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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. 52. Bd. Nr. 5.
Tal». 26. Mitteltemperatnren <1. Monate Dezember — Marx
ln der Beltsee. 1 ) 2 3 )
a) Küstenstationen:
Beobachtungsstation
10-jähr.
Mittel
°/C
Mittl.
Maximum
u c
Mittl.
Minimum
o/c
Mittl.
Schwankung
°/c
Kleiner Belt
Middelfart
2,61
4,01
1,26
0,43
2,75
Grosser Belt
Kysthospitalet (3)
2,07
3,88
3,45
b) Feuerschiffe:
Beobachtungsstation
Mittel d. Winter
1921/22-1928/29
°/c
Mittel d. Sommer
1922 — 27
0 /C
Grosser Belt
Halskov-Rev
2,75
14,21
Oeresund
Lappe-Grund 2,49 I 14,44
1
Drogden (3)
2,76
13,67
c):
Beobachtungsstation
10-jähr.
Mittel
o/c
Mittl.
Maximum
4 c
Mittl.
Minimum
°/c
Mittl.
Schwankung
°/c
Freie Ostsee
Christiansö
2,81
3,70
!
i,64
ab. Innerhalb des Sundes selbst zeigt sich allerdings die bemerkenswerte Tatsache, daß das Tempe-
raturmittel von den tieferen Teilen des Sundes nach der flachen Schwelle im Süden zunimmt, wie
der Vergleich zwischen den Mitteltemperaturen von „Lappe-Grund“ und „Drogden“ ergibt (s.
Tab. 26). Aber auch in bestimmten Einzelfällen finden wir bei Drogden eine höhere Oberflächen
temperatur als bei Lappe-Grund (s. Tab. 27a), nämlich dann (s. schon S. 41), wenn bei stürmischen
westlichen Winden Nordseewasser nach Durchmischung mit Ostseewasser die flachen Schwellen in
der Beltsee überschreitet; denn das Ostseewasser ist im Winter kühler als das Nordseewasser. Im
Sommer dagegen, wenn das Ostseewasser wärmer ist, findet bei der Mischung nun eine Abkühlung
an der Oberfläche statt. Das geht auch aus Tab. 27b eindeutig hervor. Diese, sowohl im Mittel
wie auch in Einzelfällen ausgeprägte Temperaturzunahme innerhalb des Sundes im Winter ist wahr
scheinlich die Ursache für die oben betrachtete Abnahme der Vereisungsdauer.
1) Mittelwerte der Winter 1919/20—1928/29.
2) N.M.A. 1919—1929.
3) Die Temperaturwerte für Middelgrund-Fort im Sund sind:
10jäliriges Mittel: 2,58 °/c
Mittleres Maximum: 3,95 °/c
Mittleres Minimum: 1,34 °/c
Mittlere Schwankung: 2,61 °/c.