Ulrich Roll: Zur Frage des täglichen Temperaturganges und des Wärmeaustausches
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Wählen wir nunmehr noch folgende Bezeichnungen
_ C F — D E
C - CG-DF
x = tg 8 + ~,
so erhalten wir als Bestimmungsgleichung für x bzw. 8
x 3 + (l-c 2 ) x+ y c(l+ y) = 0
Nach der Berechnung von 8 können nunmehr a und a 0 leicht aus (8) oder (9) bzw. (5) ermittelt werden.
Die Eintrittszeit des Temperaturmaximums
a _ Y T
max
%ax 0
Z7C
der 24stündigen Welle erhalten wir aus der Bedingung
sin (<z max + <S) = 1
«max + <5 = (2n + y) n 11 = 0,1,2...
(n ist so zu wählen, daß a max positiv wird.)
Mit Hilfe der oben entwickelten Formeln werden nunmehr die Größen
d, £ ma x
für die einzelnen Höhen aus den Meßwerten vom 22.8.36 berechnet. Eine Zusammenstellung der
erhaltenen Werte zeigt Tabelle 3.
Tabelle 3.
Höhe
in
m
Amplitude
a
Schwankung
A
Phase
8
Eintrittszeit
des Maximums
r max (MEZ)
Wasser
0,4
0,4
239,1
1404
0,5
0,4
195,2
1659
5
(0,8)
(0,8)
241,7
1353
20
0,7
0,6
245,1
1340
40
0,7
0,6
247,9
1329
60
0,7
0,7
250,7
1317
80
0,8
0,7
251,2
1315
100
(0,7)
0,8
254,1
1304
120
(0,7)
0,8
254,7
1301
140
(0,7)
0,8
256,6
1254
150
(0,7)
0,9
258,6
1246
Die eingeklammerten Werte sind unsicher.
Aus der Tabelle 3 läßt sich folgendes entnehmen:
1. Der Verlauf der Amplitude mit der Höhe ist nicht einheitlich. Die theoretisch und empirisch erwie
sene Zunahme der Amplitude mit der Höhe kommt nicht zum Ausdruck. Dieses Ergebnis ist auf die
Unvollständigkeit des zugrundeliegenden Materials zurückzuführen. Wir haben bereits eingangs
erwähnt, daß wir von der angewandten Methode des Ersatzes der fehlenden Nachtmessungen durch
angenäherte, die aus den Tagesmessungen zu bestimmen sind, billigerweise nicht erwarten können,
daß die Amplituden richtig wiedergegeben werden. Wir werden daher von den berechneten a-Werten
keinen Gebrauch machen, sondern bei späteren Überlegungen stets auf die in Tabelle 3 ebenfalls
angegebenen Werte der unperiodischen Temperaturschwankung A (Differenz der Maximal- und der
Minimaltemperatur der Serie) zurückgreifen. Diese Angaben werden in dem vorliegenden Falle den
wahren Verhältnissen besser entsprechen als die berechneten Amplituden.