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Full text: 58, 1938

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobservatoriums — 58. Bd., Nr. 2 
Da die Höhenströmungskarte nur die Darstellung der angenäherten Richtung und der 
ungefähren Stärke der Höhenströmung, also eines Winkels und eines Gradienten zum Ziel 
hat, ist die Höhe der Zahlenwerte der Se und damit auch der vernachlässigte mittlere 
Beitrag von A t belanglos. 
Einer eingehenden Untersuchung bedarf aber die Auswirkung der Veränderlichkeit 
von dt. Dazu wird zweckmäßigerweise das Verhältnis der Gradienten des dt»Feldes zu 
dem Gradienten des richtigen Geopotentialfeldes betrachtet (vgl. Figur VIII). 
Es sei A die Linienschar der Isolinien der Summenwerte (P k + t b ), 
B die Linienschar der Isolinien von d t, 
C die Linienschar der Isolinien der Linien gleichen Geopotentials (P k + t), 
der Gradient der Summenwerte auf der Normalen zur Schar A, 
a 
der Gradient von d t auf der Normalen zur Kurvenschar B, 
b 
^ der Gradient von dt längs der Isolinien des Geopotentials, 
ß der 4-, um den die Isolinien der Summeneinheiten vom Geopotentialfeld 
abweichen. 
Werden die Verhältnisse in einem bestimmten Punkte (0) betrachtet, so ist sin ß = \ : - , 
d a 
und da nach Definition allgemein i <T ist, gilt auch sin ß — 4-: — <7 v : — -• 
d =»= b et a b a 
Soll nun ß den Wert von 2 Strich der 32teiligen Skala nicht überschreiten, so darf 
ß den Wert von 22,5° und sin ß den Wert 0,3826 nicht überschreiten. Dies bedeutet in 
Gebieten ähnlichen thermodynamischen Aufbaus und ähnlicher Struktur der Boden« 
störungsschicht eine überraschende große Schwankungsbreite für den Verlauf der Druck« 
temperaturkurve zwischen der 1000 mb« und 750 mb«Fläche. 
Soll die Methode brauchbar sein, so müssen die Fehler, die die Vernachlässigung 
von A t notwendig mit sich bringt, so weit herabgemindert werden, daß die dargestellte 
Strömung entsprechend der Zielsetzung in der Richtung angenähert und in der Stärke 
ungefähr richtig ist. (Fig. IX). 
Die Methode wird nicht mehr fein genug arbeiten, wenn die Schwankung der A t f 
Werte groß wird im Vergleich zur Schwankung der Se«Werte selbst. (Grenze bei 3,8° C« 
Schwankung von A t über die gleiche Entfernung wie für 10 Se«Schwankung der Sum« 
menwerte, Richtung der Gradienten für A t und für die Summenwerte beliebig 
abweichend.) 
Dies kann eintreten: 
1. Wenn das Feld der Summenwerte selbst nur einen schwachen Gradienten aufweist, 
2. wenn die A t«Werte auf kleinerem Raum stark schwanken.
	        
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