accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 59, 1939

Gerhard Schumacher: Das Klima Südkoreas auf Grund der japan. Wetterbeobachtg. der Jahre 1914 bis 1933 17 
wurde aus korrespondierenden Jahren der Mittelwert neu errechnet, da, wie in der Literaturbesprechung erwähnt, 
das Werk ungleiche Jahresreihen benutzt), errechnete ich, daß der Niederschlag bei einer Höhenzunahme von 
100 m um etwa 100 mm wächst. Dieser Wert kann natürlich nur ein ungefährer Anhalt sein. Gerissene Linien 
deuten auf den wahrscheinlichen Verlauf der Isohyeten hin, deren Werte aber, wie gesagt, noch nicht eindeutig 
durch Beobachtungsreihen festliegen. 
Die Auswertung der Tabelle XII und der Karte X ergibt die räumliche Verteilung der jährlichen Nieder 
schlagsmenge. 
Der Verlauf der Jahresisohyeten sei zunächst auf dem Festland betrachtet. Es fallen sofort die beiden 
1100-mm-Isohyeten auf. Die eine verläuft nahe der Westküste nach Süden, dann in weitem Abstand der Südküste 
parallel zur Ostküste, tritt hier an der Grenze Keisyü-nando gegen Keisyü-hokudo aufs Festland, folgt dieser Linie 
bis zur Hauptkette und zieht dann am Ostrand dieses Gebirges nach Norden. Die 2. 1100-mm-Isohyete setzt im 
Norden bei Tyüsyü ein, begleitet den Westrand der Mittelkette nach Süden bis Eidö, biegt dann nach Osten um 
und verläuft jetzt östlich der Mittelkette nach Süden bis Syonei, um dann dem Westrand der Hauptkette nach 
Norden zu folgen. Zwischen den beiden Isohyeten liegt also im Westen ein Gebiet größerer jährlicher Nieder 
schlagsmengen. Der Nordosten bildet dagegen ein Gebiet geringerer Niederschlagsmenge. Sieht man von den 
Gebirgen ab, so verlaufen die 1100-mm-, 1000-mm und 900-mm-Isohyeten im Nordosten fast konzentrisch zuein 
ander, nur mit Verlagerung des Mittelpunktes weiter nach Osten. Die 900-mm-Isohyete zerfällt in zwei Teile, in 
denen die niedrigsten Werte an Niederschlag gemessen werden: Teisen mit 888 mm und Seiyo mit 852 mm. In 
der Hauptkette ist gemäß dem pluviometrischen Höhenkoeffizienten in 500 m Höhe ein Jahresniederschlagsbetrag 
von 1400 mm anzunehmen. 
Das Gebiet im Westen zwischen den beiden 1100-mm-Isohyeten kann man wieder in zwei sich recht ähnliche 
getrennt denken: der Nordwesten und der Süden. Der Nordwesten zeigt nicht wie der Nordosten eine Abnahme, 
sondern eine Zunahme der Niederschläge zum Innern. Um Kösyü, Huyö, Kosan zieht die 1300-mm-Isohyete. 
Im Süden verlaufen die Isohyeten wieder in konzentrischer Anordnung mit einer Zunahme der Nieder 
schlagsmenge zum Innern. Um die Mittelkette, noch in der Ebene, zieht die 1300-mm-Isohyete. Um Työsyo, 
Tanyo, Kokuzyo liegt ein Gebiet, das über 1300 mm Jahresniederschlag erhält. Ein Unterschied in der Regen 
menge der Ost- und Westseite der Mittelkette tritt nicht zutage. Konzentrisch ordnen sich dann die weiteren 
Isohyeten zum Kamm der Kette an. Da die 1300-mm-Isohyete etwa in Höhen bis zu 200 m verläuft, ist die 
1600-mm-Isohyete in 500 m Höhe und die 2100-mm-Isohyete in 1000 m Höhe wieder rein deduktiv konstruiert. Der 
äußerste Süden zeigt Niederschläge von 1400 bis 1500 mm. Um Katö liegt das Maximum mit 1564 mm. 
Im Süden von Quelpart verläuft die 1200-mm-Isohyete und im Norden die 1400-mm-Isohyete. Die Zunahme 
zum Innern kann als gleichmäßig angenommen werden, gemäß der konzentrischen Anordnung der Isohypsen. 
Die West- und Südwestinseln erhalten geringere Niederschläge als das benachbarte Festland; der Süd 
westen empfängt größere Beträge als der Nordwesten. 
Kakureppi-to 860 mm 
Kokusan-tö 1122 mm 
Es muß aber besonders betont werden, daß der Betrag der Jahressumme in den einzelnen Jahren für alle Stationen 
recht verschieden ist. Praktisch sind diese Unterschiede in der Jahresraenge von großer Bedeutung. Von einigen, die 
verschiedenen Klimaprovinzen kennzeichnenden Stationen habe ich deshalb die Schwankung des Jahresniederschlags 
errechnet. Die Prozentabweichung der einzelnen Jahresbeträge vom Mittelwert erreicht erhebliche Beträge. Meist ist 
die Prozentzahl des Maximums größer als die des Minimums. Der maximale Wert betrug im übernassen Jahre 
1916 z. B. 90% des Mittelwerts in Rinpi! In übertrocknen Jahren kann der Betrag um 57% unter den Mittelwert 
sinken. Betrachtet man Südkorea als Ganzes, so kann man 1915, 1924, 1932 als recht trockne Jahre, 1916 und 1933 
dagegen als recht niederschlagsreiche Jahre bezeichnen. Auf die örtlichen Verschiedenheiten in bezug auf Extrem 
wertgröße und Extremjahr einzugehen, bleibt dem regionalen Teil dieser Arbeit überlassen. 
b) Der jährliche Niederschlagsgang. 
Die Auswertung der Tabelle XIII ergibt die zeitliche Verteilung der Niederschläge. Die durchschnittlichen 
Monatswerte des Niederschlags der Nichtnormalstationen wurde nach derselben Station reduziert wie die durch 
schnittlichen Jahressummen. Da die durchschnittliche Jahressumme der einzelnen Stationen verschieden groß ist, 
wurden die Monatsmittel in pro Mille der Jahressumme ausgerechnet und in Tabelle XIV wiedergegeben, um die
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.