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durchlaufenen Region solche Winde überhaupt gar nicht vorkommen sollen.
Die lange und schwere von Nordost stehende Dünung wies überdies darauf hin,
dass der Wind lange und sehr stark aus dieser Richtung geweht haben. muss.
Es scheint also sich auch in diesem Oceane zu bestätigen, was ich be-
reits im Indischen Ocean erfahren habe, dass nämlich an den südlichen Grenzen
der südöstlichen Passatzonen, namentlich auf dem 30, Breitenparallel und zu
beiden Seiten desselben nordöstliche Winde vorherrschend sind, die zuweilen
von Ost- und SE-Winden, selten dagegen von anderen Winden unterbrochen
werden, so dass man auf diesem Parallel für eine Reise ostwärts nicht viel
mehr Chancen hat, als innerhalb der eigentlichen Passatregion selbst.
Der Wind ging sodann über NW und SW nach Süd und SE und blieb
alsdann günstig. Am 23. November lief die „Gazelle“ in den kleinen Hafen
der Insel Matuku ein, in Lee des Landes gelegen, wo sie für das Schwaien zur
Bestimmung der Deviation und der magnetischen Elemente den erforderlichen
Schutz gegen den starken SE-Passat fand. Nach Vollendung der magnetischen
Beobachtungen ging ich am 25, November in See nach Levuka, woselbst am
Mittage des 26, November geankert wurde.“
Auf der Reise von Auckland nach Levuka wurde eine Reihe von Lothungen
und Tiefsee-Temperaturmessungen — im Allgemeinen parallel derjenigen des
„Challenger“ (s. Ann. der Hydr. 1875, pag. 223), jedoch 300—400 Seem. weiter
westlich — genommen (vergl. pag. 142). Nach einer in der Dampfpinasse im
naturwissenschaftlichen Interesse unternommenen mehrtägigen Exeursion den
Fluss Reva auf der Insel Viti-Levu aufwärts, ging Frhr. v. Schleinitz mit der
„Gazelle“ am 3. Dezember in See nach den Samoa-Inseln. Ueber diese Reise liegt
gegenwärtig noch kein Bericht vor. Am 28. Dezember verliess die „Gazelle“
den Hafen von Apia auf der Insel Upolu (Samoa-G'ruppe) in der Nacht bei böigem
Regenwetter, zwischen den Inseln Upolu und Tutuila hindurchgehend, und trat
nun ihre Heimreise nach Europa an, zunächst nach der Magellan - Strasse und
Punta Arenas. Der Commandant der „Gazelle, Capitain Frhr. v. Schleinitz,
berichtet über diese Reise:
„Das böige Regenwetter mit nördlichem Winde anstatt des SE-Passates
begleitete uns mehrere Tage und verhinderte astronomische Ortsbestimmungen.
Nach dem, nach der nächsten Observation verbesserten Besteck waren wir am
30. Dezember Abends 10—15 Seem. östlich von „Three Islands“*) (nordöstlich
von den Freundschafts-Inseln) vorbeigesegelt, ohne sie gesehen zu haben. Es
ist wahrscheinlich, dass sie nicht existiren.
Am 1. Januar 1876 lief ich Beveridge-Rif **) an, um seine Lage noch ge-
nauer zu bestimmen, und passirte die Westspitze des Riffs auf !/a Seem. Ent-
fernung von der Brandung, mit 410 Faden (750 Met.) Lothleine dort keinen
Grund erhaltend. Demnächst versuchte ich die fragliche Insel Tuanahe zu
finden und lief am 5. Januar zunächst diejenige Stelle an, welche vom ameri-
kanischen Consul in Tahiti als die richtige Position angegeben worden ist.***%)
Obgleich die Stelle auf 6 bis 10 Seem. passirt wurde, war dort eben so
wenig etwas von Land zu sehen, wie bei der demnächst angelaufenen Position
der Karte und einer dritten südlich davon angegebenen Stelle, welche Plätze
ebenfalls auf 4 bis 10 Seem. passirt wurden. Die Insel dürfte mithin nicht
existiren.
Wir passirten demnächst zwischen Haymet Rock und der in 0SO eireca 20
Seem. davon gelegenen 16 Faden- (29 Met.) Bank, und zwar dicht bei einem
in SO von Haymet Rock in der Segeldirection von Findlay (pag. 437) angegebenen
Riff, Haymet Rock kam nicht in Sicht, da wir beim Dunkelwerden noch zu weit
abstanden; die Nacht hindurch liess ich mit 120—150 Faden (219—274 Met.)
Leine stündlich lothen, weil ich eine flache Verbindung zwischen dem Fels und
jener 16 Faden- (29 Met.) Bank vermuthete, indess wurde kein Grund erhalten.
Meine Absicht, das Maria Theresa Rıff behufs näherer Bestimmung aufzusuchen,
wurde durch Umgehen des Windes nach Süd verhindert,
S, Findlay-South Pacific Directory (1871) pag, 557.
S. Findlay a. a. O. pag. 444, .
***) S, Findlay a. a. O. pag. 443. Hiernach wäre die Position der Insel Tuanahe oder
Tuanaka 25° 50‘ Süd-Br. und 160° 55‘ West-Lange,