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Full text: 59, 1939

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobservatoriums — 59. Band, Nr. 2 
Taikyü 40,9 mm (42,0 mm). Diese Tagesbeträge, die nicht nur im Oktober 1927 maximal sind, sondern überhaupt 
maximale Oktobertageswerte darstellen, sind also annähernd gleich dem durchschnittlichen Gesamtniederschlag. 
Gleichzeitig brausten mächtige Stürme; die für Saisyü aufgezeichnete Windstärke dieses Tages beträgt 17,2 m/Sek. 
aus SSW-Richtung. 
Ganz andere Verhältnisse herrschten z. B. im recht trocknen Oktober 1931: der maximale Niederschlagsbetrag 
eines Tages beträgt in Moppo nur 9,3 mm (Monatsniederschlag 11,7 mm), in Ilusan 9,7 mm (Monatsniederschlag 
12,1 mm), in Taikyu 0,3 mm (Monatsniederschlag 0,8 mm), in Zensyü 6,6 mm (15,5 mm) und in Saisyü 1,5 mm 
(1,7 mm!). 
Die höchsten Monatstemperaturen werden, genau wie in den schon besprochenen Wintermonaten, bei 
Zyklonenwetterlagen verzeichnet. Die tägliche Temperaturdifferenz ist beim Vorübergang einer Zyklone oder bei 
längerem Andauern einer H-Wetterlage am größten. Am 4. 10. 1926 bricht eine Zyklone in das Korea um 
schließende Hochdruckgebiet auf der Bahn b ein und ruft innerhalb eines Tages eine Temperaturdifferenz in Saisyü 
von 13,4°, in Moppo von 13,1°, in Husan von 15,1°, in Zensyü von 17,7° und in Taikyü von 20,8° hervor. Bei 
der noch seltenen starken Ausprägung des Festlandshochdruckgebietes strömen die kalten Luftmassen über Korea 
und rufen die Minima der Monatstemperatur hervor. Gleichzeitig sind die Windstärken dann recht beträchtlich. 
Die bei einem Zyklonendurchgang gemessenen Windstärken sind aber in diesem Monat noch größer. 
Die schönen Tage des Oktobers lassen sich fast immer damit erklären, daß sich über der Halbinsel ein 
eigenes Hochdruckgebiet ausbreitet. Die Durchschnittszahl dieser wolkenlosen und windstillen Tage erreicht mit 
5,8 Tagen ihren Maximalwert. 
12. November. 
Die mittleren Monatstemperaturen sinken weiter ab, liegen jedoch noch über dem Gefrierpunkt. Nur die 
mittleren täglichen Minimaltemperaturen liegen bei 7 Nordstationen unter 0°. In bezug auf den Niederschlag 
ist der November ein echter Wintermonat, in 8,6% aller Jahresreihen entfielen die minimalen Monatsniederschläge 
auf ihn. Im Norden und in der Mitte Südkoreas kann man schon mit 1 bis 2 Schneetagen rechnen. 
Das sibirische Maximum wird stabiler, der durchschnittliche Druck des Kerns ist von 770 mm auf 774 mm 
gestiegen. Die Durchschnittszahl der 6,2 Tage mit stabiler MwX}-Wetterlage ist größer als im Oktober. Dagegen 
nimmt die Zahl der H-Wetterlagen und die Häufigkeit der Beeinflussung durch Zyklonen ab. Die einzelnen Iso 
baren liegen wieder konzentrisch um den Festlandskern, so daß Korea sich zwischen der 768-mm- und 766-mm-Iso- 
bare befindet. Die Isobaren liegen also viel enger als im Vormonat. Die 764-mm- und die 762-mm-Isobare hatten 
im Oktober noch den Abstand von Vladivostok bis Tokyo, jetzt tangieren beide Isobaren die beiden Außenküsten 
der japanischen Inseln. Andererseits ist auch das Meerestief näher herangerückt. Die 758-mm-Isobare umrahmt 
das ganze Beringmeer. Diesem stärkeren Gradienten entsprechend sind auch die Durchschnittswindstärken größer 
als im Vormonat. Das Pazifikmaximum ist wieder ohne Wirkung auf Korea und hat sich um 3 bis 4 Grad weiter 
nach Osten verschoben. 
Alles, was für die schon behandelten Wintermonate gesagt ist, läßt sich für den November im Prinzip 
wiederholen. 
Die Typentabelle* eines feuchten (1928) und eines trockenen (1932) Novembers sei angegeben; die Tem 
peratur liegt beide Male um den Mittelwert. 
Mwx H Ta 2 Tb 2 Tc 2 Td 2 Te 2 Tf 2 
1928 ...12 5 1 4 1 1 1 3 
1932 ... 18 4 4 1 0 0 0 2 
Die folgenden Zahlen geben für beide Jahre die jeweils größte Regenmenge eines Tages an: Saisyü 55,1 und 
12,2 mm, Moppo 22,3 und 8,6 mm, Husan 41,3 und 2,5 mm, Zensyü 17,5 und 5,7 mm, Taikyü 16,9 und 1,7 mm. 
Für die maximalen Windstärken sind jetzt schon wieder hauptsächlich die Mwa r und Mwc,-Wetterlagen ver 
antwortlich zu machen. In den Jahren ohne Ausbildung eines starken Hochdruckkernes sind jedoch Tage mit 
maximaler Windstärke den Tx 2 -Tagen zugeordnet. Daß diese Windstärken dann aber niedriger sind als die ersteren, 
soll folgende Gegenüberstellung beweisen: 
Die Niederschlag bringenden Typen sind dabei durch Kursivdruck ihrer Häufigkeitszahlen kenntlich gemacht.
	        
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