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Full text : 60, 1940

Johanna  W  robel:  Das  Klima  von  Katalonien  und  der  Provinz  Castellón  auf  Grund  der  spanischen  Wetterbeobachtungen  usw.  H

Erst  an  der  Mündung  von  Rambla  und  Mijares  wächst  der  Küstensaum  zum  weiten  „Küstenhof“  von  Castellón ­
  de  la  Plana  an.  Die  Ebene  von  Castellón  reicht  vom  Desierto  de  las  Palmas  im  Norden  bis  zum
Hügelland  von  Almenara  im  Süden.  Im  Hinterland  dieses  Küstengebietes  zwischen  Ebro  und  Paláncia
treffen  die  Ketten  des  Iberischen  und  Katalanischen  Gebirges  aufeinander  und  bilden  das  Bergland  des
Maestrazgo.  Dieses  besi^t  in  seinem  nordöstlichen  Teil  noch  größere  Ebenen,  während  im  südwestlichen  Abschnitt ­
  das  Gebirgsland  mit  Tafelbergen  und  Kegelgipfeln  sich  erhebt  (Peñagolosa:  1813  m,  Muela  de  Ares:
1319  m).  Cenia,  Monlléo,  Mijares  und  Paláncia  fließen  in  tief  eingesehnittenen  Tälern  zum  Mittelmeer.  Am
Oberlauf  des  Paláncia  liegt,  von  Bergen  eingeschlossen,  die  Hochebene  von  Barracas,  weiter  flußabwärts
folgt  zwischen  den  senkrecht  zur  Küste  streichenden  Ausläufern  der  Sierra  de  Javalambre  das  Becken  von
Segorbe.  Hier,  im  äußersten  Südwesten,  geht  das  untersuchte  Gebiet  in  die  Küstenlandschaft  von  Valencia
und  in  die  Bergregionen  von  Teruel  über.
Ich  fasse  noch  einmal  zusammen:  Das  gesamte  Gebiet  ist  zum  größten  Teil  Gebirgsland.  Die  höchste
Massenerhebung  besitzt  der  die  nördliche  Naturgrenze  bildende  Wall  der  Pyrenäen-  und  Sierrenzone.  Dann
folgt  die  Katalonische  Binnenkette,  die  sich  südwestlich  des  Ebro  mit  den  Gebirgen  des  Iberischen  Systems
vereinigt.  Gegen  das  Mittelmeer  hin  trennt  nordöstlich  des  Ebro  das  Katalonische  Längstal  die  Küstenerhebungen ­
  vom  Hauptgebirgszug.  Küstenparallele  Höhen  setjen  sieh  auc h  südwestlich  des  Ebrodeltas  fort.
Größere  Tiefenzonen  sind  im  W  die  zum  Ebrobecken  gehörenden  Gebiete  der  Provinz  Lérida,  und  nach  NE
hin  fügen  sich  dem  Innenrand  des  Katalonischen  Gebirges  die  Hochlandregionen  von  Manresa  und  Vieh  ein.
Im  NE  greift  am  Mittelmecr  die  Tiefenzone  des  Ampurdan  weit  gegen  das  Gebirge  vor  und  steht  mit  dem
Katalonischen  Längstal  in  Verbindung.  Weiter  südwestwärts  bietet  die  mediterrane  Küste  nur  noch  im
Llobregat-  und  Ebrodelta  und  dann  an  der  Ostabdachung  des  Maestrazgo  zwischen  den  einzelnen  Küstengebirgen ­
  breiter  sich  ausdehnende  Ebenen.
Die  Grenzen  des  untersuchten  Gebietes.
Im  Norden  erstreckt  sich  das  Untersuchungsgebiet  bis  zur  spanisch-französischen  Grenze.  Die  östliche
und  südöstliche  Begrenzung  wird  vom  Mittelmeer  gegeben.  Im  SW  wurde  die  Provinz  Castellón  mitbehandelt,
weil  sie,  geographisch  gesehen,  noch  zur  Landschaft  Katalonien  zählt.  Vom  kontinentalen  Bereich  im  Westen
sind  die  aragonisehen  Provinzen  bereits  in  der  Parallelarbeit  von  R.  Schmitt  (85)  untersucht  worden,  an  die
ich  hier  Anschluß  nehme.  Die  katalonische  Provinz  Lérida  wurde  somit  in  die  vorliegende  Arbeit  mit  einbezogen, ­
  obwohl  große  Teile  dieser  Provinz  dem  Klimagebiet  Aragoniens  angehören.

Erster  Hauptteil.
Die  einzelnen  klimatolo.gischen  Elemente.
I.  Die  Hydroineteore.
Die  räumliche  Verteilung  der  Niederschläge.
Durch  Reduktion  auf  die  20jährige  Normalperiode  habe  ich  die  Jahresmittel  für  die  pluviometrischen
Stationen  erhalten  (Tabelle  II).  Mit  diesen  Werten  wurde  unter  Berücksichtigung  der  Oberflächenformen
die  Isohyetenkarte  entworfen.  Da  das  zu  untersuchende  Gebiet  ein  sehr  vielgestaltiges  Relief  aufweist,  muß
beim  Zeichnen  der  Isohyeten  auf  die  Geländeverhältnisse  geachtet  werden.  Angot,  Hellmann  und  Semmelhack ­
  (74,  15)  zogen  die  Isohyeten  nur  nach  den  errechneten  Niederschlagswerten.  Während  Patxot  den  Isohypsen ­
  schon  großen  Wert  beimißt,  vernachlässigt  das  Febrer  im  „Atlas  Pluviometrie  de  Catalunya“.  Marcel
Chevalier  spricht  in  seiner  „Geografia  Fisica  de  Catalunya“  im  Abschnitt  „L’Atmosfera  i  el  Clima“  immer
wieder  von  der  „Cresta  pluvio-geo-topografica“  und  betont,  daß  sich  die  Isohyeten  an  die  Konturen  dieses
„pluvio-geo-topographischen  Reliefs“  halten  (17,  214).
Gaussen  (47)  hat  in  seinem  Werk  eine  Karte  des  jährlichen  Niederschlages  für  die  östliche  Hälfte  der
Pyrenäen  veröffentlicht.  Darin  wird  für  das  von  mir  untersuchte  Gebiet  die  mittlere  jährliche  Niederschlags ­
            
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