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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Zur Küstenbeschreibung und Hydrographie Ostafrikas. 
Korallenstreifen. Als niedrigste Wassertiefe wurden 4,5 m (2!/2 Faden) auf dieser 
für Segelschiffe sehr gefährlichen Untiefe gefunden; da der Wind häufig längs 
der Küste weht, so ist grofse Vorsicht beim Kreuzen zu Luvard von derselben 
erforderlich. Von dem nördlichsten und flachsten Theile peilt Burra Falsa 
N29°O 9%4 Sm entfernt, vom Südende dasselbe Kap N31°O 14 Sm. Bei 
Burra Falsa läuft gewöhnlich ein starker südlicher Strom. 
Burra Falsa in 22° 54%/4' S-Br und 35° 36%4‘ O-Lg ist ein niedriges Kap 
und erhebt sich zu zwei kleinen kegelförmigen Hügeln von ca 30 ın Höhe. Südlich 
davon steigt das Land bis zu 110m an. Bei südlichen Winden bietet es guten 
Schutz, und zuweilen können nordwestlich davon Landungen ausgeführt werden. 
Shivala - Abhänge (cliffs), 12 Sm nördlich von Burra Falsa, sind fast 
2 Sm lang, ca 36 m hoch, von rother Färbung und bilden eine gute Landmarke. 
Zambia - Untiefe ist ein etwas über 1 Sm langer und !/%& Sm breiter 
Korallenrücken, vom flachsten Theil mit 5'/z m (3 Faden) Wasser peilt Burra 
Falsa SzW 9'/ Sm, und der höchste Theil von Shivala-Abhängen SW?2/sW. 
Das Wasser nimmt nach See zu sehr schnell an Tiefe zu. 
Eine gefährliche Untiefe wurde 26 Sm nördlich der genanuten Abhänge 
gefunden, nämlich eine 5,5 m- (3 Faden-) Stelle, 1 Sm von der Küste, die wahr- 
scheinlich einen Theil eines von Land sich erstreckenden Riffes bildet. Es ist 
daher hier grofse Vorsicht nöthig, und man mufs mindestens 2 Sm von der 
Küste ab bleiben. 
Die Küstenhügel hören 7 Sm südlich vom Kap St. Sebastian auf, und 
erstreckt sich hier eine theilweise mit einzelnen Bäumen und Sträuchern bedeckte 
Sandzunge in einer NNO-Richtung bis das Kap NWzW 3'% Sm peilt. Dieselbe 
ist ca !/2 Sm breit; westlich davon befindet sich flaches Wasser, 
Kap St. Sebastian, in 22° 5‘ 28“ S-Br und 35° 28‘ 47“ O-Lg ist ein 
steiler 69 m hoher Abhang; von Süden gesehen erscheint auf dem oberen Theil 
ain kleiner weifser Sandfleck, während er von Norden gesehen eine Menge 
rothen Sandes vom Fufs bis zum Gipfel zeigt. 
Bazaruto-Inseln!) sind dem Gouverneur von Chiluan unterstellt und 
haben eine kleine Portugiesische Garnison, 
Kap Bazaruto läuft in eine schmale Sandzunge aus. Ungefähr 3/4 Sm 
von derselben liegt ein kleiner Sandhügel, dessen Position auf 21° 30‘ 19“ S-Br 
und 35° 28‘ 33“ O-Lg festgestellt ist. Oestlich vom Kap erstreckt sich !/2 Sm 
von Land ein Riff. Die „Sylvia“ ankerte an der Nordwestseite der Sandzunge, 
and war dort vor südlichen Winden geschützt. Es sind wahrscheinlich noch 
vessere Ankerplätze vorhanden, doch ist der Grund westlich der Bazarutos nicht 
untersucht worden. 
Die nördlichste und gröfßte Insel der Gruppe ist 17'/ Sm lang und sieht 
von Süden wie ein Schweinsrücken aus, 
Benguerua- Insel,?) sandig und theilweise bewaldet, hat im nördlichen 
Theil zwei Piks, welche in der Peilung SW in Eins erscheinen. Beim Südende 
liegt eine 1'/ Sm trocken fallende Sandzunge, beim Nordende eine eben solche 
3 Sm lange, welche eine kleine Insel trägt, und von welcher östlich ein Felsen- 
Riff liegt. 
KXegine-Insel, 4 Sm nördlich von Bango-I., kann an einigen rothen 
Abhängen im südlichen Theil erkannt werden; der übrige Theil ist bis ans 
Wasser bewaldet. 
Bango- Insel, fast 4 Sm nördlich von Kap Sebastian, in 22° 2‘ S-Br, 
ist niedrig und sandig, und trägt in der Mitte eine dunkele Baumgruppe. Un- 
tiefen und Riffe erstrecken sich 4!/2 Sm seewärts von derselben. 
Chiluan- Insel 3) ist niedrig und bildet an vielen Stellen nur einen 
Mangrove-Sumpf, welcher durch Creeks, die für Boote nur bei Hochwasser 
passirbar sind, durchschnitten wird. Der Hauptort und Sitz des Gouverneurs 
befindet sich an der Südküste; dort ist ein kleines Fort und ein Flaggenstock. 
Von Süden bietet die Insel gar keine besonderen Kennzeichen, von Norden 
sind im nordwestlichen Theil einige Kokospalmen, die einzigen in der Gegend, 
738 
U) „Africa Pilot“, Part III, 1884, S. 176. 
%) „Africa Pilot“, Part III, 1884, S. 177. 
3) „Africa Pilot“, Part 1IL 1884. S. 178.
	        
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