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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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zb 5min. Nachmittags, zu welcher Zeit der Himmel sich aufzuklären begann, 
nicht weniger als 128.,mm Rogenhöhe. Die am 17. September von 2* Morgens 
bis 3* 30a Nachmittags in demselben Marine -Hospital zu Yokohama (in 
35° 25' 30‘ Nord-Br. und 139° 39‘ 40“ Ost-Lg.) beobachteten Barometer- 
stände waren: 
am 17. September: 
751.8 mm. 7% a.m. | 744500 | 12% m, | 740.600 
751.3 mm. 8 a. m. | 744.2 m. 1® p. m. | 738,9 mm. 
748,g mm. 9h a, m. | 743.2 0m. 2b p. m. | 737,9 mm. 
ET 32 p. m. | 736,1 0m. 
745.2mm. | 11% a, m. | 741.70m. | 31% p. m. | 735.6 nm 
Um 4 Nachmittags zeigte das Barometer wieder 737.9" und um 9* Abends 
742.9mm. Der an Bord I. Br. M. S. „Modeste“ beobachtete niedrigste Baro- 
neterstand betrug 741.7" und an Bord der „Glengyle“ 739.1 mm, 
Aus den Reiseberichten S. M. S. „Luise“, > Corv.-Capt. Ditmar. 
8. M. S. „Luise“, unter dem Commando des Corv.-Capt. Ditmar, war 
am 29. Dezember 1875 in Rio de Janeiro angekommen, Am 12. Januar 1876 
zetzte sie ihre Reise, südlich von dem Cap der guten Hoffnung quer durch den 
[ndischen Ocean segelnd, fort und langte am 2, April in Melbourne an, wo sie bis 
zum 15. April verweilte; alsdann begab sie sich nach Sydney und vollendete 
von dort aus, über Hongkong, die Sulu-Inseln und Zebw segelnd (vom 23. April 
bis 1. Juli), ihre Reise nach der Ostasiatischen Station, wo sie seildem in den 
zhinesischen Gewässern verblieben ist. 
Aus den über diesen letzten Theil der Reise S. M. S. „Lwise“ und über 
ihren Aufenthalt bei China von dem Commandanten derselben, Corvetten-Capitain 
Ditmar, eingesandten Berichten theilen wir hier Nachstehendes mit: 
I. Reise von Sydney nach den Sulu-Inseln, 
„Von Mellish-Riff ab nach Norden bis zu den Salomons-Inseln, Neu- 
Britannien und Neu-Irland fährt man in sehr unbekanntem Fahrwasser.”) Die 
Zegelanweisungen für dasselbe sind nur sehr mangelhaft. Man ist hier nur auf 
las eigene Auge angewiesen. Nach meinen eigenen Erfahrungen kann ich diese 
Route für die Monate April bis Juni nicht als die beste von der Ostküste 
Australiens bis China empfehlen, wie es von englischer Seite geschehen ist 
(s. „Ann, d. Hydr.“, 1875, pag. 124), bevor nicht jene Gegenden besser ver- 
messen sind. Die mittlere, ja selbst die äussere östliche Route dürfte für diese 
Zeit vorzuziehen sein.“ 
Stromkabbelungen. „Auf dieser Route wurden bis nördlich von Neu- 
Irland sehr eigenthümliche Stromkabbelungen bemerkt; sie sind voll von Treib- 
10lz und Schiffstrümmern, welche an die Schiffsseiten anschlagen. Am Tage 
kann man diese Kabbelungen mit dem Auge verfolgen; sie bezeichnen gleich- 
zam die Ufer des sich bewegenden Wassers, an welchen die Strömung alles 
mit sich führende ablagert. Unmittelbar hinter den brausenden und sich über- 
stürzenden Wellen liegen im ruhigen Wasser die grössten Stämme, unter deren 
Schutz die junge Fischbrut lebt; daher suchen hier Tausende von Seevögeln 
ihre Nahrung und Beute. Man kann mit ziemlicher Sicherheit, wenn man Wind 
und Wetter berücksichtigt, nach der langen Reihe der emsig fischenden See- 
vögel am Tage die Richtung des Stromes erkennen, welcher das Schiff ver- 
setzen wird.“ 
Winde und Strömungsverhältnisse zwischen dem Aequator in 150° Ost-Lg. 
und den Sulu-Inseln. S. M. S. „Luise“ schnitt am 17. Mai den Aequator in 
150° Ost-Lg. Vom 20. Mai ab (in 144° Ost-Lg.) stellten sich westsüdwestliche 
and westliche Winde und Calmenwetter mit schweren Regengüssen und oft 
heftigen Böen ein: erst am 2. Juni in 4'2° Nord-Br. und ca. 132° Ost-Lg. 
) Vgl. Ann. d. Hydr., 1876, pag. 59. 
X Vel. Ann. d. Hydr., 1876, pas. 13.
	        
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