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Volltext: 56, 1936

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 56. Band, Nr. 5 
den Regenfall und spalten das Wintermaximum. Damit stimmt überein, was Hann 76 vom Mauna Loa (4168 m) 
berichtet: „Im Februar ist der Schneefall auf dem Gipfel gewöhnlich am stärksten.“ Der auf den Februar be 
schränkte vertikale Luftrutsch zeigt seine Spuren auch in den Februar-Minima für Windgeschwindigkeit und An 
zahl der bewölkten Tage und in den Februar-Maxima für Sonnenscheindauer und Luftdruck 77 . 
Im März rücken über dem Nordpazifischen Ozean die maritimen und kontinentalen Luftmassen von den 
schon erwärmten Kontinentalrändern ab. Die pazifische Antizyklone und der in der kontinentalen Luft neuge 
bildete antizyklonale Wirbel streben gegeneinander. Die wärmeren Luftströme der maritimen Antizyklone gleiten 
auf die kälteren des kontinentalen Wirbels. Dem Steilabfall der Regenmenge zum Februar folgt ein ebenso steiler 
Aufstieg zum März. Dem entspricht wieder das schnelle Schwinden der Schneekappe auf dem Mauna Loa. Hann 78 
schreibt: „Ende März sind noch Schneeflecken und Streifen an den am meisten geschützten Stellen des Gipfels zu 
bemerken.“ 
Im April entartet die pazifische Antizyklone zu einem divergenten „broom“ 79 (Ginsterbesen). Die 
Regenmengen steigen oder fallen nur wenig gegen die des Vormonates. 
Im Mai erfolgt die Rückbildung der subtropischen, maritimen Antizyklone, die mit dem sich entwickeln 
den asiatischen Tief erstarkt und in den Folgemonaten Juni und Juli ihren Lebensraum zurückerobert. Die Regen 
mengen fallen bis zum Einsatz des Zenitalregens im Juli. 
Die Juli-Karte Werenskiolds zeigt den von der Kaltluftumklammerung völlig befreiten, stark ausgebildeten 
und auf die Kontinente übergreifenden nordpazifischen Wirbel, wie ihn Koppen 80 für den Nordsommer darstellt. 
Im Vormonat Juni und in den Nachmonaten August, September, Oktober beschränken sich die Stromstörungen 
auf den Nordzipfel des eingekeilten Beckens, nördlich 40° N, und auf die asiatischen Gewässer, westlich 170° 0, 
und haben auf den Sommerpassat im Gebiet der Hawaii-Inseln keinen Einfluß. 
Auf den Hawaii-Inseln überspannt die, im Februarspalt unterbrochene, winter liehe Regenzeit 
bei vorherrschendem Winterregen das ganze Winterhalbjahr November bis April. Die normale 
Anzahl der Winterregenmonate von 5 kann auf 6 steigen oder auf 4 fallen, je nachdem die Sommerregenhöhe 
gering oder hoch ist. Die Sommerregenmonate Juli, August und September erreichen bei vorherrschendem Winter 
regen nur in Talzügen und Hohlformen des Geländes in ihren Gipfelmonaten den mittleren Monatswert ( 1 /i2 
der mittleren Jahresmenge). 
Die sommerliche Regenzeit bei vorherrschendem Sommerregen ist lokal be 
dingt und ohne Allgemeinbedeutung. 
Regenreichster Monat ist bei überwiegendem Winterregen auf den Südinseln 
Hawaii und Maui im Luv der Dezember oder November, im Lee meist der Januar, auf den Nordinseln Oahu und 
Kauai im Luv und Lee der Januar, bei überwiegendem Sommerregen der August oder der Juli. 
Trockenster Monat ist bei überwiegendem Winter regen der Juni, in Einzelfällen 
der Oktober und auf Kauai sogar der Februar, bei übe rw legendem Sommerregen der Februar oder 
der Oktober. 
Die Anzahl der Regenmonate beträgt auf den Südinseln Hawaii und Maui 6, auf den Nord 
inseln Oabu und Kauai 5. 
A. Die Äquatorialzone. 
(s. Abb. 9, Nr. 68a—70c) 
Die doppelte Zenitalregenzeit der Äquatorialzone im Frühling und Herbst ist nach den Jahresgangformeln 
auf Abb. 10 nicht gleichmäßig und nicht immer vollständig ausgebildet. Die Hauptregenzeit ist in der Äquatorial- 
Kernzone (um 5° N-Br.) der Frühling, in der nördlichen und südlichen Äquatorial-Randzone (10° N-Br. bzw. 5° 
S-Br.) der Herbst. In den Gruppenbildern der Äquatorialinseln (Nr. 68a—70c auf Abb. 9) tritt nur diese Haupt- 
78 J. Hann, Der Regenfall auf den Hawaii Inseln; a. a. O., S. 6. 
77 Nach den Beobachtungen in Honolulu auf Oahu (Hawaii-Inseln): 
Januar j Februar 
März | April 
Mai | Juni | 
Juli 
| August | 
Sept. | Oktober ! 
Nov. 
J Dezember 
Mittlere Windgeschwindigkeit (1905—1930; 
stündlich) (Lit. Nr. 26, Jhrg. 1930, Anhang) 
8,8 ! 7,9 
8,7 ! 9,2 j 
8,6 I 8,6 
! 8,9 
1 8,9 I 
8,2 | 
7,8 | 
3,4 
1 8,5 
Mittlere Anzahl der bewölkten Tage (41 Jahre) (Lit. Nr. 26, Jhrg. 1930, Anhang) 
8 I 6 
9 17 1 
'5 | 4 ¡1 
3 
1 4 | 
4 1 
5 1 
7 
1 7 
Mittlere Sonnenscheindauer (1905—1930) in 
% der mögl. Stunden 
(Lit. Nr. 
26, Jhrg. 1930, 
Anhang) 
59 | 65 
59 I 60 
68 I 64 
| 66 
1 89 ] 
68 | 
67 1 
¡60 
j 58 
Mittlerer Luftdruck ( 
1905—1921; 8a, 8p) in mb im NN (Lit. N 
r. 22, Jhrg 
. 1924) 
1000+ .. .| 17,4 
17,3 18,1 . 
17,4 I 17,2 
16,5 
16, 1 I 
15,7 
16,0 I 
16,7 
16,3 
15,9 | 
1 
78 J. Hann, Der Regenfall auf den Hawaii Inseln; a. a. O., S. 6. 
79 W. Werenskiold, Air Transport; a. a. 0., S. 36. 
80 In T. Bergeron, Richtlinien; a. a. O., S. 256 (Fig. 6b).
	        
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