zu erreichen und gerade an der Stelle die Küste unsicher 
war, um bei der herrschenden Dunkelheit sich ihr nähern zu können, der Ver- 
such gemacht, unter Dampf und Schratsegel weiter draussen in See aufzu- 
kreuzen; jedoch wurde bei dem starken Seegang nichts dadurch gewonnen, so 
dass am nächsten Morgen wieder dicht unter die Küste gegangen wurde. Auch 
bei ganz mondscheinhellen Nächten würde es sich nicht empfehlen, die Reise 
fortzusetzen, da so zuverlässig auch die von der hiesigen Küste existirenden 
englischen Karten sind, doch hier und da kleine Abweichungen vorkommen, 
welche Zweifel hervorrufen können, dann aber auch die ganze Küste, manchmal 
5 bis 10 Seem. vom Lande entfernt mit Fischernetzen besetzt ist. Es sind dies 
Grundnetze, welche 3.5 bis 5.5 Met. unter der Oberfläche, durch Bojen getragen, 
senkrecht. auf dem Boden stehen. Diese Bojen bestehen entweder aus drei 
starken ungefähr 3 bis 4 Met. langen Bambusstämmen, welche als gleichseitiges 
Dreieck zusammengebunden, flach auf dem Wasser schwimmen, oder sie sind nur 
einfache starke Bambusstänmme, an deren einem Ende die das Netz tragende 
Leine befestigt ist, und welche dadurch senkrecht im Wasser stehen, Häufig 
liegen diese Bojen so dicht zusammen, dass nirgends Strom genug zum Passiren 
bleibt. Am Tage bieten sie jedoch bei einiger Aufmerksamkeit kein Hinderniss 
dar, während es bei Nacht absolut unmöglich ist ihnen auszuweichen. 
Ein von Amoy aus an Bord des „Cyclop“ genommener chinesischer 
Küstenlootse gab mehrere werthvolle Aufschlüsse über die Schifffahrt an dieser 
Küste, welche in dem „China Sea Directory“ Vol. III, pag. 191 ff, nicht enthalten 
sind, sich aber als richtig erwiesen, Zum Hineingehen in die Hattan-Strasse wurde 
1ämlich der Hunghwaoder Hanghwo-Channel benutzt, und beabsichtigt, nachdem die 
Scattered- Yıts passirt waren, direct auf die Pagode von Vangan abzuhalten; der 
Lootse widersetzte sich jedoch dieser Absicht auf das lebhafteste, indem er be- 
hauptete dass nordwestlich: von den Scattered-Yzts bis nach Double- Yit hinauf 
verschiedene Felsen, welche ihrer geringen Oberfläche halber schwer mit dem 
Loth zu finden seien, unter Wasser lägen und bezeichnete die Gegend als durchaus 
unsicher. Er meinte, er wisse recht gut, dass dieselben nicht in den Karten 
vermerkt wären, er selbst kenne ihre Lage auch nicht genau, sie seien aber 
vorhanden. Es wurde desshalb nicht eher abgehalten, als bis der Ort des 
Sedan-Felsens passirt war und die Insel Sentry in WNW peilte und dann an 
dieser vorbei, die nordwestlich davon liegenden Felsen circa !/2 Seem. von 
Steuerbord lassend, auf Vangan zugesteuert. 
Von den Ferrara-Inseln theilte er mit, dass dieselben in früheren Zeiten 
einen guten Ankerplatz während des Nordost-Monsuns geboten hätten, dieselben 
seien jedoch deshalb viel von Piraten benutzt worden, welche dort den, die 
Haitan-Strasse passirenden Dschunken aufgelauert hätten und seien, um dies 
zu verhindern von der Regierung grosse Mengen von Steinen dorthin geschafft 
und, ins Wasser gestürzt worden, so dass dort Riffe entstanden wären und die 
Rhede jetzt nicht mehr benutzbar sei. 
Auf der ganzen Reise wurden die nachstehenden Abweichungen von 
der Karte bemerkt. An der westlichsten Spitze von Double Peaks-Insel liegt 
ein hoher Felsen, welcher in der Karte nicht angegeben ist, in der Richtung 
NzW!/sW eirca 1 Kblg. vom Lande entfernt. Von der östlichsten der Pihkseang- 
Inseln, deren Namen in der Karte nicht angegeben ist — in ihrer Form gleicht 
sie ungefähr einem menschlichen Ohre — zieht sich in nordöstlicher Richtung 
sin Riff hinaus, auf welchem es stark brandet. Die Länge desselben scheint 
ungefähr eine halbe Seem, zu betragen und demnach dürfte eine zu grosse 
Annäherung nicht rathsam sein, 
Bei der.Insel Pe-shan ist nur an der Ost- und Südseite die geringe 
Wassertiefe angedeutet. Die Passage zwischen derselben und Flare- Insel 
bietet jedoch auch nur 5,5 Met. Wasser und ist desshalb für grössere Schiffe 
nicht anwendbar. Die Lage des Leuchtfeuers auf den Volcano-Inseln ist 
sowohl in den englischen Karten als im deutschen Verzeichniss derj:Leucht-
	        
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