accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : 61, 1941

Erwin  Prager:  Der  Einfluß  einer  Flachküste  auf  Wind  und  Niederschlagsfeld

25

deutlicher  erscheinen  läßt.  Das  Bild  dieser  Karte  sieht  im  Vergleich  zu  den  anderen  wirklich  wie
zerlaufen  aus.  Die  Einbuchtungen  an  den  Flußmündungen  sind  kaum  noch  angedeutet;  dafür  hat
Helgoland  einen  so  überraschend  hohen  Wert  (40),  daß  man  fast  an  ein  Strahlungstief  über  der
Insel  glauben  möchte.  An  der  Ostküste  reicht  der  Gradient  gerade  noch  aus,  um  wenigstens  durch
die  Führung  einer,  manchmal  zweier  Isolinien  das  gewohnte  Reibungsbild  anzudeuten.
Auch  hier  erläutern  Schnitte  das  Bild.  Zunächst  der  Schnitt  1,  der  vom  Außeneider  Feuerschiff
in  Richtung  Neuwerk—Cuxhaven  landeinwärts  gelegt  war.  Allerdings  wurde  er,  da  hauptsächlich  der
Verlauf  vor  der  Küste  interessiert,  nicht  so  weit  landeinwärts  geführt.  Um  Vergleichsmöglichkeiten
zu  haben,  wurden  die  Herbst-  und  Winterkurven  der  auflandigen  und  ablandigen  Richtungen  zusammen ­
  auf  dasselbe  Blatt  gezeichnet.  Die  gestrichelte  Kurve  ist  also  dieselbe,  die  auf  dem  entsprechenden ­
  ersten  Schnitt  schon  einmal  gezeigt  wurde.  Die  ausgezogene  Kurve  ist  die  Herbst-  und
Winterkurve  der  ablandigen  Richtung,  so  daß  die  undeutlichere  Frühlings-  und  Sommerkurve  der
ablandigen  Richtung  unberücksichtigt  bleibt.

Es  zeigt  sich,  daß  die  ablandige  Kurve  ebenso  wie  die  auflandige  das  Reibungsbild  zeigt.  Der
geringeren  Strömungsgeschwindigkeit  entsprechend,  ist  die  ganze  Kurve  flacher.  Die  Vertiefung
über  Neuwerk  ist  deutlich  sichtbar.  Das  ist  eigentlich  verwunderlich,  da  der  sehr  tiefe  Neuwerk-Wert
  bei  den  Karten  für  auflandige  Richtung  durch  die  Divergenz  der  Strömung,  die  sich  durch  das
Abfließen  in  Elbe  und  Weser  ergibt,  erklärt  wurde.  Man  sollte  denken,  daß  jetzt  an  derselben  Stelle
eine  Konvergenz  zu  finden  wäre.  Daß  es  nicht  so  ist,  kann  daran  liegen,  daß  die  Strömungsgeschwin-
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.