A. Wedemeyer: 'Winkeltreue Kartennetze in elementarer Behandlung
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Setzt man
X 2 = u* + u +
so wird (35 a)
4sin 2 2a ju -f 2 u — u 2 — ^ y 2 ) = sin 4 « — 4 (u 2 -f* y 2 ) sin 2 a cos 2 a — 4y 2 -f sin 2 « cos2«.
4sin 2 2« |u 2 + y 2 = sin 2 « cos 2 « — 4 (u 2 + y 2 ) sin 2 a cos 2 « — 4 y 2 ,
4sin 2 2«(u 2 + y 2 ) 2 — 2 sin 2 2 «(u 2 + y 2 ) + 4(u 2 + y 2 ) sin 2 « cos2 a + 4y 2 = 0,
4sin 2 2« (u 2 + y 2 ) 2 — u 2 (8 sin 2 « cos 2 « — 8 sin 2 « cos 2 a -f 4 sin 2 a)
— y 2 (4 — 4 sin 2 « -f 8 sin 2 a cos 2 a — 8 sin 2 a cos 2 a).
4 (u 2 + y 2 ) 2 = u 2 sec 2 a — y 2 cosec 2 a. (35b)
Die inversen Kurven der Pasca/schen Schnecken durch — 1 vom Punkt -f- 1 aus sind
hyperbolische Boothsehe Lemniskaten (Fig. 20, Seite 27). Ähnlich findet man die inversen
Kurven der zu diesen Schnecken rechtwinkligen Schnittkurven; sie sind elliptische Boothsche
Lemniskaten (S. 37). Diese Kurven sind die Inversen zu den Kegelschnitten (28) und die In*
versen vom Mittelpunkt aus zu den Inversen der Pascalschen Schnecken (10*,) und (10b,).
6. Lamberts winkeltreue Kreisnetze.
1. Das transversale stereographische Netz geht, wie schon gesagt, aus dem
normalen hervor, indem man das normale Netz der Inversion von einem Äquatorpunkt
unterwirft. Man könnte die Inversion von einem beliebigen Punkt aus vornehmen,
dann würden die Vertikale einen Büschel aus Geraden bilden. Für bestimmte Zwecke
(Karten großen Maßstabes) würde ein solches schiefachsiges Netz vor dem transversalen
den Vorzug verdienen. Eggert behandelt in der Zeitschrift für Vermessungswesen 1936,
S. 153—164, die schiefachsige stereographische Abbildung des Erdellipsoids.
2. Das transversale Netz der Karte q = tang 2 ^ stellt die ganze Kugel zweimal
dar, einmal im Innern
des Einheitskreises, das
andere Mal in der ganzen
Ebene außerhalb des
Einheitskreises. Dieses
Netz ist, wie schon aus*
geführt, als Lamberts
winkeltreue Erdkarte be*
kannt (siehe Fig. 19.S.26).
DiePolarzonen sind stark
vergrößert. Im Nord*
und Südpol schneiden
sich die Meridiane unter
dem 4-2'= -^ 1 ). Die
Winkeltreue ist also in
diesen Punkten gestört.
Im normalen Netz waren
die Haupt* und Neben*
kreise Cassinische Linien.
H. Maurer weist (Ann. d. Hydr. 1919, S. 221) nach, daß sich die Meridianhalbbilder unter den
Kugelwinkeln schneiden sollen. Die Azimutgleichen in der Karte n = 2 durch y = ± 1 sind aber Gerade,
während sie sich auf der Kugel rechtwinklig schneiden.