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Volltext : 49, 1930/1931

70  Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte.  —  Band  49,  Nr.  4  —  Paul  Pummerer  und  Rudolf  Otto  Steiner:  Höhenwind-

Eine  Zusammenfassung  der  stündlichen  Bewölkungswerte  in  2  Stunden  -  Mittel  befreit  das
Resultat  von  einem  Teil  Zufälligkeiten,  die  ihm  naturgemäß  bei  der  geringen  Anzahl  von  Beobachtungen ­
  anhaften.  Die  24.  Tagesstunde,  ohnehin  durch  die  geringste  Zahl  von  Beobachtungen  belegt, ­
  kann  dabei  wegfallen.

6/7

8/9

10/11

12/13

14/15

16/17

18/19

20/21

22/23

Westwindzone  der  Nordheinisphäre...

7.7

8.4

8.1

8.2

8.55

8.5

7.7

7.1

7.3

NE-Passat

5.7

5.4

5.3

4.5

4.5

4.3

4.6

4.6

4.9

SE  -  Passat

6.6

6.6

6.9

6.1

6.5

6.0

5.2

5.4

6.3

Küstenregion  Rio—La  Plata

8.0

7.8

8.2

8.0

7.9

8.0

7.4

7.0

6.8

Rio  de  Janeiro

6.4

6.1

5.9

5.9

5.9

5.6

5.7

5.6

5.1

Buenos  Aires

7  2

7.1

7.4

6.7

5.9

4.7

5.0

5.8

5.9

Der  Bewölkungsgang  in  der  Westwindzone  der  Nordhemisphäre  zeigt  noch  mehr  kontinentalen ­
  oder  Küstencharakter,  das  Hauptmaximum  in  den  Nachmittagsstunden,  das  sekundäre
morgens.  Dem  Hauptmaximum  folgt  sehr  schnell  das  Minimum  in  den  Abendstunden.
Im  NE-Passatgebiet  liegt  wie  bei  früheren  Studienfahrten  das  Bewölkungsmaximum  in  den
frühen  Morgenstunden.  Gegen  Mittag  erfolgt  die  sprunghafte  Bewölkungsabnahme,  das  Minimum
fällt  auf  die  Stunden  16  ^  17  Uhr.  Später  ist  bereits  wieder  der  Anstieg  zur  Nachtbewölkung  zu
erkennen.  In  ähnlicher  Weise  zeigen  die  Tage  im  SE-Passat  und  innerhalb  der  Küstenregion  südlich ­
  davon  das  Maximum  in  den  späteren  Morgenstunden,  das  Minimum  abends  oder  gar  erst  in  der
ersten  Nachthälfte.
Wenn  für  die  Tropen  und  auch  für  die  tropischen  Küsten  das  Nachmittagsmaximum  allgemein
das  ganze  Jahr  hindurch  als  das  Hauptmaximum  angegeben  wird,  so  trifft  dieses  für  Rio  de
Janeiro  nach  unseren  Beobachtungen  von  Anfang  Januar  bis  Mitte  Februar  nicht  zu.  Rio  zeigt
vielmehr  im  Bewölkungsgange  einen  ausgesprochen  maritimen  Typ:  Maximum  in  den  Frühstunden,
raschere  Abnahme  am  Vormittag,  am  Nachmittag  weitere  langsame  Abnahme.  Das  Minimum
liegt  allerdings,  wie  typisch  für  die  Tropen,  erst  in  der  ersten  Nachthälfte  (22123  Uhr).  Diesen
Bewölkungsgang  bedingen  hier  in  hervorragender  Weise  die  Küstennebel,  die  sich  am  Morgen
bilden  und  in  die  Bucht  von  Rio  lagern,  während  sie  sich  am  Vormittag  meistens  auflösen.
Die  tägliche  Amplitude  der  Bewölkung,  die  häufig  auf  den  offenen  Ozeanen  als  klein  (etwa
0,5)  angegeben  wird,  liegt  bei  allen  bisher  betrachteten  Zonen  sehr  gleichmäßig  um  1,4  herum.
Größer  wurde  sie  nur  in  Buenos  Aires  gefunden  (2,7).  Hingegen  zeigt  Buenos  Aires,  der  kontinentalste ­
  Punkt  unserer  Reise,  im  Bewölkungsgange  keine  Spur  eines  nachmittägigen  Maximums,  im
Gegenteil  ein  Bewölkungsminimum  um  16  /17  Uhr,  von  dem  ab  die  Bewölkungsziffer  wieder  langsam ­
  zu  den  höheren  Nachtwerten  ansteigt.
Eine  interessante  Ergänzung  zu  dem  Bewölkungsgang  bildet  der  tägliche  Gang  der  Regenhäufigkeit. ­
  Aus  den  stündlichen  Wetterbeobachtungen  wurden  die  Termine  mit  Regen  ausgezogen ­
  und  für  die  einzelnen  Stunden  summiert.  Die  folgende  Tabelle  gibt  Prozentzahlen  der  gesamten ­
  notierten  Regenbeobachtungen,  wiederum  für  2  Stunden  -  Intervalle.

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10/11

12/13

14/15

16/17

18/19

20/21

22/23

Westwindzone  der  Nordhemisphäre...

9

9

13

8

11

11

14

15

10

NE-Passat

14

7

0

0

20

26

14

19

0

SE  -  Passat

7

14

0

0

7

14

26

13

19

Küstenregion  Rio—La  Plata

8

8

15

12

12

17

20

0

8

Rio  und  Flugexpedition

15

(südbrasilianisches  Küstenland)...

6

11

11

16

13

12

9

7

Buenos-Aires

6

8

13

21

12

7

9

12

12
            
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