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Volltext : 57, 1937

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Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte  und  des  Marineobservaioriums  —  57.  Band,  Nr.  7

E.  Synopsis.
1.)  11.  Oktober  1932,  12.00  MGZ  (Tafeln  I,  IV  Fig,  9,  V  Fig.  1  und  4).
a)  Temperaturfeld.
Nur  für  den  11.  wird  das  Temperatur-  und  Druckfeld  noch  einmal  speziell  untersucht.
Die  F  liegt  am  11.  in  nächster  Nähe,  der  Golfstationen:
Brownsville  ....  19°  C  ±0,0°  C
Corpus  Christi  .  .  .  16°  C  —3,0°  C
Galveston  ....  16°  C  -—7,0°  C
Die  beiden  letzten  Stationen  liegen  bereits  in  der  KM,  während  Brownsville  sich  unmittelbar  am  Rande  befindet.
Von  hier  aus  verläuft  die  F  nach  Süden  ausgebuchtet,  so  daß  sie  bereits  die  Höhenstationen  erreicht  hat.
Saltillo  12°  C  —2°  C
Zacatecas  10°  C  —4°  C
Bei  Zacatecas  erreicht  die  F  am  11.  ihren  südlichsten  Punkt.  Die  Karte  der  Isallothermen  weist  ein  Zentrum  des
Temperaturfalls  bei  Fort  Worth  auf  mit  rund  13°  Temperaturabnahme.
b)  Druckfeld.
Das  Hoch  auf  der  Rückseite  der  F  rückt  noch  SE  vor.  Die  Karte  der  24stLindigen  Druckänderangen  zeigt
ein  Steiggebiet  von  9  mb,  welches  nach  SW  ausgebuchtet  ist.
Am  12.  ist  die  F  südwärts  schnell  vorgedrungen  und  hat  Salina  Cruz  erreicht,  verläuft  nun  nördlich  der
Halbinsel  Yucatan  nach  Florida  hinüber  und  dann  weiter  in  nordöstlicher  Richtung.  Am  stärksten  äußert  sich
der  Temperaturfall  über  Florida  (—12°),  doch  auf  der  Westseite  zeigen  sich  gleichzeitig  starke  Temperaturrückgänge. ­
  Diesmal  wird  Tapachula  erreicht  und  dort  in  allen  drei  Temperaturwerten  ein  Einfluß  der  KM
nachweisbar  (Tafel  I).  Die  Schiffsbeobachtungen  im  Golf  zeigen  stellenweise  eine  negative  Differenz  (T,—T w )
von  über  —5°.  Im  vorderen  KM-Teil  zeigen  sich  typische  Einbruchsmerkmale.  Der  Druck  beginnt  im  ganzen
betrachteten  Raume  zu  steigen.  Das  Steiggebiet  hinter  der  F  hat  sich  nach  der  mittleren  Golfküste  und  der  südlichen ­
  Atlantikküste  verschoben.  Die  über  Mexiko  und  Florida  (eingesehl.  Golf)  verzeichneten  Druckanstiege
sind  gering.  Das  starke  Steiggebiet  bei  Bermuda  liegt  auf  der  Rückseite  der  abziehenden  Zyklone  und  hängt
nicht  mit  der  KM  zusammen.  Am  13.  zeigt  die  Isallothermenkarte  Zunahme  der  Temperatur.  Der  Druckanstieg
nimmt  ab.  Mit  fortschreitender  Bewegung  der  F  nach  Osten  verschieben  sich  die  Drucksteig-  und  die  Temperaturfallgebiete. ­
  Am  14.  zeigt  die  Isallobarenkarte  den  Abbau  der  Druckanstiege  aus  dem  vorauf  gegangenen  Einbruch, ­
  was  sich  am  13.  schon  andeutete.  Der  Druck  beginnt  in  den  südlichen  Gebieten  zu  fallen.  —  Das  Steiggebiet ­
  auf  der  Rückseite  der  jetzt  behandelten  F  hat  sich  in  Richtung  auf  Bermuda  verschoben,  während  sich
im  nördlichen  Karibischen  Meer  noch  ein  schwacher  Anstieg  erhält  (Imb).  Am  15.  wird  man  sein  Augenmerk
auf  die  Westseite  richten,  da  hier  wieder  ein  Fortschritt  in  der  KM  festzustellen  ist.  Vom  Pazifik  her  hat  Npp
einen  Vorstoß  unternommen  und  der  F  neue  Energie  zugeführt.  Am  16.  können  ausführlichere  Angaben  gemacht
werden.  Mit  stark  verminderter  Intensität  bewegt  sich  das  Steiggebiet  des  Druckes  von  Bermuda  nach  Süden.  Von
Westen,  auf  der  Rückseite  der  F,  schiebt  sich  gleichzeitig  ein  Drucksteiggebiet  nach  Osten  vor.  Die  Temperaturabstiege ­
  sind  nur  schwach,  so  daß  sich  eine  Betrachtung  erübrigt.
Im  Bereiche  des  von  den  beiden  F  bzw.  KM  flankierten  Raumes  fällt  der  Druck  wenig.  Am  17.  hat  sich
das  Steiggebiet  im  W  nordöstlich  verschoben,  jedoch  kann  man  keine  Aussage  darüber  machen,  wieviel  des
Druckanstieges  auf  den  KM-Einbruch  zurückgeht,  da  der  Abstieg  auf  der  Rückseite  der  abziehenden  Zyklone
liegt  und  sich  hier  ein  dynamischer  Effekt  mit  einem  thermischen  überschneidet.  Die  F  läßt  sich  fixieren,  weil
typische  Merkmale  zu  sehen  sind.  Sie  zieht  sich  von  Colon  nordwärts  nach  Florida  und  mündet  in  die  Zyklone.
Am  18.  ist  der  Golf  (ausgenommen  der  westliche  Teil)  und  die  Karibische  See  von  Druckanstiegen  schwacher
Art  beherrscht.  Diese  Entwicklung  ist  sehr  interessant  und  steht  in  keinem  Widerspruch  mit  der  Analyse,  denn
die  flankierte  WM  ist  abgehoben  und  die  KM  der  Ostseite  hat  sich  mit  der  der  Westseite  vereinigt.  Die  F  hat
den  Atlantik  erreicht  und  zeigt  über  der  Karibischen  See,  im  Süden  der  Antillen,  ganz  offensichtlich  Neigung
zur  Diffusion.  Mit  dem  19.  erlangt  die  KM  die  größte  Ausdehnung.  Am  20.  beginnt  der  Abbau  des  Druckes.  Mit
Hilfe  von  Stationsmeldungen  nach  Druck  und  Temperatur  kann  die  KM  nicht  weiter  verfolgt  werden  (Tafeln  I,
IV  Fig.  8  und  9,  V  Fig.  1—9,  VI  Fig.  1—10).  [
            
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