accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 55, 1936

20 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarle — 55. Bd. Nr. 1 
werte darzustellen, um den Anschluß an das bereits behandelte Gebiet zu gewinnen. In Figur 4 und 5 sind die 
Stationen der geographischen Lage entsprechend eingetragen. 
Holler wettern — Cuxhaven/Elbe 4 : 
Betrachten wir zunächst die geographische Verteilung der Kalkwerte von filtrierten Wasserproben. Am 
11., 12. und 20. 10. 32 lag der Kalkwert auf der ganzen Strecke zwischen 1,90 und 2,15 mäquiv/L und im 
Frühjahr ging er bis auf 1,700 herunter (20. 4. 33). Die Werte vom 17. und 18. 3. 33 lagen ab Hollerwettern 
bis Brunsbüttelkoog höher als die vom 11. 8. 33. 
Für den Gesamtkalkgehalt kommen 4 Kurven in Frage (siehe Figur 4) : am 17. 3.,, 30. 3., 20. 4. und 
11. 8. 1933. Am 17. März nimmt der Gesamtkalkgehalt mit ca. 1,85 ab Glückstadt schnell bis auf 2,175 bei 
Brunsbüttelkoog zu, nimmt dann noch schneller bis Osteriff auf ca. 2,00 ab und steigt dann nochmals an. Es 
treten also zwei Maxima auf. Am 30. März nimmt der 2 CaC0 3 unterhalb von Brunsbüttelkoog bis Balje zu; 
nach einer kleinen Abnahme steigt derselbe bei Cuxhaven bis auf rund 2,20 an. Am 20. 4. ist es ähnlich. Das 
Minimum wurde nicht klar erfaßt, liegt aber auf alle Fälle weiter flußabwärts als das vorige. Das Maximum 
dagegen erreicht einen ungeheuer großen Wert von 2,450 beim Osteriff. Im August dagegen liegt das erste 
Maximum mit ca. 2,05 viel weiter flußaufwärts, und zwar bei Hollerwettem. Bis Brunsbüttelkoog nimmt der 
Wert auf rund 1,95 ab und steigt dann bis Cuxhaven auf fast 2,20 mäquiv/L an. Im Gegensatz zu dieser starken 
Schwankung im Gesamtkalkgehalt ist die Verteilung des Kalkgehaltes im Oberflächenwasser annähernd gleichmäßig. 
Zusammenfassend können wir auch hier feststellen, daß im Herbst und Winter ein Maximum an Kalk im 
Oberflächenwasser vorhanden ist, während im Sommer und vor allem im Frühjahr ein Minimum sich herausbildet. 
Aus sämtlichen vorliegenden Werten des Beobachtungsjahres 1932/33 ist die folgende mittlere Beziehung 
zwischen der Alkalinität A und dem Salzgehalt S für einen Salzgehaltsbereich von 1,00 bis 20,00%o abgeleitet 
worden. 
[1] A u = 1,849 + 0,018 S mäquiv/L 
Auffallend an dieser Gleichung ist, daß sich ihre Konstanten von den von Schulz 1922 ermittelten (siehe 
Seite 6) nur wenig unterscheiden. Trennen wir aber die Werte der filtrierten Wasserproben von denen der 
unfiltrierten, so zeigen die Konstanten (siehe [2] und [3] gültig für das letzte Halbjahr 1932 und für das 
darauffolgende 1933) deutliche Unterschiede voneinander. 
Für den Salzgehaltsbereich von 0,50 bis 20,00%o war für 1932 
[2] A,5 ö7 = 1,860 + 0,0108 S mäquiv/L 
und für 1933 
13] A„ = 1,958 + 0,0195 S .. . „ 
A f589 = 1,738 + 0,0193 S maquiv/L 
abgeleitet worden. Die letzten beiden Gleichungen zeigen sehr deutlich den Unterschied zwischen der Änderung 
des Gesamtkalkgehaltes und derjenigen des Kalkgehaltes bei zunehmendem Salzgehalt. Die Differenz AA (u . f) 
zwischen sämtlichen beobachteten Kalkgehaltswerten für dieses Gebiet der Elbmündung beträgt durchschnittlich 
0,25 mäquiv/L, sie kann in den Gebieten mit den Maxima im Gesamtkalkgehalt und den zugehörigen W T erten 
im Kalkgehalt bis auf 0,60 ansteigen. 
Vergleichen wir die Konstanten der Gleichungen (siehe Tabelle 6) für die Frühjahrs- und Sommermonate 
mit denen der mittleren Konstanten [1], so können wir merkliche Abweichungen voneinander feststellen. 
Tabelle 6 . 
1933 
A 
U 
^1589 
a 
b 
a 
b 
März/April 
2,053 
+ 0,0037 
1,705 
4- 0,0210 
30. III. 
1,883 
0,0188 
1,666 
0,0235 
20. IV. 
2,213 
— 0,0342 
1,688 
0,0192 
11. VIII. 
1,929 
+ 0,0130 
1,715 
0,0197 
Allgemein kann gesagt werden, daß die Kalkwerte von der Flußmündung bis Hamburg abnehmen, stark in 
den extremen Monaten (April und August) und weniger stark in den übrigen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.