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Volltext : 58, 1938

Gert  Hendrik  Scheepers:  Maisanbau  und  Klima  im  sogenannten  Maisdreieck  der  Südafrikanischen  Union  19

Zweiter  Teil.
Die  Witterungserscheinungen  im  Maisdreieck  in  ihren  Beziehungen
zu  Maisanbau  und  -ernte.
Obgleich  der  Mais  sich  ziemlich  gut  gegebenen  Bedingungen  anpaßt,  ist  er  doch  sehr  klima-empfindlich.
Die  Verbreitung  dieser  Pflanze  wird  hauptsächlich  durch  klimatische  Zustände  bestimmt.  Schon  ein  einziger  ungünstiger ­
  Witterungsfaktor  kann  Anbau  und  Ertrag  stark  einschränken  trotz  aller  anderen  guten  Vorbedingungen.
Gutes  Wachstum  wird  nur  dann  erreicht,  wenn  die  einzelnen  klimatischen  Elemente  günstig  Zusammenwirken.
Ferner  kommt  es  auch  weniger  auf  das  Maß  dieser  Erscheinungen  an  als  auf  ihre  günstige  Verteilung  über  die
ganze  Wachstumszeit.
Wegen  ihres  entscheidenden  Einflusses  auf  die  Maisproduktion  ist  eine  genauere  Untersuchung  der  einzelnen ­
  Witterungserscheinungen  auf  dem  Hochland  der  Union  und  besonders  im  Maisdreieck  aufschlußreich.  Sie
vermittelt  wichtige  Erkenntnisse  über  die  Ausdehnung  des  Maisanbaues  und  die  Ertragsunterschiede  in  den  einzelnen ­
  Erntejahren.
I.  Regen.
In  der  Maisproduktion  ist  das  Wasser  von  allergrößter  Bedeutung.  Die  großen  Schwankungen  in  der
Maisernte  und  die  wiederholten  Mißernten  sind  sehr  leicht  auf  den  Einfluß  wechselvoller  und  unzureichender
Regenfälle  zurückzuführen.  Die  meisten  Jahre  mit  niedriger  Produktion  stimmen  überein  mit  Jahren  großer
Trockenheit.
a)  Die  mittlere  Regenmenge  im  Maisdreieck.
1927  ist  von  der  Meteorologischen  Warte  in  Pretoria  ein  Bericht  herausgegeben  worden,  in  dem  das
Mittel  der  Regenmenge  für  alle  Beobachtungsstationen  der  Südafrikanischen  Union  bis  Ende  des  Jahres  1925  aufgestellt ­
  ist.  Dem  Bericht  ist  eine  Karte  der  mittleren  jährlichen  Regenmengen  der  Union  beigegeben  (in  Zoll 8 ).
Nach  diesem  Material  wurde  Fig.  10  durch  Interpolationen  hergestellt.

8  „Normaal  van  Reenval  tot  op  die  end  van  1925.“  Departement  van  Besproeiing,  Meteorologiese  Kantoor.
            
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