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Volltext: 57, 1937

VORWORT. 
Die im folgenden niedergelegten Beobachtungen stammen von Fahrten, die ich im Monat März 1937 an 
Bord des schwedischen Staatseisbrechers „Ymer“ in der Gävlebucht (Bottensee) unternehmen konnte. Für die 
wohlwollende Unterstützung sage ich Dank dem Herrn Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volks 
bildung sowie der Deutschen Kongreßzentrale. Mein Dank gebührt auch Herrn Prof. Braun und Herrn Prof. 
Lautensach für Rat und Hilfe. 
Auf schwedischer Seite ist mir von militärischen und zivilen Behörden außerordentliches Entgegenkommen 
zuteil geworden, wofür ich zu ergebenem Dank verpflichtet bin. 
Die Ausführungen in den folgenden Abschnitten beabsichtigen keine Vollständigkeit. Bei einer Reisezeit 
von relativ kurzer Dauer und der Begrenztheit der Untersuchungen auf die Gävlebucht ist dies gar nicht mög 
lich. Infolge Nebels bzw. Schneetreibens an vielen Tagen war es ferner nicht möglich, räumlich einen größeren 
Überblick über die Eisverhältnisse zu gewinnen; die beigegebenen Kartenskizzen müssen darum dieser Tatsache 
Rechnung tragen. Auch die Photoaufnahmen konnten nur unter denkbar ungünstigen Lichtverhältnissen ge 
macht werden, so daß die technische Vollkommenheit mitunter zu wünschen übrig läßt. 
Das Eis der Ostsee kann nicht ohne weiteres mit dem Polareis gleichgestellt werden, und seine gesonderte 
Behandlung ist vom systematischen Standpunkt aus ebenso notwendig wie vom regionalen. Ich habe die Beob 
achtungen darum nach der aus dem Inhaltsverzeichnis ersichtlichen Gliederung geordnet. Auf die Heranziehung 
von Literatur wurde vorerst verzichtet, da dazu die vorliegenden Beobachtungen noch keine genügend umfang 
reiche Vergleichsgrundlage bieten; sie muß späterer Arbeit Vorbehalten bleiben. 
Der Deutschen Seewarte fühle ich mich zu Dank verbunden, daß sie die Arbeit in das „Archiv der Deut 
schen Seewarte“ aufnahm. 
Greifswald, April 1937. 
J. Blüthgen.
	        
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