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Full text: 65, 1937

318 Annalen der Hydrographie und Maritinen Meteorologie, Juli 1937, 
scheinbare Zusammenhänge mit den Isallobaren, je nachdem, ob das Isallobaren- 
gefälle von der Windrichtung nach links vorn, nach rechts vorn, nach links 
hinten oder rechts hinten abgelenkt ist, wie es die Fälle a), b), c), d) der Abb. 3 
veranschaulichen. Um diese vorgetäuschten Zusammenhänge zwischen Isallobaren 
und Windabweichungen v—bv; von 
den gesuchten wirklichen trennen zu 
können, wird man die vier Fälle der 
Abb. 3 getrennt behandeln müssen. 
Es ist daher das gesamte Beobach- 
tungsmaterial zunächst eingeteilt 
worden in vier Gruppen, je nachdem, 
ob der Winkel zwischen Windrichtung 
und Isallobarengefälle a) zwischen 
9° und 90°, b) zwischen 90° und 180°, 
c) zwischen 180° und 270° oder d) 
zwischen 270° und 360° liegt. Es 
sind dann für jeden dieser vier 
Quadranten die Mittelwerte d:m und 
Ö„m für die beiden Komponenten 
DdD— vb. = 6 senkrecht zum Isallo- 
barengefälle und in seiner Richtung 
berechnet worden. Trägt man diese 
Mittelwerte in ein Koordinatennetz 
5, 7 ein, dann würde sich für die 
Vektormittel der vier Quadranten 
ein Bild ergeben, dessen Aussehen 
in den grundsätzlichen Zügen Abb. 4 zeigt; diese Darstellung läßt sich ohne 
weiteres aus der Abb. 3 transformieren. Die Endpunkte der vier Vektoren a), b), 
c), d) bilden ein Viereck. Dieses Viereck muß um so größer sein, je größer die 
durch den Störungseinfluß hervorgerufenen Vektordifferenzen v— vg; sind, 
während beim Verschwinden des Störungseinflusses das Viereck zu einem Punkt 
zusammenschrumpft. 
Aus der Lage des Mittelpunktes dieses Vierecks lassen sich nunmehr Schlüsse 
ziehen, welche der beiden oben dargelegten theoretischen Anschauungen über 
die Abhängigkeit der Differenz v-—'v; 
vom Druckänderungsfelde mehr An- 
spruch auf Gültigkeit haben kann, 
Fällt der Mittelpunkt des Vierecks mit 
dem Koordinatenanfang zusammen, 
dann ist von irgendeinem Einfluß der 
Isallobarengradienten nichts zu sehen. 
Fällt er außerhalb des Nullpunkts, dann 
gibt seine Lage im System &, » an, daß 
ein systematischer Zusammenhang 
zwischen dem Isallobarengradienten A, 
welcher in der Richtung 7 zeigt, und 
der Abweichung des Windes vom geo- 
strophischen Wind besteht. Fällt nun 
der Schwerpunkt des Vierecks auf die %-Achse, wie es in der schematischen 
Darstellung in Abb. 4 dargestellt ist, dann ist die Richtigkeit der oben dar- 
gelegten Theorie I (Abb. 1a) erwiesen, Fällt er auf die negative S-Achse, dann 
wird man mit der Theorie II (Abb. 1b) rechnen müssen. (Die Einteilung der 
vier Quadranten wäre überflüssig, wenn jeder mit der gleichen Anzahl von Beob- 
achtungen besetzt wäre, denn der Mittelpunkt des Vierecks würde dann mit dem 
Mittelwert aller einzelnen Wertepaare d:, ö„. übereinstimmen. Dies ist aber nicht 
der Fall.) 
Die Beobachtungen sind nun entsprechend der Jahreszeit in Sommer- 
and Winterwerte getrennt. außerdem sind sie gruppiert nach der Intensität 
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