accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 59, 1939

16 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobserv-atoriums — 59. Band Nr. 9 
2. Die Verfrühung des Eintritts des Temperaturmaximums in den einzelnen Höhen gegenüber seinem 
Eintritt in 0,5 m geht aus den angegebenen Zeiten r m ., x deutlich hervor. Wie die graphische Dar 
stellung der Eintrittszeiten für die einzelnen Höhen in Figur 7 zeigt, ist der Betrag der Verfrühung 
Figur 7 
in den alleruntersten Schichten zunächst sehr groß (fast 3 Std.). In den darüberliegenden Schichten 
ist jedoch eine geringere Verfrühung bei annähernd linearem Verlauf der Zeitkurve des Temperatur 
maximums zu beobachten. Dieses Ergebnis stimmt qualitativ mit den theoretischen Resultaten von 
W. Schmidt überein. 
Auffallend ist die Verspätung des Temperaturmaximums in 0,5 m Höhe gegenüber dem Eintritt 
des Höchstwertes der Wassertemperatur um über 3 Stunden (vgl. Tabelle 3). Auf diese Erscheinung 
wird später im Zusammenhang mit der Diskussion der Austauschverhältnisse und der Wärmeströme 
näher eingegangen werden. ^ 
y) Vergleich mit der Theorie. 
Wir wollen nunmehr prüfen, ob die von W. Schmidt 1 entwickelten Gleichungen unsere Meß 
ergebnisse befriedigend darstellen. Wie Schmidt an den Eiffelturmbeobachtungen nachweisen 
konnte, erfüllt die tägliche Temperaturschwankung recht gut die folgende Beziehung 
(10) s = a sin (a + S) = a L sin (a+S L ) + a 3 sin (a + 8 s ) 
Dabei bezeichnen wie bisher a und 8 Amplitude und Phase der 24stündigen Temperaturschwingung, a L , 
S L bzw. a s , 8 S die entsprechenden Größen des Leitungs- bzw. Strahlungsgliedes der zusammengesetzten 
Welle. 
(a = 
2n% 
Zeit, T = Schwingungsdauer = 24 Std.) 
Für die Konstanten a L und 8 L des Leitungsgliedes gelten nach Schmidt 1 folgende Beziehungen 
-VT 
(11) 
a L = a” e 
8t 
" -V: 
AT 
n Q , 
ÄT 
Hierin bedeuten 
z die Höhe 
und 8° die Konstanten des Leitungsgliedes für z = 0 
p, A Dichte bzw. Austauschkoeffizient der Luft. Beide Größen sind höhenkonstant 
angenommen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.