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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Bemerkungen über die Fahrwasser an der Westküste von Patagonien, 
zwischen dem Golf von Penas und der Magellan-Strasse. 
Der Kommandant der chilenischen Korvette „Chacabuco“, Freg.-Kapt. 
Don Oscar Viel, welcher vor Kurzem eine Vermessungsfahrt durch die Fahr- 
wasser zwischen dem Golf von Penas und der Magellan-Strasse !) gemacht hat, 
berichtet darüber nach den „Noticias hidrograficas“ No. 5, 6 und 7, Santiago 1879, 
Nachstehendes.”) (Die Peilungen sind missweisend.) 
1. Messier-Kanal. 
Die Klippe Boyle. Die Lage dieser Klippe ist auf den britischen 
Admiralitäts-Karten No. 24, 561 (Tit. XII. No. 84, 91) ganz richtig angegeben. 
Man peilt von derselben die Spitze Coffin in S 10° O und die Einfahrt in die 
Connor-Bucht in N 70° 0. Die Klippe ist leicht an dem darauf befindlichen 
Seetang zu erkennen und hat eine Ausdehnung von 30m. Am Nordrande der- 
derselben befinden sich 1,8 m und am Südrande 3,6 m Wasser; in der Umgebung 
des Seetangs betrug die Tiefe 9 bis 13m und etwas weiter ab 27 bis 34 m. 
Die Missweisung beträgt hier 21° 33‘ Ost 1879. 
2. English Narrows. _ 
Die Insel Cavour. Um den von Norden kommenden Schiffen die 
Einfahrt in die English Narrows besser kenntlich zu machen, da dieselbe zu- 
weilen mit der Einfahrt in die Magenta-Bucht verwechselt worden ist, ist auf 
dem Gipfel der Insel Cavour, 84,6 m über der Meeresfläche, eine weisse, 8m 
hohe, dreiseitige Pyramide errichtet worden, Sobald man sich querab von der 
Seymour-Mündung befindet, ist dieselbe deutlich zu erkennen und bei sehr klarer 
Luft auch noch etwas weiter aus Norden. Die Missweisung beträgt hier 
21° 50‘ Ost 1879. . 
Die Spitze Cedar. Auf dieser Spitze ist oberhalb der Hochwasser- 
grenze eine 7m hohe Bake errichtet worden, welche aus einer Stange besteht, 
die ein weisses Fass als Toppzeichen trägt. 
Sobald man, von Norden kommend, die Bake auf der Insel Cavour sichtet, 
muss man auf dieselbe zusteuern, bis man querab von der Insel Z7homas ist, 
und von hier die Bake an B.B. voraus halten. Wenn man querab von der 
Bake ist, kann man die Bake auf der Spitze Cedar sehen und muss auf diese 
alsdann zusteuern, 
3. Indian Reach, 
Die Covadonga-Gruppe. Auf der westlichsten der drei südlichen 
Inseln dieser Gruppe ist eine Bake errichtet worden; dieselbe besteht aus einer 
eisernen Stange, welche eine Kugel aus Blechstreifen von 0,91 m Durchmesser 
trägt. Von Norden kommend, sichtet man diese Bake, sobald man sich südlich 
des Hafens von Riofrio befindet, und von Süden kommend, sobald man querab 
von der Insel Crossover ist. 
Die Klippe Karnak. Die ‚zwischen der Covadonga-Gruppe und der 
Insel Crossover angestellten Lothungen ergaben, dass die Untiefe, auf welcher 
der Dampfer „Karnak“ aufgestossen sein wollte (s. No, 172 d. „Nachr. fi Seef.“ 
1876), nicht vorhanden ist. Ungefähr 100m von der in den Karten angegebenen 
Seetangstelle, südlich der Covadonga-Gruppe, nach der Insel Crossover hin, be- 
trug die Wassertiefe 16,5m und diese Tiefe nahm, nach derselben Richtung 
hin, immer noch zu, so dass mit 45m Lothleine kein Grund erreicht wurde, 
Hiernach kann man mit Gewissheit annehmen, dass das Fahrwasser zwischen 
der Covadonga-Gruppe und der Insel Crossover frei von Untiefen ist, doch zur 
grösseren Sicherheit sollten die grösseren Schiffe in einem Abstand von 2 Kblg 
von der Insel Crossover abbleiben, wie es die „Chacabuco“ öfters gethan hat, 
ohne auf ein Hinderniss zu stossen. . 
Die Insel Elliot. Die auf der britischen Admiralitäts-Karte No. 24 
(Tit. XII, No. 91) unter dem Namen Klliot angegebene Insel ist in Wirklichkeit 
keine Insel, sondern eine Halbinsel der Insel Wellington. 
Das Riff Dolores. Von dem südlichen Ende der sogenannten Insel 
Elliot erstreckt sich ein Riff über 300m weit nach See zu. Dasselbe besteht 
1) S. „South America Pilot“, Part IE, London, 1875, pag. 134—161. 
%) Vgl. No. 504—514 der „Nachr. f. Seef.“, 1879.
	        
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