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mitunter sozar nach SO zu setzen, Der Wechsel in Richtung und Stärke des
Stromes war mit keiner Veränderung der Oberflächen - Temperatur des Meeres
verbunden. Der auf der Karte Tit. XI, No. 136 (brit. Admiralitätskarte No, 2347)
bei der Spitze Inaboye- Saki verzeichnete Ascold - Felsen wurde von uns nicht
gesehen, obwohl die betreffende Stelle zu diesem Zweck auf höchstens 1 Seem,
Entfernung am Tage bei klarem Wetter passirt worden ist; mithin kann der
Felsen, wenn er überhaupt vorhanden ist, nur eine andere geographische Lage
haben.
Aus den Reiseberichten S. M. S. „Arcona“, Capitain zur See
Freiherr v. Reibnitz.
Die in den „Hydr. Mitth.“ 1874 (S. 32, 208, 269, 281, 284 ete.) und in
den „Annalen der Hydrographie ete.“ 1875 (S. 34, 61, 209, 226, 237, 271, 349,
422, 445) und 1876 (S. 56) mitgetheilten Reiseberichte des Commandanten
S. M. 8. „Arcona“ Capt. z. S. Freih. v. Reibnitz, enthalten nächst den Dar-
legungen der von der „Arcona“ eingeschlagenen Segelrouten und den im Vergleiche
nit früheren Segelanweisungen dabei gewonnenen neueren Erfahrungen, die Be-
schreibung und Schilderung verschiedener Inseln und Häfen im Indischen und
Stillen Ocean, sodann aber auch eine grosse Menge von wichtigen und zum
Theil ganz neuen physikalischen und maritim-meteorologischen Beobachtungen
und Untersuchungen, namentlich über Strömungen und Wassertemperaturen in
den drei grossen von der „Arcona“ durchsegelten Weltmeeren, dem Atlantischen,
[ndischen und Stillen Oceane, und über die während der einzelnen Reisen
oder der Aufenthalte in verschiedenen Häfen angetroffenen Wind- und Wetter-
verhältnisse.
Der hydrographische Theil des Uebungsberichtes S. M. S. „Arcona“ giebt
eine kurze Recapitulation der eben erwähnten Berichte und Mittheilungen, soweit
zie das Jahr 1875 betreffen, zum Theil aber nach einige Bemerkungen über die
Reisen von Yokohama über Honolulu nach San Francisco und von da über Valpa-
raiso um das Cap Horn nach Montevideo, welche die in den betreffenden Ar-
tikeln der „Annalen etc.“ gebrachten Berichte und Notizen in einigen Punkten
ergänzen und vervollständigen. Capt. Freiherr v. Reibnitz schreibt in seinem
Uebungsberichte für 1875:
„Auf der Reise von Yokohama nach Honolulu (s. „Annalen d. Hydr.“
ete. 1875 pag. 271), welche im April in der kurzen Zeit von 24 Tagen zurück-
gelegt wurde, fanden wir bereits zwischen 40° und 42° Nord-Br. kräftig
wehende Westwinde vor, so dass wir keine höheren Breiten aufzusuchen
brauchten. Ich schnitt den Parallel von 40° Nord-Br. auf 170° West-Lg. und
wollte ferner den Meridian von 160° West-Lg. auf 34° Nord-Breite schneiden, da
ich annahm, alsdann genügend weit östlich zu sein, um mit dem Nordost-Passat nach
Honolulu herunterliegen zu können. Die Erfahrung zeigte mir jedoch, dass ich
auf den höheren Breiten noch östlicher hätte gehen sollen, da wir oberhalb des
Passats, zwischen 30° und 35° Nord-Br. SSE und SE-Winde, die mit Stärke
5 bis 8 wehten, vorfanden.
Meiner Ansicht nach muss daher ein Schiff, welches diese Reise innerhalb
der Monate Januar bis Ende April macht, 40° Nord-Br. erst auf 162° oder
160° West-Lg. verlassen, um mit dem südöstlichen Winde herunterliegen zu
können. Wir erhielten den Passat auf 30° Nord-Br. und 158° West-Lg., jedoch
hatte derselbe eine so östliche Richtung, dass wir nur gerade voll beim Winde
herunterliegen konnten und es mir daher rathsam erscheint, während der ge-
nannten Jahreszeit den Parallel von 30° Nord-Br. nicht westlicher als in
155° West-Lg. zu schneiden.
Vom Monat Mai ab nimmt der Passat eine nördlichere Richtung an,
welches wir während der Reise von Honolulu nach San Francisco (s. a. a. O.
pag, 272) zu unserem Nachtheil empfanden. Während Ende April der Wind