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Volltext: 59, 1939

Gerhard Schumacher: Das Klima Südkoreas auf Grund der japan. Wetterbeobachtg. der Jahre 1914 bis 1933 49 
Kokusan-tö . . 21,4 mm (Mittel 40,0) und +2,9° (Mittel +3,7°) 
Gyoryu-to . . 9,4 „ ( „ 28,1) „ —0,9° ( „ +0,3°) 
Tyati-to ... 9,4 „ ( „ 30,1) ,, +1,4° ( „ +2,3°). 
Interessant sind insbesondere die Wetterverhältnisse des April 1928 auf folgenden beiden Stationen. Der 
Monatsniederschlag beträgt in Eisanpo 93,5 mm, in Rasyü 135,9 mm. Die Wetterlagentabelle zeigt an den regen 
bringenden Tagen ausschließlich 8 Tf 2 -Wetterlagen. Die Aprilbeträge von 1928, die etwas über dem Durchschnitts 
wert liegen, müssen also diese Tf 2 -Zyklonen gebracht haben. Daß dieselben stark ausgebildet waren, beweist der 
Monatsniederschlag von Saisyü mit 188,7 mm. Will man die Aprilwerte der nördlichen W-Küste in Betracht ziehen, 
so muß man erwarten, daß sie recht gering sind. Diese Vermutung wird durch folgende Angaben bestätigt: 
Kosyü 2 verzeichnete im April 1928: 5,6 mm und Tosin 25,8 mm. Im allgemeinen, insbesondere im Sommer, in 
dem das Land relativ warm ist, bringen Tf 2 -Zyklonen auch der südlichen W-Küste keinen nennenswerten Nieder 
schlag. Das beweist z. B. der Juni 1931 mit seinen 7 schwach entwickelten Tf 2 -Zyklonen, der Monatsbetrag von 
Eisanpo beträgt nämlich nur 69,0 mm (Mittel 189,3 mm) und in Rasyü 69,3 mm (Mittel 202,0 mm). Stark aus 
gebildete Tf 2 -Frühjahrszyklonen erzeugen dagegen im S noch beträchtliche Niederschläge, im N jedoch 
absolut keine. 
In Moppo werden auch die anderen meteorologischen Daten gemessen. Das durchschnittliche Maximum der 
relativen Feuchtigkeit von 85,3% erreicht der Juli (auch in allen Jahresreihen), das durchschnittliche Minimum 
der März mit 70,0%. Der Juli weist gleichzeitig das Maximum des Bevölkungsgrades mit 7,7 auf, der Oktober das 
Durchschnittsminimum mit 5,1. Den größten Prozentsatz der möglichen Sonnenscheinstunden erreicht der Oktober 
und den geringsten Betrag der Dezember, der aber wenig größer als der Juliwert ist. Die starke Bewölkung und die 
hohe relative Feuchtigkeit verraten die Nähe des Meeres. 
Von November bis zum März kann man in Moppo mit 36 Schneetagen rechnen, davon entfallen auf den 
Januar 13 Tage; im kalten Januar 1933 sogar 18 Schneetage, im warmen Januar 1916 dagegen nur 5. 
II. Die Mittelkette. 
Wie schon im klimatographischen Teil erwähnt, fehlen in Südkorea Höhenstationen fast vollständig, nur 
Teisen liegt 253 m und Naizyö 280 m hoch. So ist es unmöglich, diese Klimaprovinz exakt darzustellen. 
Zwischen dem Hakkwazan- und dem Minsyusizan-Gebirge berühren sich fast zwei Quertäler von E und W, 
so daß diese Linie als Scheidelinie des nördlichen und südlichen Teiles der Mittelkette gelten kann, denn gleich 
zeitig ist diese Linie ungefähr identisch mit der auf den Meeresspiegel reduzierten 12°-Jahresisotherme. Da die 
sommerlichen Regengüsse nicht vom Monsun selbst, sondern von Zyklonen und Taifunen gebracht werden, zeigt die 
sommerliche Niederschlagshöhe des Gebirges keine Abhängigkeit von der Exposition in bezug auf den Monsun 
(Lit. Nr. 23, 28). Bei den von W oder SW kommenden Tiefdruckwirbeln der Bahnen Td 2 und Te 2 fallen die 
Regenmengen zu allen Jahreszeiten. 
1. Der nördliche Teil: Teisen 253 m, Naizyo 280m, Tanyö 129 m, Tyusyü 190 m, Bunkei 175 m. 
Die am westlichen Rand gelegenen Stationen erhalten einen durchschnittlichen Niederschlagsbelrag unter 
1100 mm. Die Stationen am östlichen Gebirgsrand empfangen noch weniger Niederschlag. Man kann annehmen, 
daß ungefähr die 1100-mm-Jahresisohyete mit der 200-mm-Isohypse zusammenfällt, und daß gemäß dem pluvio- 
metrischen Höhenkoeffizienten in 500 m Höhe mit einem Jahresdurchschnittsbetrag von 1400 mm und in 1000 m 
mit einem Betrag von 1900 mm gerechnet werden kann. Im durchschnittlichen Niederschlagsjahresgang fällt das 
Monatsminimum auf den Januar oder Februar, das Monatsmaximum auf den Juli. Die Zahl der Niederschlagstage 
schwankt zwischen 88 und 107. Am W-Rand hat jeder Monat mindestens 7 Niederschlagstage (der Juli 13 bis 14), 
am E-Iland dagegen im Winter nur 5 Tage. 
Mit Ausnahme von Teisen, der nördlichsten küstenfernsten Station des Arbeitsgebietes, liegt die durch 
schnittliche Jahrestemperatur dieses Gebietes um 11°, in 500 m Höhe kann man mit einer Jahrestemperatur von 
8° und in 1000 m Höhe von 5° rechnen. Teisen erreicht mit 10,3° die tiefste Jahrestemperatur auf dem Festland 
von Südkorea überhaupt. Die Januartemperatur beträgt an dem W-Rand etwa —4°, am E-Rand ist sie etwas höher; 
dem thermischen Höhengradienten gemäß beträgt sie in 500 m Höhe —7° und in 1000 m Höhe —10°. Teisen 
bildet mit —5,9° wieder eine Ausnahme. Im August herrscht in Gebieten unter 200 m überall eine Temperatur 
von 26,3°, so daß in 500 m Höhe 24° und in 1000 m Höhe 21° angenommen werden können. Die jährlichen 
Amplituden der Temperatur sind in Teisen und Tyusyü mit 31° am größten von allen südkoreanischen Stationen.
	        
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