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Volltext: 49, 1930/1931

J. Georg! — F. A hl grimm — W. Stöbe: Forschungsreise „Meteor“ nach Island—Grönland 1928. Bl 
Wassertemperatur zeigen soll. Die Punkte decken 
sich mit den Punkten des Registrierblattes. Nur zur 
Verdeutlichung des Verlaufes der hier nicht, wie im 
Original, durch verschiedene Farbe kenntlich ge 
machten Punktreihen sind an einzelnen Stellen nach 
träglich Verbindungsstriche eingefügt. 
Tab. 3 gibt die Stundenwerte der Wassertempe 
ratur, der Lufttemperatur in Hütte und Mast, letztere 
beiden nach dem Multithermographen, während 
Abb. 12 den Temperatur- und Feuchteverlauf nach 
dem Thermohygrographen darstellt. Mit dem ein 
fachen Pfeil bei 03.45 ist der Eintritt in das Kalt 
wasser bezeichnet, mit K> die Umkehr auf Gegenkurs 
(SE); bei IO ist das Schiff wieder auf den ursprüng 
lichen NW-Kurs gelegt worden. Der Pfeil bei 07.35 
bezeichnet den zweiten Eintritt in das Kaltwasser. 
Die um 09.00 noch sichtbare Erhebung der Tempe 
raturkurve ist sekundärer Natur. Sie rührt von einem 
zu dieser Zeit geschnittenen Warmwasserfaden her, 
der in das Kaltwasser eingebettet war. 
Abb. 11. Übergang zum kalten Ostgrönland 
strom am 14. August 1928. Wiedergabe der 
Registrierung des Multithermographen von 
Hartmann und Braun. 
Abb. 12. Thermohygrograph beim Über 
gang zum Kaltwasser am 14. Aug. 1928. 
Tabelle 3. 
MEZ 
02 
03 
04 
05 
06 
07 
08 
09 
10 
11 
12 
13 
14 
Wasseroberfläche 
10.6 
10.3 
1.8 
9.5 
10.3 
9.7 
2.2 
10.0 
1.5 
0.9 
1.2 
1.3 
1.0 
Hütte 
9.8 
10.0 
9.1 
8.5 
9.9 
9.7 
5.3 
5.7 
5.3 
4.8 
4.3 
3.8 
3.3 
Mast 
9.2 
9.4 
8.5 
8.1 
9.5 
9.6 
7.5 
7.7 
7.2 
6.8 
7.2 
5.5 
4.9 
Wie Tab. 3 zeigt, schreitet die Abkühlung der Luft über dem Kaltwasser von unten nach oben sehr 
stark verzögert fort, so daß bei 04 und von 08 Uhr ab fortdauernd die Temperatur im Mast höher ist, als 
in der Hütte. Bild 18, Taf. 5 gibt die Ausbreitung des Rauches um 08.20 Uhr wieder, Blick nach NE. 
Die Inversion ist offenbar sehr ausgedehnt und zwingt den Rauch zur schichtweisen Ausbreitung, trotz 
des frischen Windes von WSW 4. Sehr interessant ist das Auswachsen des Rauches im linken Teil des 
Bildes. Es scheint dort eine starke Linksdrehung des Windes vorzuliegen, möglicherweise schon ein 
Vorstoß des NE-Windes, der beim Schiff von 16 Uhr MEZ ab einsetzt. 
Besonders wurde am Vormittag auf die Änderungen der Sicht geachtet. Es wurde kein Nebel 
oder Andeutung von dessen Bildung beobachtet, weder beim Passieren der Kaltwasser 
grenze, noch in der Nähe des mehrfach passierten ersten Eisberges. Es herrschte vom Beginn des 14. bis 
gegen 10.00 h SW Stärke 4—5 mit niederen str-cu und ni und Regenschauern, infolgedessen mit 
wechselnder, aber 2 km zunächst nicht unterschreitender Sicht.
	        
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