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Volltext : 55, 1936

A.  Wedemeyer:  Winkeltreue  Kartennetze  in  elementarer  Behandlung

41

Dreht  man  das  Achsenkreuz  um  4-#
so  wird  *•*

r’  —  2  r 2  cos  2  #  cosec  X
2  =  2  cos  2  d-  cosec  X

X  Für  cp  —  0°  wird  i 2 cos 2  o>—  1,  also
2  /’  der  Äquator  ist  eine  gleich»
seitige  Hyperbel  durch
r*  =  z  cos  z  %r  cosec  z  (49)  +1  und  —1.
eine  Bernoullisehe  Lemniskate  (Fig.  9).  Der  Einfachheit  halber  ist  hier  r,  w  statt  £,  m'
geschrieben.
Um  diese  Ergebnisse  mit  (44)  zu  vergleichen,  braucht  man  nur  den  Maßstab  zu  ändern
und  ]/2  als  Einheit  zu  wählen,  dann  wird:

r 4  +  2  r 2  cos  2  (ù

1  —  sin  (p
2  sin  (p

I  2  sin

sin  (p
<P  ’

(50a)

r 2  =  cos  2  #  cosec  X  (49a)
vergl.  (44),  Azimutgleiche  C.
4.  Wendet  man  diese  Abbildungsart  auf  (26)  an,  so  wird
für  die  Meridiane  r 2  =  cos  2  &  cosec  2  X  $  =  X  —  45 D
eine  Bernoulli  sehe  Lemniskate,
für  die  Breitenkreise  rJ+rJcos2#^—sin  ff)  _  (j_  sin  ff)
sin  (p  sin  ff
eine  Cassinische  Linie,  wo  a 2  =  ^  s4n  V)  un d  c t  _  ^ s _£.  ; s ^
z  sin  (p  z  sin  (p
Zu  beachten  ist  bei  (50),  (50a),  (52),  daß  die  große  Achse  der  Kurve  die  Y»Achse  ist.

(51)
(52)

In  Bizirkular»Koordinaten  kann  man  schreiben:  für  (50)

ri  r 2

cot  (p  und  für  (52)

rj.r 2

1

^ 2  =  ^  cot  ff  cosec  (p,  wo  rj  und  r 2  von  +  1,  —  1  und  r  vom  Mittelpunkt  ausgehen  (Fig.  9).
5.  Im  normalen  stereographischen  Netz  werden  dargestellt  die  Meridiane  und  Breiten»
kreise  durch:
y  =  xtang2  q  —  tang^  •
Bezieht  man  die  Koordinaten  auf  einen  Punkt  des  Äquators,  so  hat  man

y  =  (1  —  x')  tang  X

(53  a)
r  sin  &  cot  X  —  1

Q 2  —  1  +  i 2  —  2  r  cos  &  =  tang 2  2

(54a)

r  cos

Durch  die  Abbildung  q  =  tang‘ /2 4^,  X''  ■■=  gehen  diese  Gleichungen  über  in:

r 2  sin  2  #  cot  X  +  r 2  cos  2  #  =  1
X 2  —  y 2  +  2  X  y  cot  2=1

(45°  -

Durch  Drehung  der  Achsen  um  4-  7
folgt  x 2  —  y 2  =  sin  X  (53)
eine  gleichseitige  Hyperbel  (Fig.  22).
5a.  Im  normalen  Netz  n  =  2  hat  man:
y  =  xtang22  (»  =  tang 2
mithin  gehen  (53)  und  (54)  über  in:
x 2  —  y 2  =  sin  2X  r 4  —  2  r 2  cos  22  =  tang 4  ^

r 4  —  2  r 2  cos  2  d-  «  tang 2  —  1.  (54)
eine  Cassinische  Linie,  wo

a  =  1  und  c  =  tang  ^  .

2’

(54  a)

in  Übereinstimmung  mit  (43)  und  (45).
Hier  tritt  die  Bedeutung  des  Verzerrungsfaktors  k  sehr  deutlich  hervor  (Fig.  22),
[Formel  (45)].
            
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