Anzahl von Reisen, deren ausführliche Beschreibung hier j
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schränkten Raumes wogen nicht gegeben werden kann. Auch auf allen
kg vom Kapt. Le Moult das meteorologische Journal mit Sorgfalt
Reise des Bremer Schiffes „Friedrich“, Kapt. L. Brüggemann.
Im August 1877 trat das Bremer Schiff „Friedrich“ eine Reise von
Bremen nach New-Orleans an und befand sich am 18. August vor dem Biscayischen
Meerbusen in 47,1° N-Br und 10,0° W-Lg. Bis nach 40° N-Br, welcher
Parallel am 25, August in 14,2° W-Lg erreicht wurde, traf man vorherrschend
westliche Winde an; in 41° N-Br nahmen dieselben derartig an Stärke zu, dass
ein ziemlich heftiger Sturm aus dieser Richtung wehte, während dessen Dauer
der Luftdruck bis zu 750,5mm abnahm. Jedoch war derselbe nicht von langer
Dauer, der Wind lief bald nordwestlich und einige Tage später nordöstlich,
aus letzterer Richtung dann zwar nicht sehr frisch, aber doch beständig wehend.
Am 2. September kreuzte der „Friedrich“ 30° N-Br in 283,8° W-Lg; in
28° N-Br wurde für einen Tag der östliche Wind noch wieder ganz flau und
es trat Mallung ein, bald indessen kam wieder stärkerer Wind durch, der dann
fernerhin nicht wieder gestört wurde. Das Schiff erreichte 20° N-Br in
35° W-Lg am 9. September, worauf dann zwischen 16—17° N-Br der grösste
Theil der Länge abgelaufen wurde, da der hier angetroffene Passat-Wind von
genügender Stärke und Stetigkeit war. Am 20. September passirte der
„Friedrich“ mit frischem Passat die Strasse zwischen den Inseln Guadeloupe
und Monserrat und traf auch innerhalb der Antillen im Karaibischen Meer
zuerst noch einen ausserordentlich frisch wehenden Passat. Am 24, September
erblickte man die südöstlich von Jamaika gelegenen Morant Keys; am
28, September wurde bei frischer nordöstlicher Brise die Strasse von Yukatan
durchsegelt, dann der Kurs auf die Mississippi-Mündung gerichtet, und dieselbe
schon am 30, September nach einer Reise von 44 Tagen, seitdem der Parallel
von 48° N-Br verlassen worden war, erreicht.
Nachdem in New-Orleans das Schiff eine volle Ladung Baumwolle
eingenommen hatte, trat es Ende November die Heimreise wieder an, und
stand, wie wir aus dem Journale sehen, am 1. December in 25,2° N-Br und
85,6° W-Lg. Es wehte an diesem Tage frischer Wind aus Norden, mit dem
der Kapitain zunächst darauf bedacht war, nach Osten hin zu gelangen. In
24° N-Br und 82° O-Lg lief der Wind um nach NE, doch war der „Friedrich“
hier schon im Bereiche der günstigen Golfströmung und bereits am 3. December
befand man sich östlich von 80° W-Lg, also in der Lage, östlich von Florida
wieder nach Norden steuern zu können. Am 4. December passirte das Schiff
die Engen von Bemim und erreichte den offenen Ocean, wo zur selben Zeit
auch der Passatwind aufhörte und der Wind sich durch SE und Süd nach
Westen drehte. Nachdem dann weiter 30° N-Br in 77° W-Lg geschnitten
war, schlug der Kapitain gleich einen sehr östlichen Kurs. ein, in der Voraus-
setzung, dass, der Jahreszeit entsprechend, auch in den zunächst zu durch-
segelnden Breiten schon Westwinde von genügender Stärke würden angetroffen
werden. In dieser Erwartung fand man sich denn auch nicht getäuscht, und
ging daher der weitere Verlauf der Reise in verhältnissmässig sehr kurzer
Zeit vor sich. Das schnellsegelnde Schiff welches hier an mehreren gufein-
anderfolgenden Tagen aussergewöhnliche Distanzen zurücklegte (einmal in 12
Stunden 152 Sm), erreichte den Meridian von 60° W-Lg am 12. December in
36,2° N-Br, 40° W-Lg am 18. December in 41,5° N-Br und 20° W-Lg am 22. De-
cember in 47,1° N-Br. Mit Ausnahme eines einzigen, freilich sehr schweren
Weststurmes, waren die angetroffenen Winde nicht übermässig stürmisch. Auch
östlichen Wind traf man an einigen Tagen, doch war derselbe flau und hielt
nicht lange an, bald wieder günstigem Winde den Platz einräumend. Jener
orkanmässige Sturm, in welchem der Wind von SW nach NW ausschoss, wehte
am 14. und 15. December in etwa 39° N-Br und 50° W-Lg und versetzte die
See in einen dermaassen aufgeregten Zustand, dass sich der Kapitain, obgleich
das grosse Schiff nur leicht beladen war, genöthigt sah, des hohen Seeganges
wegen zeitweise platt vor dem Winde und der See abzuhalten. Der niedrigste
Luftdruck während dieses Sturmes war 748,5mm. Am 25. December segelte der
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