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Full text: 51, 1932

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 51. Band Nr. 1 
Innerhalb dieser Gruppen fand für die Bearbeitung nach Pepplcr die rechnerische Feststellung statt: 
1. der Prozentzahlen der Häufigkeit der Ost- und Westwinde, sowie der 8 Hauptstriche einzeln, 
2. der Durchschnittsgeschwindigkeit der 8 Hauptstriche und Schichten, letztere nach der Methode der ver 
tikalen Differenzen: skalare Mittel. Die eingeklammerten Zahlen geben die Anzahl der verwerteten Be 
obachtungen an. 
I. Die Strömungsverhältnisse über dem Atlantischen Ozean an der Westküste Afrikas 
östlich 20° W-Länge im Winter. 
Die Betrachtung der vorbenannten Tabellen führte zu nachstehenden Folgerungen: 
1. Nördlich des 33ten Breitengrades (Tabelle II): 
Die Westwinde überwiegen bei weitem vom Boden ab, vom NE-Passat ist keine Spur vorhanden, besonders 
tritt NW hervor, der in allen Höhen unter 1000 m fast 50% ausmacht, darüber aber schnell 100% erreicht. 
Die Veränderlichkeit schwankt zwischen SE über SW nach NW, dagegen fehlen die Richtungen N bis E 
gänzlich. Am größten ist die Veränderlichkeit also am Boden und nimmt bis 1000 m schnell ab, über 1000 m ist 
sie praktisch gleich Null. 
Tabelle II. 
Breite 33°—44° N nach den Aufstiegen Nr. 1, 2, 3, 34, 35, 36, 37, 38, 39. 
Schicht-km 
Boden 
0—Ojt) 
0,5—1 
1—1,5 
1,5—2 
2—2,5 
2,5—3 
Prozentzahlen der Häufigkeit: 
E-Winde 
22 
11 
W-Winde 
67 
89 
100 
100 
100 
100 
100 
N 
NE 
E 
SE 
22 
11 
S 
11 
SW 
11 
22 
20 
w 
11 
11 
20 
NW 
45 
56 
CO 
100 
100 
100 
100 
Mittlere Geschwindigkeiten in 
mps: 
N 
NE 
E 
SE 
(2) 2,5 
(1) 4,8 
S 
(1-) 2,0 
SW 
(1) 10,0 
(2) 4,8 
(1) 7,2 
w 
(1) 10,0 
(1) 8,9 
(1) 11,2 
NW 
(4) 10,8 
(5) 12,2 
(3) 7,7 
(3) 8,7 
(2) 6,2 
(1) 9,5 
(1) 8,3 
Schicht 
7,8 
9,4 
9,5 
10,4 
8,6 
(HA) 
(9,9) 
Die skalare durchschnittliche Windgeschwindigkeit nimmt bis 500 m ziemlich stark zu, dann weniger. Zwischen 
1000 und 1500 m ist die Windgeschwindigkeit am stärksten, um dann wieder stark abzunehmen und später bis 
auf etwa 10 m anzusteigen. Die Maxima der gemessenen Windstärken übertreffen die Skalarmittel bis 1000 m 
etwa um 50 %, darüber erreichen sie dieselben meist nicht. 
Wegen der starken Bewölkung konnten nur geringe Höhen erreicht werden, daher sind die Ergebnisse wenig 
verallgemeinerungsfahig, namentlich bezüglich der Windstärken. Aus der Tatsache aber, daß in den sämtlichen 
9 Aufstiegen kein einziges Mal NE auftritt, dürfte mit Sicherheit gefolgert werden, daß im Winter die Passat 
strömung auch in höheren Luftschichten — am Boden ist dies wegen des jahreszeitlichen Zurücktretens des Roß 
breitengürtels nach Süden infolge des Sonnenstandes ohne weiteres ausgeschlossen — nicht vorkommt. Das bestä 
tigt auch das besonders große Übergewicht der W-Winde gegenüber den E-Winden. Peppier sagt dagegen (S. 30), 
daß im Sommer der eigentliche NE-Passat noch gelegentlich zwischen 35 und 40° N auftritt, zwischen 30 und 35 0 N 
im Meeresniveau mit großer Vorherrschaft weht (S. 33).
	        
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