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Full text: 51, 1932

30 Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 51. Bd., Nr. 2 
verliert an Geschwindigkeit und die Nordwestströmung in der Höhe ist zu einem Westwind 
geworden bei weiterer Windgeschwindigkeitszunahme. 
Die restlichen Aufstiege fanden alle bei zyklonalem Wetter statt; sie zeigen das Bild der 
einfachen Winddrehung und der Windgeschwindigkeitszunahme mit der Höhe. 
Sowohl bei der Ausreise als auch bei der Heimreise zeigte es sich, daß die Luftbewegungen 
in der Höhe nördlich von ungefähr 25° N. Br. während der herbstlichen Jahreszeit noch sehr 
stark unter dem Einfluß der rasch wechselnden Luftdruckverteilung der gemäßigten Breiten 
stehen. Durch das stichprobenartige Anstellcn von einzelnen Höhenwindmeßreihen wird man 
kaum das Stromfeld der Luft so erfassen, daß man die mittleren Zustände darstellen kann. 
IV. Das Stromfeld der Luft im Herbst 
(September bis November). 
1. Materlaierweiterung zur Darstellung des mittleren Stromfeldes. 
Von den 66 Höhenaufstiegen der 13. Forschungsfahrt fallen 53 Aufstiege in den Breiten 
bereich von 40° bis 5° Nordbreite, dessen Stromfeld besonders untersucht werden soll. Bei der 
Einteilung dieses Breitenbereichs in 5°-Breitengruppen, um eine Zusammenfassung der Höhen 
windmessungen durchzuführen, fallen auf die einzelnen 5 “-Gruppen im allgemeinen nur eine 
geringe und insbesondere nur eine sehr unterschiedliche Anzahl von Beobachtungen. Eine Zu 
sammenfassung der Höhenwindmessungen der 13. Forschungsfahrt in einzelne 5 “-Breitengruppen 
versprach daher wegen der ungünstigen Verteilung der Aufstiege keinen rechten Erfolg; auch 
eine Zusammenfassung in umfassenderen Breitengruppen erschien nicht günstig, da die Ver 
änderlichkeit des Stromfeldes der Luft mit der Breite zu groß ist; durch eine Vergrößerung der 
Breitengruppen würden besondere Charakteristiken des Stromfeldes verlorengehen. Um aber 
auf eine zusammenfassende Bearbeitung nicht zu verzichten, wurde weiteres Beobachtungs 
material herangezogen, das in dem betrachteten Breitenraum von 40° bis 5 n N. Br. und in der 
gleichen Jahreszeit von anderen deutschen Schiffen gesammelt worden war. Es kamen dafür 
die Beobachtungen von den Höhenwindmeßstellen „A“ (M. S. „Monte Olivia“, später D. 
„Cap Norte“ und D. „Cap Polonio“) und „C“ (D. „Sierra Morena“) in Frage, die in dem 
entsprechenden Zeitraum von September bis November in den Jahren 1928, 1929 und 1930 von 
den Schiffsoffizieren angestellt waren. Hinzu kamen noch einige Aufstiege von der 2. Forschungs 
fahrt 1922 aus dem Bereich der Azoren. Dadurch erhöhte sich das Beobachtungsmaterial auf 
173 Höhenaufstiege. Bis zu den Kanarischen Inseln decken sich die Fahrtrouten der beiden 
Höhenwindmeßstellen A und C mit der Route von der 13. Forschungsfahrt; von 25° N. Br. an 
trennen sich die Kurse nach Südamerika von denen nach Westafrika. Dadurch dehnt sich der 
mit Beobachtungen überdeckte Raum innerhalb der Breitenstreifen nach Westen aus. Dieses 
ist für die Bearbeitung der Ergebnisse von Vorteil, denn jetzt kann außerdem noch untersucht 
werden, wie sich das Stromfeld der Luft innerhalb der Breitenstreifen mit der Länge verändert. 
Die Aufstiege der 13. Forschungsfahrt sind vorwiegend reine Küstenaufstiege, deren Trennung 
von den Ballonaufstiegen auf der reinen Seestrecke durchaus gerechtfertigt ist. Darum werden 
in der folgenden Bearbeitung die Beobachtungen nicht in Breitengruppen, sondern in 5“-Feldern 
zusammengeschlossen. Die 5 “-Felder an der afrikanischen Küste sind von Norden nach Süden 
fortlaufend von I bis VII numeriert, die 5“-Felder auf See ebenfalls von Norden nach Süden 
mit VIII bis XII. (Siehe Abb. II.)
	        
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