Gerhard Schumacher: Das Klima Südkoreas auf Grund der japan. Wetterbcobachtg. der Jahre 1914 bis 1933 59
schon wieder ein Druckgefälle vom Festland zum Meer bemerkbar. Dieser Jahreszeitenwechsel ist recht markant,
meist hören nach heftigen Herbststürmen und Taifunen die Sommerregen auf, und dann beginnt der kalte, trockene
Wintermonsun. Im Oktober beträgt der Druck im Kern des Festlandshochs 770 mm, der Kern des Meeresminimums
752 mm. Von den 14,9 Mwx-Tagen sind schon 4,0 Mwx , -Tage stark winterlich ausgeprägt. Nur noch schwache,
südlich an Quelpart vorüberziehende Taifune bringen neben 8,1 Tx 2 -Zyklonentagen (darunter aber 3,1 T(a, b) 2 -
Wetterlagen, die keinen Niederschlag bringen) relativ geringe Regenmengen. Im November wird das Festlandshoch
noch stabiler: 774 mm mittlerer Druck und 6,2 Mwx t -Wetterlagen. Im Dezember werden die Niederschläge wie
in den anderen beiden Wintermonaten äußerst gering, da die Häufigkeit der Zyklonen mit 5,2 Tagen das Minimum
im Jahresgang erreicht. Das Baikalhochdruckgebiet weist durchschnittlich 776 mm und das Meeresminimum
752 mm auf.
5. Die Gliederung Südkoreas in Klimaprovinzen und -gebiete wird bedingt durch den Nord-Süd-Anstieg der
Temperatur im Winter, die thermischen Gegensätze zwischen E- und W-Küste und die orographischen Verhältnisse.
Auch die einzelnen Zyklonenbahnen (siehe Seite 28) beeinflussen die 7 Klimaprovinzen recht verschieden. Tao- und
Tb 2 -Wetterlagen bringen meist für Gesamtsüdkorea keinerlei Niederschläge, Tc 2 -Tage erzeugen nur an der Ostküste
reichliche Niederschläge, schon auf den Westrand der Hauptkette sind sie ohne Einfluß. Td 2 -Zyklonen spenden
besonders der Westküste beträchtliche Niederschlagsmengen, ihre Intensität nimmt nach Osten hin ab, so daß der
östliche Teil der Beckenprovinz am wenigsten Niederschlag erhält. Te 2 -Zyklonen beeinflussen Südkorea ziemlich
gleichmäßig, während Tf 2 -Zyklonen im allgemeinen hauptsächlich Quelpart und dem äußersten Süden des Fest
landes die größten Tagesbeträge an Niederschlag bringen. Quelpart unterscheidet sich besonders durch höhere
Wintertemperaturen und größere winterliche Niederschläge vom gesamten Festland.