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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobservatoriums — 57. Bd., Nr. 5
Sehr erwünscht ist die Wartung des Instrumentes durch eine sachverständige Hand, eine
Forderung, die bei der Kompliziertheit des räderreichen Getriebes fast selbstverständlich
erscheint.
Es soll zum Schluß nur angedeutet werden, was bei der Konstruktion der hier beschrie
benen räumlichen Windfahne schon in Erwägung gezogen wurde, daß nämlich eine genauere
Erfassung der einzelnen Komponenten des Windes durch eine völlige Umkonstruktion
erreicht werden würde, wenn die gesamte mechanische Übertragung auf elektrischem Wege
vor sich gehen könnte.
Nach Hann (1, S. 399) und Robifysch (6, S. 69) hat S. P. Langley geäußert: „Der Wind
ist nicht eine gleichmäßig sich bewegende Luflmasse, sondern besteht aus einer Folge sehr
kurzer Pulsationen mit veränderlicher Amplitude, und die Pulsationen sind, relativ zur
mittleren Bewegung des Windes, von veränderlicher Richtung.“ Hierauf baut Robifysch seine
Untersuchungen über die Struktur des Bodenwindes auf (6). Er hat infolge instrumenteller
Schwierigkeiten damals auf die Untersuchung der Vertikalkomponente des Windes verzichtet,
hat aber auf die Möglichkeit hingewiesen, daß diese eine hervorragende Rolle bei den Böig-
keitsverhältnissen spielt. Es erscheint durchaus möglich und daher auch wünschenswert,
derartige Untersuchungen mit der hier beschriebenen räumlichen Windfahne anzustellen.