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Full text: 59, 1939

Ulrich Roll: Zur Frage des täglichen Temperaturganges und des Wärmeaustausches 
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Wählen wir nunmehr noch folgende Bezeichnungen 
_ C F — D E 
C - CG-DF 
x = tg 8 + ~, 
so erhalten wir als Bestimmungsgleichung für x bzw. 8 
x 3 + (l-c 2 ) x+ y c(l+ y) = 0 
Nach der Berechnung von 8 können nunmehr a und a 0 leicht aus (8) oder (9) bzw. (5) ermittelt werden. 
Die Eintrittszeit des Temperaturmaximums 
a _ Y T 
max 
%ax 0 
Z7C 
der 24stündigen Welle erhalten wir aus der Bedingung 
sin (<z max + <S) = 1 
«max + <5 = (2n + y) n 11 = 0,1,2... 
(n ist so zu wählen, daß a max positiv wird.) 
Mit Hilfe der oben entwickelten Formeln werden nunmehr die Größen 
d, £ ma x 
für die einzelnen Höhen aus den Meßwerten vom 22.8.36 berechnet. Eine Zusammenstellung der 
erhaltenen Werte zeigt Tabelle 3. 
Tabelle 3. 
Höhe 
in 
m 
Amplitude 
a 
Schwankung 
A 
Phase 
8 
Eintrittszeit 
des Maximums 
r max (MEZ) 
Wasser 
0,4 
0,4 
239,1 
1404 
0,5 
0,4 
195,2 
1659 
5 
(0,8) 
(0,8) 
241,7 
1353 
20 
0,7 
0,6 
245,1 
1340 
40 
0,7 
0,6 
247,9 
1329 
60 
0,7 
0,7 
250,7 
1317 
80 
0,8 
0,7 
251,2 
1315 
100 
(0,7) 
0,8 
254,1 
1304 
120 
(0,7) 
0,8 
254,7 
1301 
140 
(0,7) 
0,8 
256,6 
1254 
150 
(0,7) 
0,9 
258,6 
1246 
Die eingeklammerten Werte sind unsicher. 
Aus der Tabelle 3 läßt sich folgendes entnehmen: 
1. Der Verlauf der Amplitude mit der Höhe ist nicht einheitlich. Die theoretisch und empirisch erwie 
sene Zunahme der Amplitude mit der Höhe kommt nicht zum Ausdruck. Dieses Ergebnis ist auf die 
Unvollständigkeit des zugrundeliegenden Materials zurückzuführen. Wir haben bereits eingangs 
erwähnt, daß wir von der angewandten Methode des Ersatzes der fehlenden Nachtmessungen durch 
angenäherte, die aus den Tagesmessungen zu bestimmen sind, billigerweise nicht erwarten können, 
daß die Amplituden richtig wiedergegeben werden. Wir werden daher von den berechneten a-Werten 
keinen Gebrauch machen, sondern bei späteren Überlegungen stets auf die in Tabelle 3 ebenfalls 
angegebenen Werte der unperiodischen Temperaturschwankung A (Differenz der Maximal- und der 
Minimaltemperatur der Serie) zurückgreifen. Diese Angaben werden in dem vorliegenden Falle den 
wahren Verhältnissen besser entsprechen als die berechneten Amplituden.
	        
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