H. Markgraf und E. D Obers: Scimlmäßigc Auswertung und Bearbeitung- einer Wetterkarte. H
schmolzen, zwischen Kaltfrontregen und Aufgleitregen ist kein Zwischenraum mehr vorhanden. Die Auf
gleitregenzone ist in diesem besonderen Fall gewaltig- angewachsen. (Wiek 4° a-str ni, Kinn 4° ni ®,
Ona 6° a-str ni @, östersund — 1° ni ^.)
Wie in einem Tal erscheint so die subtropische Warmluft zwischen den zwei Hängen der Kaltluft
massen eingebettet. Solange dieser Zustand andauert, ist das Gleichgewicht gestört. Erst wenn die Warm
luft völlig vom Boden abgehoben über den beiden Kaltluftmassen lagert, kann Ruhe eintreten. Dies leitet
hin zum Verständnis zweier für die Wettervorhersage wichtigen Regeln (nicht Gesetze!):
1. Eine Zyklone vertieft sich, solange sie einen vollständigen Warmsektor
besitzt.
(Denn solange ist das Gleichgewicht zwischen den Luftmassen gestört, und der unter Wirbelung
sich vollziehende Vorgang des Umsatzes von Energie der Lage in Energie der Bewegung (Wind,
Sturm) hält solange unvermindert an.)
2. Die Zyklone zieht in Richtung der Strömung im Warmsektor.
(Denn die warme Strömung trägt die Warmfront voran; d. h. der Warmsektor gewinnt in Richtung
der warmen Strömung an Raum. Mit ihm aber verlagert sich ständig das Gebiet, in dem das Luft
massengleichgewicht gestört ist, und da von diesem Gebiet die Zyklonenbildung ausgeht, folgt ihm
auch die Zyklone selbst.)
Vorliegende Abhandlung erscheint gleichzeitig für den Schulgebrauch unter dem Titel:
Die Wetterkarte im neuzeitlichen Unterricht. 1. Teil. Die Zyklone. Zu dieser Schulgebrauchs-
Ausgabe gehört eine Tasche mit 150 Arbeitskarten und 30 Vorlagen. — Der Preis der Schul-
gebrauchs-Ausgabe beträgt 2 Reichsmark.