accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 55, 1936

Walter Hansen: Die Strömungen im Barents-Meer im Sommer 1927 auf Grund der Diehtcverteilung. 
23 
östlicher Länge und 73° nördlicher Breite wahrscheinlich ist, weil das ausgedehnte Areal des südlichen 
Westwassers wohl kaum durch die zwar heftige, aber keineswegs salzreiche Strömung am Nordkap gespeist 
werden könnte. 
§ 3. Die Druckverteilung in Horizontalschnitten bei ungleichförmiger Tiefe. 
Will man Einblick in die horizontale Verteilung der Geschwindigkeit gewinnen, und die Wege der 
Wasserteilchen verfolgen, so muß man die Stromlinien und die Trajektorien untersuchen. Diese fallen 
bekanntlich zusammen, wenn die Bewegung stationär ist, wie wir es für den vorliegenden Fall voraus- 
setjen müssen. Es sind dann also Stromlinien gleichzeitig Bahnkurven und ihre Darstellung würde eine 
ausgezeichnete Übersicht über die Ausbreitung und Bewegung der verschiedenen Wasserarten im Barents- 
Meer geben. Nun fragt es sich nur, wie man diese Kurven erhalten kann. Wie schon erwähnt, liegen 
Geschwindigkeitsbeobachtungen nicht vor. Wir müssen wieder die Dichtewerte heranziehen und versuchen, 
die durch die Eulerschen hydrodynamischen Gleichungen gegebene Beziehung zwischen Dichte, Druck und 
Geschwindigkeit auszunutjen. Es kommen hier die Gleichungen (8) bis (10) des § 2 in Frage: 
2 12 v sin <f — "Px = o — 2!2u sin w — — p y = o e —ip z = 0 
Q Q Q 
Für 2 Q sin <p setjen wir zur Abkürzung a. Aus den beiden ersten Gleichung en folgt = — —, d. h., daß 
U 
Richtung der Stromlinien und der Isobaren zusammenfallen, so daß die Kenntnis des Isobaren-Feldes und 
die Kenntnis des Stromfeldes identisch sind. Da man in der Meereskunde keine Drucke zu messen pflegt, 
so müssen wir die dritte der obigen Gleichungen, die die Beziehung zwischen Druck und Dichte liefert, 
heranziehen. Hierbei tritt aber wdeder eine Schwierigkeit auf, die schon bei der Berechnung der Ge 
schwindigkeiten in den Vertikalschnitten hervorgehoben wurde; man weiß nämlich nichts über die Länge 
des Integrationsweges, denn es ergibt sich p = gjpdz. Wollen wir in irgend einer Tiefe den Druck be 
rechnen, so haben wir das Integral von der Oberfläche bis zu dieser Tiefe zu erstrecken, da nun aber die 
Oberfläche des Meeres nicht eben zu sein braucht, so können wir p nur bis auf eine Konstante in z, die 
aber mit x, y, wenn dies, wie üblich, die horizontalen Koordinaten sind, variiert, bestimmen. Deshalb 
pflegt man auch in der Meereskunde die relativen und nicht die absoluten Drucke zu betrachten. Wir 
z 0 
können für den Druck po in der Tiefe z 0 schreiben Po = g ,f Q d z + n, wo n nur Funktion von x und y sein 
o 
Zl 
kann. In der Tiefe z, gilt dann entsprechend pi = gj(?dz + 7i. Bezeichnen wir mit u 0 , v 0 und u,, v* die 
o 
Geschwindigkeiten und mit q 0 , Q t die Dichte in den Tiefen z 0 bzw. z„ so folgt unter Benutjung der obigen 
Gleichungen: 
Z 0 
a • v o • Qo — Po» = gJV* fl* + »v 
z 0 
a ' u o ' Qo ~ Po* = E.fQy fl* V n y 
Zi 
a ' Vj • Oj = p is = g,f d« + tt % 
0 
*1 
— a ■ Ui •£>! = p ly = gj“ Qy d* + TVy 
0 
Bildet man die Differenzen dieser Gleichungen, so "fallen n % und rt y heraus: 
z, 
a ( v of?o — v iCh) = Po* — Pi* = gJV ■ dz 
z o 
Zl 
a ( u o?o u if?i) = Por Piy = E J" (?ydz 
z 0
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.