BÜd IV/5
Höhenströmungskarten vom 7.—11. September 1937,
02*», für das Zirkumpolargebiet.
Die Karten zeigen die Ausbildung einer antizyklonalen
Deformation des Höhenströmungsbildes mit nordsüdlicher
Achse (Nordatlantik und Südgrönland), verbunden
mit einem gleichzeitigen Erlahmen der West-Ost-Bewegung
eines Tiefs über dem Nordmeer. Dabei
bildete sich ein nordsüdlich gerichtetes Strömungsfeld
aus, das vom 9. zum 10. September 1937 für Mitteleuropa
den 1. Kaltlufteinbruch des Herbstes aus der
Arktis, verbunden mit einem durchgreifenden Witterungsumsohlag
brachte. Die Tendenz der Entwicklung
ist bereits aus den Höhenströmungskarten vom 7. und
8. September klar ersichtlich. Eine genau entsprechende
Entwicklung ist in einer Reihe anderer Fälle ebenfalls
beobachtet und macht den Vorgang prognostisch beachtenswert.
Bemerkenswert ist die Auflösung des
einheitlichen Roßbreitenmaximums (7. September) in
2 Kerne (11. September), die mit teil weiser Umstellung
von zonalem in meridionalen Austausch gekoppelt ist.