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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1910. 
Tabelle V. Temperaturzunahme von zwei zu zwei Grad auf dem deutschen Seglerweg. 
34° 8-Br., | 29° S-Br, | 283.2°8Br. | 17.2°8Br., 1098-Br., 
20° O-Lg. 12° O-Lg. | 4° O-Lg. | 4° W-Lg. 12° W-Le. 
2058-Br.,  23,2° S-Br., 9 SBr, „10° S-Br., ] 3° 8-Br., 
12° O-Le. 490 O-Lg. 4° W-Lg. ' 12? W-Lg. 20° W-Ly. 
Januar _ 
Februar 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli | 
August 
September 
Oktober 
November 
Dezember 
Jahr 
Tabelle VI. Temperaturzunahme von zwei zu zwei Grad auf dem englischen Dampferweg. 
‘88° $-Br., 18° O-Lg. 26.4° S-Br., 12°0-Lg. 19.5° S-Br., 620-Lg. | 6.79 S-Br., 4° W-Le. 
26.4° S-Br., 12°0-Lg.'19.5° S-Br., 6°0-Lg., 6.7° S-Br., 4° W-Lg.i VLr. 10° W-Le, 
Januar 
Februar 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
August 
September / 
Oktober 
November 
Dezember 
Jahr 
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Beide Tabellen geben uns ungefähr dasselbe Bild der Temperaturzunahme 
nach Norden, nur daß die Verhältnisse auf dem englischen Dampferweg wegen 
des steileren Aufstiegs der Linie nach Norden sich extremer gestalten. 
Wir erhalten die Erstreckung der Benguela-Strömung innerhalb des Meeres- 
teiles, der durch die drei Schiffslinien geschnitten wird, demnach folgendermaßen: 
Im Bereich des südlichen Schiffsweges zeigt die Ausbiegung der Isothermen nach 
Norden, aber auch die intensive Temperaturabnahme auf den beiden durch den 
Schiffsweg gelegten Schnitten, daß die Benguela-Strömung in einem Streifen zu 
suchen ist, der durch die Längengrade von 0° und 15°O aus der Route heraus- 
geschnitten wird. Offenbar ist hier die Stelle, wo sich die Benguela-Strömung 
aus der Westwindtrift abzweigt, da die Ausbuchtung der Isothermen und die 
Temperaturabnahme sich nach Süden hin verbreitert; die Strömung scheint also 
von einer breiteren Basis abfließend sich nach Norden hin zu verjüngen. Nach 
Norden fließend, gelangen durch diesen Streifen kalte Wassermassen in Breiten, 
die an sich wärmer sind, und damit in den Bereich der zwei nördlichen Schiffs- 
linien. Es treten dann hier die Verhältnisse ein, von denen oben die Rede war, 
nämlich die Verzögerung der Temperaturzunahme nach Norden durch die kalten 
Wassermassen, Sehen wir vorläufig von der jahreszeitlichen Anderung der Tem- 
peraturzunahme ab, so fällt sofort auf, daß die Temperaturzunahme nach Norden 
nicht in allen Teilen der beiden Schiffswege denselben Betrag erreicht, wie die 
Jahresmittel der einzelnen Abschnitte in den Tabellen V und VI erkennen lassen, 
Von 20° O0 bis 12° O ist die Temperaturzunahme auf beiden Schiffswegen ziem- 
lich gering; je weiter wir aber nach NW fortschreiten, desto größer wird sie, 
um gegen das Ende der Linien ein Maximum zu erreichen, dann aber plötzlich
	        
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