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Full text : 51, 1932

Eckardt-Lühe:  Höhenwindmessungen  —  X.  Forschungsfahrt  der  D.  Seewarte

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23.  Januar  1929.
7.00  Uhr  klare  Sicht  (30  km),  im  Osten  ein  heller  Streifen  über  der  Kimm  (Sonnenaufgang),  der  Himmel  mit
dichter  Stratusdecke  in  200  m  Höhe  überzogen.
7.25  Uhr  plötzlich  dichter  Bodennebel,  Sicht  200  m,  im  Zenit  streu,  blaue  Lücken.  Sicht  geht  schnell  auf  50  m
herab.  Das  Schiff  stoppt.  Nach  einiger  Zeit  setzt  das  Schiff  trotz  unveränderten  Nebels  die  Fahrt  mit  geringer ­
  Geschwindigkeit  fort.
10.20  Uhr  Nebel  in  Schwaden,  Sicht  2  km,  dann  wieder  200  bis  50  m.  Sonnenscheibe  zeitweise  sichtbar.
12.00  Uhr  Schiffsort:  39°,4  NB  n°,2  WL.
12.00  Uhr  kommen  wir  plötzlich  aus  dem  Nebel,  Sicht  voraus  über  20  km,  oben  streu,  Sonnenblicke.
Die  Nebelbank  liegt  jetzt  hinter  uns,  besonders  nach  der  Steuerbordseite.  Höhe  des  Bodennebels  etwa  100
bis  200  m.
13.05  Uhr  anscheinend  zunehmende  Aufheiterung,  Sicht  20—30  km.
14.00  Uhr  zeitweise  ganz  feine  Dunstschwaden  (Nebelreste)  in  etwa  200  m  dahinjagend.  Sicht  10  km,  nach  Steuerbord ­
  vorn  nur  5  km.
15.00  Uhr  in  neue  Nebelwand  eintauchend,  Sicht  300  m.
15.15  Uhr  wieder  aus  dem  Nebel,  gute  Sicht,  aufklarend.  Wir  lassen  den  Wolkenrand  der  streu  hinter  uns.
15.45  Uhr  von  neuem  in  Nebel,  Sicht  100  m,  nach  10  Minuten  wieder  klar,  aber  8/10  strcu-Bewölkung.  Am
Horizont,  besonders  im  Westen  zeitweise  Nebelbänke  erkennbar.  Abends  Aufklaren,  einzelne  acu,  ci.
19.12  Uhr  hell  beleuchteter  Stratus  besonders  am  Südost-Horizont,  in  einzelnen  dünnen  Fetzen  zeitweise  durch
Zenit.
21.00  Uhr  Stratus  durch  Mond  hell  beleuchtet,  etwas  cu-artig;  an  Backbord  ziehen  zeitweise  leichte  Dunstschwaden. ­
  Das  Schiff  an  Deck  stark  mit  Feuchtigkeit  beschlagen.
24.  Januar  1929.
7.00  Uhr  abnehmender  streu.
1  x  .00  Uhr  Bewölkung  wieder  zugenommen,  str-Decke  400  m,  später  wieder  abnehmend.
12.00  Uhr  Schiffsort:  34°,5  NB  i3°,6  WL.
13.00  Uhr  beginnendes  Aufklaren,  3/10  streu.
14.00  Uhr  veränderliche  Bewölkung  streu,  frstr,  zwischen  4/10  und  6/10.
21.00  Uhr  sehr  sichtig,  schöner  Mondschein,  nur  vereinzelt  schwache  str-Fetzen,  im  Westen  etwas  astr.
21.30  Uhr  ci-Streifen  SSE—NNW.
25.  Januar  1929.
7.00  Uhr  sonnig,  klar,  kleine  cu  ohne  scharfe  Ränder  (Passatcumuli).  Bewölkung  abnehmend.
9.52  Uhr  (11  MGZ)  querab  Insel  Salvage  Grande  (23  Seemeilen  =  43  km)  sichtbar.  Sicht  über  50  km;  abnehmende ­
  Bewölkung;  im  Südwesten  einige  ci.
12.00  Uhr  Schiffsort:  29°,6  NB  i5°,6  WL.
14.00  Uhr  lange  Dünung.  Insel  Tenerife  in  Sicht.  Pic  de  Teide  mit  Hinderniswolken,  ebenso  im  Osten  über  der
Insel  Lanzarote.  Insel  selbst  in  bläulichem  Dunst.
18.30  Uhr  Ankunft  in  Sta.  Cruz  de  Tenerife  (28°,4  NB  16 0 ,  3  WL).  Nächtliche  Autofahrt  bis  La  Laguna  in  600  m
Höhe.  In  500  m  Höhe  werden  die  über  dem  Bergmassiv  lagernden  dünnen  str-Wolken  durchstoßen;  darüber
klar  und  Mondschein.
21.00  Uhr  dünne  str-Bewölkung  (7/xo)  aus  NE,  Mond  zeitweise  durchscheinend.
26.  Januar  1929.
In  der  zweiten  Nachthälfte  Fahrt  von  Santa  Cruz  nach  Puerto  de  la  Luz  auf  Gran  Canaria.
7.00  Uhr  Schiff  liegt  im  Hafen  von  Las  Palmas  an  der  Mole.  Himmel  wolkenlos,  Horizont  etwas  dunstig,  einzelne
Hinderniswolken  über  den  Berglehnen.
10.00  Uhr  Abfahrt  von  La  Luz  (28°,2  NB  i5°,4  WL).
12.00  Uhr  Schiffsort:  27°,9  NB  i5°,3  WL.
14.00  Uhr  cu  über  Gran  Canaria,  achteraus.
21.00  Uhr  sehr  schönes  klares  Wetter,  gegenüber  dem  Monde  etwas  diesige,  sonst  klare  Kimm.  Den  ganzen  Tag
fast  wolkenlos,  nur  über  Gran  Canaria  einige  Hinderniscumuli;  außerdem  westlich  einige  Cirren  (kaum  1/10).
            
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