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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

'46 
Puerto Plata, . 
Cap Haiti ,.. 
Port Paix ... 
Honaives .... 
?ort-au-Prince , 
Aux Cayes, .. 
Jacmel .... 
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3) 
-) Wasser war wegen des dort lange ausgebliebenen Regens wenig vorhanden, 
?) Wasser nur mit grosser Mühe zu erhalten; dasselbe war durch den öfter eintretenden Kegen schlecht 
geworden. 
3) Mit eigenen Booten zu holen. 
4) Wird nur auf Bestellung gebacken und ist der Güte des Brodes wegen der Grösse der einzelnen Stücke 
und der Zubereitung wenig zu trauen, 
5) Bei Zusage für Entnahme grösserer Quantitäten MM. 0.80 das &. 
5) Nicht zu empfehlen. 
7) Ein Quantum von 300 Kilogr. wird binnen 48 Stunden gebacken. 
Sämmtliche hier erwähnte Häfen eignen sich zur Verproviantirung von 
Kriegsschiffen nicht. Es wurden nur die angeführten Artikel in den grösseren 
Geschäften, mit Ausnahme von Kaffee, zu etwa 100 Klgr. vorgefunden, was 
darauf schliessen lässt, dass die Geschäfte sich nur auf Abgabe des Proviants 
an Handelsschiffe eingerichtet haben. 
In den Häfen von Port Paix und Gonaives ist frisches Brod für eine 
Schiffsbesatzung nicht, Fleisch nur wöchentlich zweimal zu erhalten. In den 
übrigen Häfen machte das Backen eines Quantums von 300 Klgr. Brod erheb- 
liche Schwierigkeiten, 
Der Kaffee unterliegt einem Ausfuhrzoll von MM, 0.12 pro Pfd., welcher 
jedoch bei Anbordnahme von nicht zu grossen Quantitäten — S. M, S. „Victoria“ 
nahm circa 250 Klgr. — den Kriegsschiffen erlassen bleibt. Vom Jahre 1876 
ab soll, äusseren Vernehmen nach, dieser Ausfuhrzoll um ein Bedeutendes erhöht 
werden. Der Kaffee in den nördlichen Häfen wird dem in den südlichen be- 
deutend vorgezogen. 
Rückreise von Haiti nach St. Thomas. Da das Ankern in dem Hafen 
von Jacmel mit einem Schiffe von der Länge der „Victoria“ höchst unbequem 
ist, zog ich es vor, unter Dampf zu halten. In der Nacht vom 31. Dezember 1875 
auf den 1. Januar 1876 fing es plötzlich sehr frisch aus NE an zu wehen. 
Wind und Seegang nahmen im Laufe des Vormittags derartig zu, dass ich gegen 
Mittag gezwungen war, unter Gaffelsegeln beizudrehen. Am 2. Januar Nach- 
mittags flaute es soweit ab, dass wieder Kurs gesteuert werden konnte. Da 
jedoch der Wind allmälig bis ESE herumging und bei einer Windstärke von 
6 bis 7 eine sehr hohe unangenehme See lief, die das Ankern auf der Rhede 
von St. Domingo doch unmöglich gemacht hätte, sah ich von dem Besuche 
dieses Platzes ab und dampfte direct nach St. Thomas, woselbst ich am 
5. Januar Nachmittags eintraf. 
Wind und Wetter: Während der ganzen Dauer unserer Anwesenheit in 
Westindien, speciell während der letzten Reise, haben ganz abnorme Witterungs- 
verhältnisse geherrscht. Der in dieser Jahreszeit sonst mit Regelmässigkeit 
wehende NE-Passat stellte sich nur ganz vorübergehend und schwach ein. 
Windstillen, unterbrochen von leichten Brisen aus allen Richtungen, waren die 
Regel,‘ erst jotzt scheint der Passat wirklich durchgekommen zu sein. Der 
Sturm, der am 1. Januar anfıng, ist ebenfalls nach Angabe der mit den Wind- 
verhältnissen hier vertrauten Personen eine ganz ungewöhnliche Erscheinung, 
Bei unserem Eintreffen in St. Thomas war der Hafen von Schutz suchenden 
Schiffen und von solchen in Hayvarie überfüllt. An der Südküste von Haiti und
	        
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