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Full text: 59, 1939

Martin Rod e w a 1 d : Das Dreimasseneck als zyklogenetischer Ort. 
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Da die Zyklogenesen bzw. Zykloneiivertiefungen fast nur 
auf dem östlichen Ast der horizontalen Dehnungsachse 
Stattfinden, würde hierdurch die Region im weiteren Osten 
von Kap Hatteras als zyklogenetisch herausgehoben. Indem 
nun die über Labrador — Neuschottland aufs Meer hinaus 
gehende Kaltluft troposphärisch sicherlich meist kälter ist als 
die weiter südwestlich strömende Polarluft und indem sie ihre 
Temperatur über dem zunächst überwehten Kaltwassergebiet 
nur in geringem Maße erhöht, dürfte die Frontalzone der Ab 
bildung 17 vielfach noch östlich von dem neutralen Punkt 
am schärfsten werden. Deshalb wird sie mehr für die Zyklonen 
neubildungen südöstlich Neufundland zählen als für 
die bei Kap Hatteras. 
Wichtig für die Hatteras-lVeubildungen ist nur die Existenz 
dieser bei Florida gelegenen Frontalzone überhaupt, und 
wir werden später sehen, daß sie bei den dortigen Dreimassen- 
eck-Bildungen weiter westlich am schärfsten wird 
und daß der neutrale Punkt dann entsprechend nach Westen verschoben ist. 
Wie die Lage der Aktionszentren und ihre Ausdehnung, so wäre Ietjtlieh auch die Lage dieses fronto- 
genetischen Deformationsfeldes „orographisch bedingt“ in dem Sinne, wie es Raethjen (18, S. 386/387) 
dargestellt hat. Nach ihm würde hier die vertikale Dehnung das Primäre sein gegenüber der horizontalen 
Schrumpfung (Heizwirkung des Golfstroms). 
3. Zirkulationsmäßige Vorbedingungen für das Dreimasseneck bei Florida 
Die Untersuchung einer Sturmtiefbildung südwestlich der Azoren (4) hatte die Lage ergeben, deren 
wesentliche Züge in Abbildung 18 noch einmal dargestellt sind. (Sie entspricht fast genau der geschilderten 
Oktoberlage von 1932, nur ist das ganze System nach Süden verschoben.) 
Abb. 18: Lage vor der Sturmtiefbildung südwestlich Abb. 19: Präsumtivbild für die Dreimasseneck-Konstellation südlich 
der Azoren vom 9. Oktober 1903 Kap Hatteras 
Aus dem damaligen Befund wurde folgendes geschlossen, ehe eine Hatteras-Zyklogenese untersucht 
war: Wenn man das System der Abbildung 18 westwärts verschiebt, bis das Dreimasseneck (D.) — etwa in 
derselben Breite -— südlich Kap Hatteras zu liegen kommt, so würde sich diese neue Lage viel besser in 
die „normale“, geographisch bedingte winterliche Zirkulationsanordnung cinfügen. Wir wiederholen hier da» 
an jener Stelle (4, S. 53) Gesagte und geben dem in der Abbildung 19 Ausdruck: 
Abb. 17: Das frontogenetische Deformation*;fcld 
südöstlich Kap Hatteras im Winter
	        
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