A. Wedemeyer: Winkeltreue Kartennetze in elementarer Behandlung
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Für den Schnittpunkt R 2 des Breitenkreises p mit dem Nullmeridian hat man
und für R 3
P
q
P
q
1 — x„
T+ xo = tang W '
x t — 1
Xi + 1
Xft =
1 — tang a
I + tang a
— tang (45° — a)
1
tang a, Xi = j
»Bia- , a „g ( 4 y>
tanga
f «)>
x 0 und x t sind reziprok.
Der Halbmesser
1
m 2
/1 + tanga
1 —■ tanga'
\1 — tang a
1 + tang a i
1
Q— 2
11 + tang a
1 — tanga'
\1 — tanga
1 H- tang a¡
sec 2 a.
h
I = tang 2 a.
Damit werden die Gleichungen für die Meridiane und Breitenparallele:
x 2 + y 2 4- 2 y cot n l — 1 = 0
x 2 + y 2 — 2 x sec 2 u -(- 1 = 0
oder x 2 + (y + cot n /) a = cosec 2 n /
(x — sec2a)M-y 2 = tang 2 2 a
P
tang a
= tang 13
(22)
Die Gleichungen (22) sind so einfach, daß durch Einführung von Hyperbelfunktionen
weder an Einfachheit noch an Symmetrie etwas gewonnen werden kann. Ist n eine
irrationale Zahl, so geht das Rechnen mit den trigonometrischen Zahlen schneller als mit
den Hyperbelfunktionen, die die Lehrbücher anwenden.
Die Gleichung der Loxo«
drome war p = e itäl3g; , also in
der umgeformten Karte
P. ==e i.» g t (23)
9
d. i. die Gleichung der logarith^
mischen Doppelspirale, von O
aus, siehe Fig. 18.
Wirhabendamitdie winkel*
treuen Kreisnetze Lamberts
abgeleitet. In allen Kreisnetzen
müssen die Doppelspiralen die«
selben sein, während sich die
logarithmischen Spiralen ändern,
da der Strahlenbüschel durch O
nur in dem Netz n = 1 erhalten
bleibt. Stellen wir für die Kreis«
netze n = 2‘, n = 1, n = 2 die Er«
gebnisse zusammen. Das winkel*
treue Kreisnetz n
trägt den
Namen: Lamberts winkeltreue
Weltkarte, siehe Fig. 19 sowie
Fig. 23 (Seite 29). Das Kreis«
netz n = 2 ist unter dem Namen :
Azimutmeßkarte von Lamberts
Hg. 18.