‚A()
Tabelle III.
Uebersicht der Beschaffenheit des Meeresbodens an den Lothungsstellen 8. M. 8. „Gazelle“
während der Reise von Timor nach Neuseeland (s. Tab. I. u. IL.)
Nach den Untersuchungen von Dr. Th. Studer,
Da
= 5 1Datum,
‚u
SE 1875
4
Ort
Breite | Länge
Süd, Ost.
Beschaffenheit des Meeresbodens.
Bemerkungen.
98|Mai 27| 3° 48‘ 124°15'
9S| „ 30| 7° 35‘ |125027
00] 31] 6° 838‘ |126°297
‚O1|[Tuni 1| 5° 27‘ |127°32
‚02| „ 12| 2° 54.5/127°465
‚08| } 18| 2° 37.5129° 19,5
104| ; 14] 2° 4251130046’
105]
ärünschwarzer Schlamm aus Steinsplittern,
3raungrauer sandiger Schlamm,
Hart, etwas braungrauer sandiger Schlamm.
Korallen,
Grüngrauer Schlick,
Grüngrauer Schlick,
Grüngrauer Schlick,
Brauner Schlamm aus organ, u. anorgan. Masse,
ca. 25 Seem, nördlich von Timor.
ca. 12Seem, nordwestl. v. Gunong-Api.
ca.3 Sm, südwst. v. d. Lucipara-Inseln,
ca.12 Sm. nordwestl, v, d. Insel Bonoa.
ca. 13 Seem. nördlich von Ceram.
ca. 14 Sm. nördl, v. d. Leeuwarden-
Shoal, Nordküste von Ceram.
(ca. 25 Seem, nördlich v, Neu-Guinea.
„ 26] 0° 5.0|132°29*
Nord |
0° 30‘ 134°19‘ ‚Brauner Schlamm mit Foraminiferen.
0° 11‘ 1839°27,54Sand und gelber Schlick,
0° 0‘ 142°15,7!Sand und gelber Schlick.
Süd
111) „ 28| 3° 7.51150°22‘ ‚Chokoladenbraun, Schlamm, wenig Foraminiferen,
12jAug.11} 3° 57‘ 1152° 10.7[Braun. Schlamm (Foram.), darunt, blau, thon. Schl lca.10Sm.nrdl. v. d. NO-Spitze v. Neu-
‚1E/Spt. 19J22° 21‘ 154°17.51Weisser Globigerinen-Schlamm, Britannien.
118/0ct. 25133° 40‘ L66°28.1‘] Weisser Globigerinen-Schlamm.
119] „ 26134° 0‘ 169°59,5‘] Weisser Globigerinen-Schlamm,
120) „ 27]84° 2 ‚171° 6,5]Fels,
1211 „ 27/34° 3.511729 17.57 Weisser Sand,
122) „ 27]34° 15‘ '172°47.5 Weisser Sand und Muscheln.
Südlichste d, Freewill’s Inseln in NzO
ca. 9 Seem. entf.
dann aber wieder erheblich ab, in den Temperaturen unter 8°, wo die Er-
wärmung in grössere Tiefen geht, als im offenen Ocean dies der Fall zu sein
pflegt. Wenngleich bei dieser Curve die oberen Temperaturen nur bis
300 Faden (549 Met.) Tiefe genommen werden konnten, *) so scheint doch die
auf 1450 Faden (2652 Met.) gefundene verhältnissmässig hohe Temperatur von
23° die Annahme zu bestätigen, dass das antarktische Wasser hierher keinen
ganz ungehemmten Zutritt hat.
Die Curven B VIII und B IX verhalten sich trotz der geringeren Ober-
flächentemperatur noch sehr ähnlich den übrigen Passatstrom-Curven, namentlich
liegt die 20°-Isotherme bei B IX ziemlich ebenso tief wie bei jenen, Bei beiden
fand NW-Strom statt, welcher aus dem Raume zwischen Neu-Caledonien und den
Neu-Hebriden kommend, nach der Torres-Strasse setzt. Der durch das Besteck
ermittelte Strom stimmt mit dem bei B VIII gemessenen überein; bei B IX, wo der
Strom nicht direct gemessen ist, ergiebt das Besteck einen mehr als doppelt
so starken, nordwestlichen Strom, nämlich 1.ı Knoten, wodurch es sich erklärt,
dass die Durchwärmung der oberen Schichten bei B IX tiefer geht als bei B VIIL
Die nordwestliche Richtung des sonst mehr polar setzenden Passatstromes ist hier
einestheils durch den frischen SE-Passat, anderntheils wahrscheinlich auch durch
das sich in gleicher Richtung erstreckende Neu-Caledonien und die in entgegen-
gesetzter Richtung liegende Abflussöffnung der Torresstrasse zu erklären.
Selbst Curve B X, ganz nahe der Australischen Küste gelegen, scheint
noch im Gebiete des Passatstromes zu liegen mit der ihrer höheren Breite
entsprechenden Abkühlung des Oberflächenwassers. Der Strom wurde dem-
*) Leider sind die Thermometer nicht mehr hinreichend zuverlässig. Bei dieser Reihen-
vemperatur mussten die Temperaturen auf 50 und 100 Faden (91 und 183 Met.) jede dreimal,
die auf 200 und 300 Faden (366 und 549 Met.) jede zweimal gemessen werden, bevor ein richtiges
Resultat erlangt wurde, Auf 500 Faden (914 Met.) wurde eine Temperatur gemessen, welche ver-
worfen werden musste, da sie offenbar falsch war und es an Zeit gebrach, sie nochmals zu
messen, Die Isotherme zwischen 300 und 1450 Faden (549 und 2652 Met.) sind bei dieser Reihen-
'\emperatur daher nur berechnete, nicht gemessene.