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Volltext : 60, 1940

IV

Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seevvarte  und  des  Marineobservatoriums  —  60.  Bd.,  Nr.  2

Manuelli  und  Feruglio  haben  die  D-Tabelle  erweitert,  so  daß  sie  nach  Zehnteln  von  c? t  und  nach
ganzen  °C  fortschreitet.  Man  muß  daher  gegebenenfalls  Zehntel  und  Hundertstel  Grade  einschalten, ­
  während  dies  für  die  Hundertstel  ß o  nicht  mehr  nötig  ist,  da  die  D-Werte  engabständig ­
  genug  sind.

2.  Anordnung  der  Tabellen.
Nun  ist  es  üblich  geworden,  in  meereskundlichen  Veröffentlichungen  statt  des  Chlorgehaltes ­
  CI  °/oo  den  Salzgehalt  S  %o  anzugeben,  obwohl  dieser,  an  sich  nicht  greifbar,  nur
eine  aus  CI  abgeleitete  Größe  und  nach  Knudsen  durch  die  Gleichung
S  =  0,030  -f  1,805  0  CI  (3)
festgesetzt  ist.  Der  Salzgehalt  ist  neben  (S Q  in  der  ersten  der  Hydrographischen  Tabellen  mit
aufgeführt.
Wer  daher  aus  Temperatur  und  Salzgehalt  die  Dichte  des  Wassers  bestimmen  soll,
der  sucht  zuerst  das  zu  S  gehörende  CI  und  damit  o q ,  die  Dichte  bei  (V  C,  auf;  mit  6  und
t°  findet  man  aus  einer  anderen  Tabelle  D  und  erhält,  indem  man  D  von  6  Q  abzieht,  das  gesuchte ­
  <f.  Es  hat  nicht  an  Versuchen  gefehlt,  diesen  Weg  abzukürzen.  A.  Schumacher
entwarf  (1922)  graphische  Tafeln  auf  Millimeterpapier  zum  unmittelbaren  Ablesen  von  <j  sobald ­
  S°/oü  und  t°  C  gegeben  sind;  die  Tafeln  gestatten  eine  Schätzung  der  Hundertstel.  O.  Sund
(1926)  schlug  eine  graphische  Tafel  für  die  Ermittlung  des  spezifischen  Volumens  aus  S  und
t  vor  (2  mm  =  0,01  %o,  die  Ausführung  ist  ähnlich  dem  unten  besprochenen  Nomogramm  Abb.  3),
die  er  durch  eine  zusätzliche  Tafel  für  die  Berücksichtigung  der  Tiefe  ergänzte.  Später  (1929)
verwandte  er  ähnliche  Gedankengänge  zur  Herstellung  eines  großen  Rechenschiebers  (4'/g  m
lang),  mit  dem  man,  von  der  Bürettenablesung  ausgehend,  S,  tf o ,  und  die  Dichte  in  der
Tiefe,  sowie  das  spezifische  Volumen  finden  kann.
Ein  Nomogramm  des  Verfassers  (1927)  berücksichtigt  neben  dem  Salzgehalte  und  der
Temperatur  auch  den  Druck,  ist  aber  auf  den  Bereich  von  —2°  bis  4°  C  beschränkt.
S.  Kishindo  (1931)  gibt  eine  der  Schumacherschen  ähnliche  graphische  Tafel  mit  vergrößerter
Skala  und  verwendet  der  Deutlichkeit  halber  zwei  Farben,  was  aber  aus  drucktechnischen
Gründen  zu  Ungenauigkeiten  geführt  hat.  D.  J.  Matthews  (1932)  geht,  um  eine  Interpolation ­
  in  der  mit  wachsenden  Differenzen  fortschreitenden  D-Tabelle  zu  vermeiden,  von  D  =  —  $
aus  und  gibt  die  dazu  gehörende  Temperatur,  beides  auf  Hundertstel,  und  zwar  für  salzarmes
Wasser  (6 Q  0)  und  für  salzreiches  (t> 0  =  28).  Für  andere  tf o -Werte  muß  man  Verbesserungen
aus  besonderen  Tafeln  entnehmen,  wodurch  das  Verfahren,  das  zwar  sehr  genau  ist,  an  Einfachheit ­
  einbüßt.  Eine  ganz  kurze  Tafel  berechnete  neuerdings  R.  H.  Fleming  (1939);  sie
soll  dazu  dienen,  in  einem  Salzgehalts-  und  Temperaturschnitte  Linien  gleicher  cr t  zu  ziehen;
er  gibt  für  eine  Reihe  runder  Werte  die  zusammengehörigen  Wertepaare  S  und  t.
Der  Wunsch,  aus  dem  Salzgehalte  und  der  Temperatur  möglichst  ohne  Umwege  ö,
zu  ermitteln  und  gewisse  Unsicherheiten  zu  vermeiden  (s.  S.  V),  bewog  den  Verfasser,  die
nachstehende  Tabelle  aufzustellen.  Ihr  Hauptteil  S.  14  bis  S.  45,  der  die  am  häufigsten  vorkommenden ­
  Salzgehalte  von  30%o  bis  38%o  enthält,  schreitet  nach  Hundertstel  %o,  und,  wie
auch  die  Knudsensche,  nach  ganzen  Graden  fort.  Das  Interpolieren  der  Zehntel,  und,  wo
nötig,  der  Hundertstel  Grade,  läßt  sich  im  Kopfe  mittels  der  beigegebenen  Einschalttafeln
            
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