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Full text: 49, 1930/1931

42 Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — Band 49, Nr. 4 — Paul Pummerer und Rudolf Otto Steiner: Höhenwind* 
11. Februar. 
Früh ganz trübe, “ /i0 bedeckt. 
a. m. “Oo bedeckt, str, str - ni, str - cu, cu. Ein langer cumulus - Wulst über der Land 
gegend. Land selbst ist nicht zu sehen. 
11.30 Uhr beginnt #. 
Mittag Bewölkung geht etwas höher, O erscheint schwach hinter Wolken. 
p. m. ganz bedeckt. Regenböen und schweres Regengewölk rings im Gesichtskreis. 
15.30 Uhr “/« bedeckt, str, ni, str - ni, str - cu. Sicht mittelmäßig. Unten schwacher süd 
licher Wind, der aber gleich in nordöstliche Richtung dreht. 
17.30 Uhr # beginnt, “ho n i, Sicht beschränkt. Land, das p. m. sichtbar war, ver 
schwimmt wieder. 
18.30 Uhr noch 0, hinter uns dickes % - Gewölk; voraus str-cu, a-ni, a-str, gegen 
Küste hin etwas lichter. 
21,00 Uhr kein Regen mehr, aber vollständig bedeckt. 
12. Februar. 
Früh aufheiternd. 8,30 Uhr e ho bedeckt, ci - str, ci - cu, a - str, a - cu, str - cu, im Zenith 
klarer, über dem Lande noch wolkenverhangen. 
9,00 Uhr wieder stärker bedeckt und stark dunstig. Sicht beschränkt. 
10,00 Uhr beständig wechselnd, ’ho bedeckt, str, str - cu, Dunstschwaden, Sicht sehr 
beschränkt. 
Kimm stark dunstig. 
Nach 10,00 Uhr von SW und WSW her wieder Aufklaren, die höhere Bewölkung der 
ci - str, a - cu, a - str wird wieder sichtbar. 
10.30 Uhr NWzN 4 msk., 8 ho bedeckt, stark wechselnd, str - cu. Dunstschwaden, untere 
Schwaden 500 m, Decke der str - cu 700 m. 
Kimm stark diesig, hat Dunststreifen. 
Wind war früh 7,00 Uhr N, dreht dann auf NW, um 8,00 Uhr wieder N, dann ständige 
Linksdrehung über NNW, NW, WNW, W. 
11,15 Uhr dreht der Wind plötzlich auf S bis SzE und frischt urplötzlich stark auf. 
Wahre Windstärke 14—18 msk gemessen. See IV. 
11,20 Uhr 0 - tropfen. 
11.30 Uhr mächtiges Auffrischen aus SzE. In Böen bis 20 msk wahrer Wind (Wind 
stärke 8 - 9). “/‘o bedeckt, graue Stratusdecke, einige Wolkenwülste. See IV. 
Mittags ziemlich stark bewölkt, manchmal kommt 0 etwas durch; See V, Schiff 
stampft und rollt. 
14,00 Uhr Wind dreht weiter auf SEzE, 15 msk. 
15,00 Uhr Wind dreht auf ESE, Stärke 6—7. 
15.30 Uhr Wind nimmt ab, ESE 8—10 msk, Stärke 5, See V, ”/« bedeckt, str, str - cu, 
Wolkenhöhe nur 300 m. 
Kimm diesig. 
17,00 Uhr es wird langsam etwas heller. 
18,00 Uhr 7 ho bedeckt, ci-cu, a-str, a-cu, str, str-cu, fr-str, untere Wolken rasch aus ESE. 
19,00 Uhr wieder “h® bedeckt mit grauen Wolkenballen, a - str, str, str - cu, str - ni. 
Während der Himmel vollständig dunkel und düster bleibt, zeigt sich nach Einbruch der 
Nacht in der noch ziemlich bewegten See (IV) ein prachtvolles Meeresleuchten, das 
an Glanz und Intensität bis Mitternacht noch zunimmt. Weit hinaus erglänzen die Schaum 
kämme weißlich, besonders auf der Steuerbordseite, dem Lande zu. Zeitweise leuchtet auch 
das Bugwasser des Schiffes grünlich auf. Die ganze Erscheinung ist heute anders geartet 
wie damals vor Las Palmas. Es fehlen die einzelnen grünlich leuchtenden Klümpchen von 
damals, das Leuchten ist heute flächenhafter.
	        
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