accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 59, 1939

20 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobservatoriums — 59. Band Nr. 9 
H (J 0) für ¿->0 und den nicht ausreichenden Rechentafeln nicht berechnet werden. Aus den auf die 
beschriebene Weise ermittelten Werten ist jedoch bereits zu erkennen, daß die unter Zugrundelegung 
einer linearen Zunahme des Austauschkoeffizienten mit der Höhe berechnete theoretische Kurve a L (S L ) 
mit den empirischen Werten ebensowenig übereinstimmt, wie der vorher unter der Voraussetzung 
A = const. ermittelte Verlauf. Im Gegenteil, die Neigung der strichpunktierten Kurve (A linear zu 
nehmend) ist größer als die der ausgezogenen (A konstant), die ABweidiung von den Meßwerten im 
ersten Falle noch größer als im zweiten. Die Berücksichtigung der linearen Zunahme des Austausches 
mit der Höhe hat somit keine bessere Übereinstimmung zwischen empirischen und theoretischen Werten 
erbracht, als sie bereits mit der Voraussetzung A = const. erzielt wurde. 
Es ist daraus zu schließen, daß die Meßwerte selbst, wie bereits unter 2. ausgeführt, mit Fehlern 
behaftet sind, die im wesentlichen auf die Unzulänglichkeit der Beobachtungen zurückgehen und daher 
nicht näher bestimmt werden können. Es muß späteren Untersuchungen Vorbehalten bleiben, auf Grund 
vollständiger Meßreihen hier endgültig Klarheit zu schaffen. Der Zweck der vorliegenden Arbeit ist 
beschränkt auf die Diskussion des vorhandenen Beobachtungsmaterials und seiner Verwendbarkeit zur 
Klärung des Problems. Ihre Ergebnisse sollen die Grundlagen und Richtlinien sein für spätere experi 
mentelle und theoretische Arbeiten zum gleichen Thema. 
Nunmehr soll auf die Zusammensetzung des Strahlungsgliedes (wir wollen Schmidts Be 
zeichnungsweise trotz der auf S. 5 erhobenen Einwände der Einfachheit halber beibehalten) und des 
Leitungsgliedes kurz eingegangen werden. Wir wollen dabei von theoretischen Überlegungen ausgehen, 
die jedoch, wie oben dargelegt, ihre Bestätigung durch die Erfahrung noch nicht in vollem Umfange 
erfahren haben. Der Einfachheit halber ist hier nicht die verzerrte logarithmische Spirale nach Haur- 
w i t z , sondern die gewöhnliche logarithmische Spirale nach Schmidt als funktionaler Zusammen 
hang der a L und S L angenommen worden, da für die durchzuführende anschauliche Betrachtung die 
feineren Unterschiede zwischen den beiden Darstellungen keine wesentliche Bedeutung besitzen. 
In Figur 9 ist nicht der Nullpunkt wie in Figur 8 als singulärer Punkt der logarithmischen Spirale 
angenommen, sondern der im dritten Quadranten gelegene Punkt mit den Polarkoordinaten a s und S s , 
der die Strahlungswelle verdeutlicht. Diese Verbindung der beiden hier durch Vektoren dargestellten 
Wellen entspricht ihrem durch (10) gegebenen formelmäßigen Zusammenhang. Wir gewinnen somit 
aus dieser Darstellung ein anschauliches Bild über die Zusammenhänge zwischen der zusammengesetzten 
Temperaturwelle und den beiden Teilwellen und insonderheit über deren Änderung mit der Höhe. 
Im einzelnen ist aus der Figur 9 folgendes zu entnehmen: In den untersten Schichten ergibt die 
Zusammenfügung der beiden Teilwellen infolge ihrer entgegengesetzten Phasen und annähernd gleich 
großen Amplituden kleine Temperaturausschläge der zusammengesetzten Welle. Die Abnahme der 
Ausschläge und der Phase des Leitungsgliedes in den mittleren Schichten bewirkt eine Zunahme der
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.