accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 59, 1939

54 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobservatoriums — 59. Band, Nr. 2 
Die Wetterlagentabelle des Februar 1932 weist eine Tco-Wetterlage als regenbringend auf neben 4 Tf 2 - 
Wetterlagen. Die E-Küste empfängt in diesem Monat Niederschläge über dem Durchschnitt, die W-Küste dagegen 
nur etwa den 9. Teil des E-Küstenbetrages, der unter dem Mittelwert liegt. 
Nach der Wetterlagentabelle des Februars 1930 bringen 4 Tc 2 - und 2 Td 2 -Wetterlagen den winterlichen 
Niederschlag. Der Niederschlagsbetrag der E-Seite ist wieder bedeutend größer als der der W-Seite, diesmal liegen 
aber beide Beträge über dem jeweiligen Durchschnitt. 
Zum Teil bringt auch der N-Monsun selbst den winterlichen Niederschlag, da er das Japanische Meer über 
quert und dann schräg auf das winterkalte Gebirge aufsteigen muß. 
Der weitere Vergleich von Taisen und Tyokiko lehrt, daß die Hauptsommermonatszahlen wieder recht ver 
schieden sind: der W erhält im Juli 236%o (261,6 mm) und der E 168% 0 (159,3 mm) des Jahresniederschlags. Die 
Gesamtzahl der drei Sommermonate beträgt im W 546% 0 (605,2 mm), im E dagegen 426%o (404,5 mm). Wie 
schon angedeutet, haben sich die Ta^ und Tb (-Taifune an der E-Küste nach der Überquerung der Halbinsel stark 
verflacht und bringen hier nicht mehr maximale Regenmengen. Als Beispiel sei der August 1933 herausgegriffen. 
1 Tc 2 -, 2 Td 2 -, 1 Te 2 -Zyklonentage neben 4 Th j-Taif untagen erzeugten folgende Regenmengen: an der E-Küste in 
Eitokü 158,3 mm, Tyokiko 107,7 mm, Keisyü 152,1 mm; an der W-Küste dagegen in Zuisan 279,7 mm und in 
Taisen 211,7 mm. 
Da die Zahl der Niederschlagstage annähernd gleich ist, muß die Niederschlagsintensität an der E-Küste im 
Januar größer und im Juli kleiner sein; folgende Gegenüberstellung zeigt dies: Tyokiko im Januar 6,6 mm und 
im Juli 14,5 mm; Taisen im Januar 4,0 mm und im Juli 24,0 mm. 
Zieht man den Vergleich zwischen E- und W-Küste auch in bezug auf die Temperatur, so ist festzustellen, 
daß Stationen derselben geographischen Breite in E eine um 1° höhere Jahrestemperatur haben. In Tyokiko liegt 
die mittlere Augusttemperatur um 1,6°, die mittlere Januartemperatur sogar um 3,0° höher als in Teisen. Der 
Winter ist also an der E-Küste viel gemäßigter. Das zeigt sich auch an der relativ kleinen Jahresamplitude von 
23,5° in Tyokiko; Hökö, mehr im Innern gelegen, weist eine Amplitude von 25,3° auf, die aber noch bedeutend 
geringer ist als die von Taisen mit 28,1°. Der schon mehrfach hervorgehobene Unterschied in den Oberflächen 
temperaturen des Gelben Meeres und des Japanmeeres ist für die Temperaturunterschiede der E- und W-Küste ver 
antwortlich zu machen. Das relativ tiefe Japanmeer kühlt sich im Januar nicht so stark ab wie das Gelbe Meer. 
Die Januartemperatur der küstenfernen Station Keisyü zeigt mit —0,2° gegenüber der Küstenstation 
Tyokiko die Zunahme der Kontinentalität, doch ist dieser Wert an der E-Küste noch um 2° höher als in Rinpi. 
Da die Augusttemperatur annähernd gleich ist (26,6°), differiert die jährliche Amplitude um 2°. Sie ist in Keisyü 
schon um 3,3° höher als unmittelbar an der E-Küste. Ebenso ist die tägliche Amplitude im Innern größer als an 
der Küste, sowohl im Winter wie im Sommer werden durchschnittlich 10° gemessen. 
ln Keisyü wurde im Juli 1922 die enorm hohe Temperatur von 42,0° und im Januar 1923 die tiefe Tem 
peratur von —16,2° (in Eitokü im Januar 1931 sogar —17,0°) gemessen. Die Differenz dieser extremen Tempe 
raturen liegt etwas über dem Mittelwert Südkoreas. 
Zur Ergänzung sei folgendes erwähnt: Die Te 2 -Zyklone am 13. März 1930 war so stark ausgebildet, daß in 
Eitokü der höchste Tagesbetrag des ganzen Jahres mit 73,9 mm fiel (März-Mittel 55,9 mm aller 31 Tage zu 
sammen!), in Hokö fielen 83,2 mm (März-Mittel 37,3 mm!). Übertroffen wurde dieser Betrag noch durch eine 
sommerliche Te 2 -Zyklone, diese brachte in Eitokü am 28. Juni 1929: 137,0 mm (Monatsmittel 113,8 mm), in Keisyü 
203,0 mm (Monatsmittel 143,3 mm) und in Tyokiko 156,0 mm (Monatsmittel 117,8 mm). 
2. Die südlichen Stationen: Urusan, Vrusaki,Torai, Rydsan. 
Dieses Gebiet ähnelt in bezug auf die Niederschlagsverhältnisse schon stark der S-Küste. Die Küsten 
stationen weisen hier bereits einen höheren Jahresbetrag auf als die mehr im Innern gelegenen Stationen: Urusaki 
1245 mm und Urusan 1194 mm. Die extremen Jahresniederschläge betragen in Urusaki im Jahre 1933: 1778 mm 
(hervorgerufen durch 10 Tc 2 -, 3 Te 2 -, 20 Tf 2 -, 11 Tb r , 7 Td 1 -Wetterlagen neben 4 Ta L -, 14-Td 2 -Tagen!) und im 
Jahre 1917: 734 mm; das ist eine Schwankung um +42 und —41% des Mittelwertes. 
In Ryosan sind der Dezember und der Januar als durchschnittlicher Trockenmonat zu bezeichnen, wenn 
auch in den 18 Beobachtungsjahren 7 Oktober, 9 November, 12 Dezember, 11 Januare, 9 Februare, 4 Märze und 
1 April alsTrockenmonate erkennbar sind. In der Niederschlagstabelle des Dezember 1930 wurde absolut kein 
Niederschlag registriert, im Dezember 1922 nur 0,6 mm und im Dezember 1917 nur 1,1 mm. Daß trotzdem der 
Durchschnittsbetrag nur um 3,8 mm unter 30 mm liegt, erklärt sich aus den enorm hohen Beträgen anderer Dezember
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.