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Full text : 61, 1941

W.  Horn:  Die  astr.  Grundlagen  des  harmon.  Verfahrens  usw.

11

Aus  (11)  und  (4)  ergeben  sich  weiter  die  folgenden  später  gebrauchten  Ausdrücke,  von  denen  der  erste  die
mittlere  Anomalie  des  Mondes  ist:
s  —  pi  =  296°  6'  25f31  +  477  198°  51'23*54  T  +  44131  T 2  +  0’052  T 3 ,
(12)  s  —N  =  11°  15'  11  192  +  483  202°  D57129  T  —  0134  T 2  —  01001  T 3 ,
s  —h  =  350°  44'  33167  +  445  267°  7'17193  T  +  6fö5  T 2  +  0*007  T 8 .
Außer  dem  tropischen  Monat  haben  noch  der  wegen  der  Präzession  des  Widderpunktes  etwas  längere  siderische
  Monat  als  Dauer  des  Mondumlaufs  von  Fixstern  zu  Fixstern,  der  synodische  Monat  als  Dauer  des
Umlaufs  von  Neumond  zu  Neumond  oder  Dauer  des  Anwachsens  von  (s  —  h)  um  360  »,  der  anomalistische
Monat  als  Dauer  des  Mondumlaufs  von  Perigäum  zu  Perigäum  oder  Dauer  des  Anwachsens  von  (s  —  p^)
um  360  9  und  der  drakonitische  Monat  als  Dauer  des  Mondumlaufs  von  Knoten  zu  Knoten  oder  Dauer  des
Anwachsens  von  (s  —  N)  um  360  0  Bedeutung.  Die  Länge  dieser  Monate  ergibt  sich  nach  (11)  und  (12),  der
Einfachheit  halber  für  T  =  0,  zu
Tropischer  Monat  ....  =  27 d 321  582  —  27 d  7 h 43 m  4*7,
Siderischer  Monat  ....  =  27 d 321  661  —  27 d  7 h 43 m ll?5,
Synodischer  Monat  ...  =  29 d 530  588  =  29 d 12 h 44 ra  2?8,
Anomalistischer  Monat  =  27 d 554  550  =  27 d 13 h 18 n, 33?  1,
Drakonitischer  Monat.  =  27 d 212  220  =  27 d  5 h  5 m 35*8.
Dies  sind  mittlere  Längen;  im  Einzelfall  können  ziemlich  beträchtliche  Abweichungen  eintreten.
Für  den  Übergang  von  den  mittleren  zu  den  wahren  Koordinaten  hat  Brown  außer  den  Entwicklungen
für  die  wahre  Länge  s±  und  Breite  ß  des  Mondes  statt  einer  Entwicklung  für  die  wahre  Entfernung  des  Mondes ­
  r<r  eine  solche  für  den  Sinus  der  Parallaxe  des  Mondes  angegeben,  also  für  den  Ausdruck  sin  :i  —  a  :r  <j,
wo  a  den  Äquatorhalbmesser  der  Erde  bedeutet.  Die  Koeffizienten  dieser  Entwicklung  werden  für  gewisse
Zwecke  im  Winkelmaß  in  Bogensekunden  ausgedrückt,  indem  sie  mit  pG>  vervielfältigt  werden,  jedoch  ist
die  Parallaxe  des  Mondes  bereits  zu  groß,  als  daß  ihr  Sinus  gleich  dem  Bogen  gesetzt  werden  dürfte.  Das
konstante  Glied  der  Entwicklung  ist  daher  nicht  genau  der  zur  mittleren  Entfernung  des  Mondes  c  ^  gehörige
Wert  der  Parallaxe  10 ),  sondern  es  besteht  die  Beziehung
(13)  (sin  —  TÍj'  —  Of  157.
Wird  die  Entwicklung  für  den  Sinus  der  Parallaxe  durch  ihr  konstantes  Glied  geteilt,  so  wird  die  Entwicklung
für  das  Verhältnis  c  ^  :  r  .  erhalten.
Die  Argumente,  die  unter  den  Kosinus-  und  Sintiszeichen  in  den  drei  Entwicklungen  auftreten,  haben
sämtlich  die  Form
(14)  A  (s  —  p c )  +  B  (h  —  p 0 )  +  C  (s  —  N)  +  D  (s  —  h)
mit  ganzzahligen  kleinen  positiven  oder  negativen  Werten  der  A,  B,  C  und  D  17 ).
Es  ist  nicht  möglich,  hier  die  Brown  sehen  Entwicklungen  vollständig  oder  auch  nur  in  dem  von
D  o  o  d  s  o  n  benutzten  Umfange  wiederzugeben,  da  sie  jeweils  einige  Hundert  Glieder  mit  Koeffizienten  bis
zur  Größe  0  1  01  für  die  Länge  und  Breite  und  mit  Koeffizienten  bis  zur  Größe  0  001  für  die  Parallaxe  enthalten, ­
  von  denen  D  o  o  d  s  o  n  jeweils  102,  76  und  72  berücksichtigt.  Da  in  den  Entwicklungen  für  (si  —  s)
und  ß  nur  Sinus-  und  in  der  Entwicklung  für  sinjfj  nur  Kosinusfunktionen  auftreten,  lassen  sich  die
Formeln  nach  Brown 18 )  übersichtlich  in  Tabellenform  schreiben,  indem  jedes  Glied  nach  (14)  durch  die
vier  hintereinander  gestellten  Zahlenwerte  A  B  C  D  des  Arguments  gekennzeichnet  und  dazu  der  Koeffizient
der  trigonometrischen  Funktion  angegeben  wird.  In  der  Tabelle  1  sind  diese  Werte  bis  zur  Größe  10  "  für
(si  —  s)  und  ß  und  bis  zur  Größe  1"  für  die  Parallaxe  zusammengestellt.  Zur  Verdeutlichung  möge  hier
beispielsweise  der  Beginn  der  Entwicklung  für  sin  ?T fe  nach  Tabelle  1  ausführlich  hingeschrieben  werden:
sin  =  281233  cos  2  (s  —  h)
+  3  422f700
+  31086  cos  [(s  —  p<j)  -f  2  (s  —  h)]
+  1861540  cos  (s  —  p«)
+
Das  konstante  Glied  der  Entwicklung  beträgt  demnach  3  422  1  700;  es  enthält  bereits  den  konstanten  Teil  der
Störungen.
            
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