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Full text: 51, 1932

Eckardt-Lühe: Höhenwindmessungen — X. Forschungsfahrt der D. Seewarte 
21 
Allerdings ist auch die Wetterlage, sowohl auf der Aus- wie auf der Heimreise, nicht günstig für die mögliche 
Entwicklung einer Passatströmung. Zu beiden Zeiten nähern sich starke Tiefdruckbildungen der europäisch 
afrikanischen Küste. Auf der Ausreise wird durch das weit südliche Ausgreifen tiefen Druckes am Boden Südost 
strömung verursacht, die nur bei einem der drei in Frage kommenden Aufstiege bis 500 m nach Osten schwenkt, 
während sonst stetige Rechtsdrehung erfolgte. Auf dem Rückweg berührte ein Vorstoß des Azorenhochs fast die 
Westküsten, während ziemlich starke Minima über Nordspanien südostwärts zogen. Die kräftige NW-Strömung 
wird dadurch erklärt, daß das Expeditionsschiff schon die etwa wenig nördlich der Kanaren liegende Divergenz 
linie überschritten hatte. 
2. In der Breite zwischen 20 0 und 32 0 N (Tabelle III): 
Hier ist entschieden NE-Passatströmung und zwar hat sie bis 1000 m und zwischen 2500 und 3000 m das voll 
ständige Uebergewicht, in den dazwischenliegenden Stufen nähern sich, z. T. übertreffen die entsprechenden 
SE-Werte. Ein Teil der Ostwerte hat jedoch noch eine mehr oder weniger große N-Komponente, deren Ein 
rechnung das Uebergewicht des Passates noch in 2 bis 2,5 km in erhöhtem Maße gegenüber der W-Strömung her 
vortreten läßt (Tabelle III ab). 
Tabelle m. 
Breite 20°—32° N nach den Aufstiegen Nr. 4, 5, 6, 7, 8, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33. 
Schicht- 
km 
Boden 
0—0,5 
0,5—1 
1—1,5 
1,5—2 
2—2,5 
2,5—3 
3—4 
4—5 
5—6 
6—7 
7—8 
8—9 
9—9,5 
E-Winde 
78 
100 
93 
A 
64 
Proz 
69 
entzah 
54 
len de 
42 
r Häu 
10 
igkeit 
17 
W-Winde 
— 
— 
7 
14 
23 
23 
50 
60 
30 
100 
83 
100 
100 
100 
a) N 
22 
— 
— 
22 
8 
15 
8 
30 
10 
.—. 
NE 
56 
79 
57 
14 
23 
23 
33 
10 
— 
— 
17 
— 
— 
— 
E 
22 
7 
7 
14 
23 
15 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
SE 
— 
14 
29 
36 
23 
15 
8 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
S 
— 
— 
— 
— 
— 
9 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
SW 
— 
— 
7 
14 
15 
23 
8 
— 
10 
20 
— 
50 
— 
— 
W 
— 
— 
— 
— 
8 
— 
25 
50 
40 
29 
66 
25 
50 
100 
NW 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
18 
10 
40 
42 
17 
25 
50 
— 
b) NE 
57 
79 
64 
21 
23 
38 
33 
20 
— 
— 
17 
— 
— 
SE 
14 
21 
29 
36 
46 
15 
8 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
SW 
— 
— 
7 
14 
23 
23 
8 
— 
30 
57 
66 
75 
50 
100 
NW 
— 
— 
— 
— 
— 
8 
33 
50 
60 
43 
17 
25 
50 
— 
N 
(3) 7,3 
B. M 
(3)6,6 
ittlere 
(1)5,0 
Gescl 
(2)6,8 
ìwindij 
(1)6,2 
?keiter 
(3)5,0 
in m 
(1)4,4 
ps: 
NE 
(8) 7,6 
(11)7,6 
(8)6,6 
(2)5,0 
(3)3,9 
(3)5,9 
(4)5,5 
(1)5,9 
— 
— 
(1) 4,4 
— 
— 
— 
E 
(3) 10,3 
(1)2,4 
(1)4,0 
(2| 5,8 
(3)5,5 
(2) 5,4 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
SE 
— 
(2)7,5 
(4)6,1 
(5) 3,5 
(3)4,7 
(2)4,4 
(1)1,6 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
S 
— 
— 
■ 
— 
— 
(1)3,2 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
SW 
— 
— 
(1)3,2 
(2)6,1 
(2)3,9 
(3)6,7 
(1)2,2 
— 
(1)7,4 
(2)6,9 
— 
(2)18,9 
— 
— 
w 
— 
— 
— 
— 
(1)8,4 
— 
(3)7,9 
(5)5,6 
(4)9,2 
(2)9,5 
(4)11,2 
(1) 8,0 
(1)27,4 
(1)20,0 
NW 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
(2)2,0 
(1)2,5 
(4)3,4 
(3)4,8 
(1)10,3 
(1) 7,2 
(1)10,3 
— 
Schicht 
8,1 
7,3 
6,2 
5,1 
0,3 
6,1 
5,5 
5,8 
7,1 
8,0 
11,8 
15,2 
21,6 
(14,2) 
Betrachtet man in dieser Tabelle nach Ausschaltung der reinen vier Hauptstrichwinde nur die Quadranten, so 
zeigt sich zwischen 1 und 2 km eine starke Ueberlegenheit schwacher SE-Winde. Die Wetterlage lehrt, daß während 
der Aufstiege 5 bis 8 ein Vorstoß hohen Druckes von Norden her, bei 25 bis 28 ein solcher von Nordwesten her 
erfolgte, wodurch die nach der afrikanischen Küste südwärts durchgezogenen Teiltiefs abgeschnürt wurden. 
Das Druckfeld in den Höhen zwischen 1 und 2 km dürfte demnach sehr wohl nach dem zweiten Kreisviertel zu 
verschoben gewesen sein, es erscheint aber immerhin fraglich, ob beim Fehlen dieser Umstände eine Vorherrschaft 
der Passatströmung in dieser Schicht angenommen werden darf. Hierfür spricht jedoch die sonst für diese Breite 
von den eingangs erwähnten Bearbeitern nicht festgestellte Rechtsdrehung der Strömung bis in 2 km, was den
	        
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