Untersuchungen über Sichtweite und Helligkeit der Schiffspositions-Laternen, 509
Eine Seitenlaterne mit geprefster Linse und Vorsteckscheibe; Linsen-
höhe 14 cm, Durchmesser 20 cm, Lampe mit 12“ Flachbrenner
No. 8).
Eine Seitenlaterne mit einigen geprefßten und durchgefärbten grünen
Linsen; Linsenhöhe 16 cm, Durchmesser .20 cm, Lampen mit 10“
und 14“ Rundbrenner (No. 7).
Eine kleine Seitenlaterne mit geschliffener Linse und gefärbten
Vorsteckscheiben (Torpedoboot-Laterne); Linsenhöhe 13 cm, Durch-
messer 14 cm, Lampen mit 10“ und 14“ Rundbrenner.
Zwei Seitenlaternen mit glattem gefärbten Glase (eine rothe und
eine grüne); Lampen mit 12“ Flachbrenner (No. 6a und 6b).
Grüne Seitenlaterne der Seewarte (Normallaterne N S); Linsen-
höhe 16 cm, Durchmesser 20 cm, Lampe mit 14‘ Flachbrenner.
Die zur Untersuchung gelangten farbigen Vorsteckscheiben wurden einzeln
numerirt wie in den Beobachtungen angegeben.
Beobachtungs-Kalender. Die einzelnen Abende der Beobachtungen und
die dabei betheiligten Beobachter finden sich in der hier folgenden Zusammen-
stellung.
Erster Abend, den 30. Oktober 1894. Die Mitglieder der Kommission und
Herr Peters von der Firma Peters & Bay betheiligten sich an dieser Fahrt,
bei welcher die Sichtigkeitsgrenzen von gefärbtem und ungefärbtem Lichte einer
Anzahl Laternen festgestellt wurden.
Zweiter Abend, den 1. November 1893. Die Kommission und aufserdem
die Herren Brookmann (von der Firma Hambruch & Co.) und Peters
stellten die Sichtigkeitsgrenzen von ungefärbtem Lichte und von grün gefärbtem
Lichte mittelst mehrerer Positions-Laternen fest.
Dritter Abend, den 9. November 1893. Die Kommission führte die
Beobachtungen unter Zuziehung der Herren Brookmann und Peters mit einer
Anzahl Positions-Laternen aus und stellte die Sichtweite von gefärbtem Lichte
und die relativen Helligkeiten und Färbungen in 1,3 Sm Entfernung fest.
Vierter Abend, den 11. November 1893. Die Kommission, unter Zu-
ziehung der Herren Brookmann und Peters, ermittelte die Sichtweiten von
gefärbtem Lichte bei fünf Positions-Laternen und die relativen Helligkeiten und
Färbungen in 1,2 Sm Entfernung. 4}
Fünfter Abend, den 20. November 1893. An den Beobachtungen
betheiligten sich aufser den Mitgliedern der Kommission die Herren Brookmann
und Peters, Die Untersuchungen wurden an diesem, wie am vierten Unter-
suchungsabend, auch mit elektrischem Lichte bei verschiedenen Laternen aus-
geführt, während auch Versuchsreihen mit Petroleum ausgeführt worden sind.
Sechster Abend, den 5. Dezember 1893. An der Fahrt betheiligten
sich aufser den Mitgliedern der Kommission die Herren: der Direktor der See-
warte Dr. Neumayer, der Vorsitzende des Seeamts in Hamburg Dr. 0. Gossler
und die Herren Brookmann und Peters. Es wurden mit einer Anzahl Laternen
unter Anwendung von Petroleumlicht die Sichtweiten und Helligkeiten von
grünem Licht ermittelt sowie die relativen Helligkeiten und Färbungen einer
Anzahl Laternen und Scheiben in 1,1 Sm Entfernung bestimmt. Den Abschluß
bildeten Versuche mit elektrischem Licht, um Sichtweiten und Helligkeiten mit
grünem Glase zu ermitteln. Die relative Helligkeit und Färbung wurde in
diesem Falle aus einer Entfernung von 1,7 Sm bestimmt.
Siebenter Abend, den 9. Dezember 1893. An der Fahrt und den Beob-
achtungen betheiligten sich aufser den Mitgliedern der Kommission die Herren:
der Direktor der Seewarte Dr. Neumayer, Oberst v. Hugo, Kommandeur des
31. Infanterie-Regiments (Altona), Prof. Dr. L. Weber aus Kiel und die Herren
Brookmann und Peters. Bei dieser Gelegenheit wurde eine gröfsere Anzahl
von Laternen bezw. Scheiben von grünem Licht abwechselnd unter Anwendung
von Petroleum und elektrischem Licht in einer Entfernung von 1,75 Sm aus-
geführt.
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Achter Abend, den 13. Dezember 1893. An der Fahrt betheiligten sich
außer den Mitgliedern der Kommission die Herren: der Vorsitzende des Seeamts
Ann. dä. Hyär. eto., 1895, Heft YL .