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Volltext : 51, 1932

Rudolf  Geiger  und  Fritz  Wagner:  Höhenwinde  vor  der  westafrikanischen  Küste

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vor  der  afrikanischen  Küste  sind  daher  eine  Bestätigung  der  Anschauung  von  H.  S  e  i  1  k  o  p  f,
daß  wegen  der  starken  Einflüsse  des  eurasisch-afrikanischen  und  des  amerikanischen  Festlandblockes ­
  der  Atlantische  Ozean  nur  als  ein  verhältnismäßig  schmaler  Kanal  aufzufassen  ist,  über
dem  sich  die  große  Zirkulation  nicht  ungestört  entwickeln  kann  (a.  a.  0.,  S.  279).
Gestützt  wird  diese  Anschauung  durch  die  Karten  des  mittleren  Luftdruckes  von  Nordafrika, ­
  die  H.  G.  Lyons 32  1917  für  3000  m  Höhe  von  den  Extremmonaten  Januar  und  Juli
veröffentlicht  hat.  Die  winterliche  Karte  zeigt  in  3000  m  tiefen  Luftdruck  über  Nordafrika
und  über  dem  angrenzenden  Teil  des  Atlantik  einen  Isobarenverlauf  von  Westnordwest  nach
Ostsüdost.  Jedoch  wird  man  erst  dann  ein  abschließendes  Urteil  über  die  Einordnung  der
beobachteten  Nordwestwinde  in  die  atmosphärische  Zirkulation  fällen  können,  wenn  das  von
den  anderen  Jahreszeiten  vorliegende  Beobachtungsmaterial  bearbeitet  worden  ist.

Bemerkungen  zum  meteorologischen  Tagebuch.
Die  tabellarische  Darstellung  des  meteorologischen  Tagebuchs  enthält  die  dreimal  täglich  angestellten
Terminbeobachtungen  zu  den  wahren  Ortszeiten  7 h ,  14 h  und  21 b .  Die  Schiffspositionen  sind  erst  dann  für
die  Beobachtungstermine  aus  den  Seekarten  entnommen,  wenn  auf  Grund  der  Besteckversetzung  der  wahre
gefahrene  Kurs  festgestellt  -war.  Der  Luftdruck  wurde  an  den  Quecksilberbarometern  abgelesen,  die  zum
Schiffsinventar  gehörten,  der  Wert  der  Ablesung  wurde  auf  0°,  Meeresniveau  und  Normalschwere  reduziert.
Er  ist  auf  ganze  Millimeter  abgerundet.  Die  Temperatur-  und  die  Feuchtigkeitsmessungen  geschahen  mit
dem  großen  Aßmannschen  Aspirationpsychrometer  in  Luv  vom  Peilkompaßdeck  aus.  Der  mit  dem  Handanemometer ­
  auch  dort  gemessene  Wind  wurde  durch  graphische  Subtraktion  des  Vektors  der  Schiffsbewegung ­
  in  den  wahren  Wind  nach  Richtung  und  Geschwindigkeit  umgewandelt.  Die  Wasserfarbe  wurde
durch  Vergleich  mit  Farbproben  im  Bug-  oder  Heckwässer  bestimmt,  die  Zahlen  bedeuten  Prozente  Gelbgehalt.
Die  Angaben  der  Sicht,  des  Seeganges,  der  Dünung  und  des  Wetters  erfolgten  durch  die  entsprechenden
Ziffern  des  internationalen  Wetterschlüssels,  die  Kimmschärfe  nach  einer  von  H.  Seilkopf 8 *  aufgestellten
Skala:  1  Kimm  diesig,  2  Kimm  klar,  aber  leichtes  Dunstband  am  Horizont,  3  Kimm  klar,  aber  ohne  Dunstband, ­
  4  Kimm  sehr  klar  und  sehr  sichtig.  Die  Wolken  sind  nach  der  internationalen  Bezeichnung  angegeben,
die  Ziffern  bedeuten  den  Bewölkungsgrad  in  */><>  der  Himmelsbedeckung.  Zum  Schluß  jeden  Tages  ist  eine
kurze  Beschreibung  des  Wetterverlaufs  beigefügt.
82  H.  G.  Lyons,  The  Distribution  of  Pressure  and  the  air  Circulation  over  Northern  Africa.  Quarterly  Journal
of  the  Royal  met.  Society,  Vol.  43,  1917,  London  1917  p.  135.
88  H.  Seilkopf,  Flugmeteorologische  Ergebnisse  der  Ozeän-Studienfahrten  der  Deutschen  Seewarte.  Ann.  d.
Hydr.  usw.,  1927,  S.  177—182,  S.  211—215.
            
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